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Berlin, 24.08.2016, 14:03  MusikWoche | Events

German Songwriting Awards gehen im Herbst in die erste Runde

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Bringt die ersten German Songwriting Awards ins nhow-Hotel: Uli Kuppel (Bild: b612 Publishing)
Am 8. Oktober 2016 steht im Berliner nhow-Hotel erstmals die Verleihung der German Songwriting Awards (GSA) an. Die Anmeldephase für den in gleich zwölf Kategorien ausgelobten Wettbewerb läuft bereits und noch bis Ende September: "Der Songwriter ist für uns das Herz der ganzen Musikindustrie", sagt Uli Kuppel, der als Geschäftsführer den Musikverlag b612 Publishing leitet und, zusammen mit Timo Holstein, auch die Managementfirma holstein & kuppel mit Klienten wie Glasperlenspiel. Ohne einen besonderen Song könne man schließlich weder Musik noch Tickets verkaufen. "Gerade die Songwriter aber werden durch die aktuellen Entwicklungen vor allem im Streamingbereich stark benachteiligt."

Ziel sei es, mit den GSAs einen Wettbewerb zu etablieren, "der Songwriter fördert, neue Songs und Songwriter entdeckt, Songwriter in den Vordergrund stellt und ihnen die Aufmerksamkeit verschafft, die sie verdienen". Flankierend zu der Award-Verleihung plant Kuppel zudem im Tagesverlauf am selben Ort unter dem Namen Songs Con eine Art Netzwerkertreffen und Kreativmesse, die schließlich am Abend von der Preisverleihung abgerundet wird. "Die Songs Con ist die erste Messe in Europa für Songwriter und Produzenten." Hier habe man sich an der ASCAP-Veranstaltung "I Create Music" in Los Angeles orientiert und an der Songs Convention, die b612 bereits 2006 organisierte. Die Songs Con findet am 8. Oktober zwischen 9.30 Uhr und 17.30 Uhr im nhow-Hotel statt. Im Anschluss steht ab 20.30 Uhr die Verleihung der GSA an. Als Initiatoren stehen neben Kuppel und Timo Holstein, der auch seine Veranstaltungsagentur eigenARTevents leitet, auch Imagem-Senior-A&R Leo Chantzaras, Glasperlenspiel-Kopf Daniel Grunenberg und Nadja Paul hinter den neuen Awards. "Wir freuen uns, dass wir schon jetzt unter anderem von der GEMA, dem DMV und der SOMM unterstützt werden", berichtet Kuppel zudem.



GSA als Plattform für Songwriter


Die GSA-Macher orientieren sich mit ihrem Wettbewerb an Vorbildern wie der ISC-Songwriting Competition aus den USA oder dem traditionsreichen UK Songwriting Contest, die seit vielen Jahren zahlreiche Talente hervorgebracht hätten: "Der GSA steht in der Tradition dieser Wettbewerbe, hat aber das Konzept erweitert und an die deutsche Musikindustrie angepasst." Auch bei den für eine Anmeldung eingeforderten Bearbeitungsgebühren in Höhe von 25 Euro pro eingereichtem Song orientiere man sich an den Wettbewerben in UK und den USA: "Sollte es einem Teilnehmer aber nicht möglich sein, die Teilnahmegebühren aufzubringen, kann er sich an uns wenden, und wir verzichten darauf." Das sei schon "einige Male passiert". Mit den ersten Reaktionen von potenziellen Teilnehmern und der Zahl der ersten Anmeldungen sei er sehr zufrieden, berichtet Kuppel. "Es ist viel Arbeit und wir hoffen, den Wettbewerb GSA und die Messe Songs Con in den nächsten Jahren Schritt für Schritt etablieren zu können."



Zwölf Kategorien und zwei Sonderpreise


Schon zur Premiere bauen die Macher auf eine Vielzahl von Genres: "Wir haben zwölf Kategorien", bestätigt Kuppel. "Weniger würden uns die Arbeit einfacher machen, aber wir wollten bewusst den unterschiedlichsten Typen von Songwritern eine Plattform bieten. Deshalb reichen die Kategorien von 'Musik für Kinder' bis zu 'EDM'." Daneben stehen aber Genres wie Pop, Alternative, HipHop, Schlager oder Urban auf der Liste für die GSA-Verleihung. Eine Jury aus A&Rs der deutschen Musikwirtschaft und renommierten Songwritern soll schließlich über den Siegersong in jeder Kategorie entscheiden. Den Gewinnern winken Sachpreise im Wert von über 50.000 Euro, darunter Instrumente und Equipment, aber auch die Teilnahme an Workshops oder Sessions sowie Songplugging-Möglichkeiten.

Jedem Siegersong wird zudem eine Veröffentlichung inklusive Songproduktion und Promotion garantiert, wie es auf der Homepage der GSAs heißt: "Wir haben jeder Kategorie einen Künstler zugeordnet, für den geschrieben wird", erläutert Kuppel auf Nachrage von MusikWoche. "In der Jury jeder Kategorie sitzt ein Label-A&R." Der A&R der Kategorie erhält demnach die Option, den Song zu veröffentlichen. "Falls er diese Option nicht zieht, übernehmen wir die Veröffentlichung auf unserem extra für den Wettbewerb gegründeten Songlabel." Wichtig sei dabei, "dass wir das Songlabel als eine Plattform für Songwriter verstehen. Solange die ungerechte Verteilung der Streamingeinnahmen besteht, werden wir den Songwriter des entsprechenden Songs an den Streamingeinnahmen des Labels beteiligen", verspricht Kuppel.

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(Bild: German Songwriting Awards)


Derzeit laufen die Vorbereitungen für die GSA-Verleihung im nhow: "Wir sind ein kleines Team und stemmen und finanzieren das alles aus eigener Kraft", macht Kuppel klar. Man wolle einen interessanten Abend gestalten: "Wir tun unser Bestes." So soll die Auszeichnung in der Kategorie "Singer Songwriter" live verliehen werden. "Da hier Songwriter und Performer identisch sind, treten die zwei besten aus dem Wettbewerb auf. Der Sieger wird am Abend von der Jury bestimmt." Außerdem hofft Kuppel, Ende August Aufritte von ein oder zwei bekannten Künstlern und Songwritern bekanntgeben zu können:

"Wir versuchen uns mittelfristig ein bisschen an der Glanzzeit des San Remo Festivals in den 50er- und 60er-Jahren zu orientieren, bei dem ebenfalls der Songwriter und der Song im Mittelpunkt standen." Zudem sei geplant "auch zwei Industrieauszeichnungen zu vergeben", ergänzt Kuppel. Die Sieger in den Kategorien Label-A&R des Jahres und Verlags-Songplugger des Jahres soll ein unabhängige Jury ermitteln.

Zur prominent besetzten Jury bei der Premiere der German Songwriting Awards gehören der Produzent Daniel Nitt, Daniel Schmidt (A&R Polydor/Island) und Christoph Pancke (a.s.s. concerts) in der Kategorie Singer/Songwriter. Mit dabei sind unter anderem zudem Mousse T oder Jochen Schuster, Alexandra Ziem (Electrola), die Musikverleger Benjamin Budde und Rudi Schedler, Maximilian Kolb (BMG), Björn Teske (DEAG Music), Max Paproth (Sony/ATV Music Publishing), Michael Stockum (Four Music) oder Johannes Cordes.

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(Bild: German Songwriting Awards)



Quelle: MusikWoche

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