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München, 26.07.2005, 17:20  MusikWoche

Bavarian Open Air hat Kultpotenzial

Bereit zum Plausch am Bierstand: Madsen Großansicht
Bereit zum Plausch am Bierstand: Madsen  
Mit der erfolgreichen Konzertreihe Bavarian Open im Funkhaus des Bayerischen Rundfunks bietet das Radio-Szenemagazin "Zündfunk" ein Forum gleichermaßen für etablierte Vertreter der Independent-Szene, wie für nationale Newcomer. Jetzt wagte sich der Event erstmals ins Freie. live.biz sprach mit der Redaktionsleiterin des "Zündfunks" und Organisatorin Ulrike Ebenbeck.

Die Freiluft-Premiere ging am 23. Juli in der Oberpfalz, in der Nähe von Wackersdorf über die Bühne - am Murner See. Zahlreiche Bands und DJs standen auf der Seebühne, darunter Slut, Madsen, Nova International und Anajo. Mit einem Durchlauf von über 2000 Besuchern zeigt sich Organisatorin Ulrike Ebenbeck sehr zufrieden: "Wir haben mit der ersten Ausgabe des Bavarian Open Air unser Ziel erreicht und mehr als 2000 Menschen erreicht. Wir haben einen wunderschönen Platz gefunden. Alles war sehr entspannt und angenehm, für die Fans ebenso wie für die Musiker. Bei welchem Festival kann man zum Beispiel Madsen zum Plausch am Bierstand treffen?"

Im Unterschied zu Mega-Festivals, wo Sponsoren mittlerweile das Wichtigste zu sein scheinen - Umbaupausen werden extra verlängert, damit die Werbebanner auch ja gesehen werden - standen beim Bavarian Open Air Musik und Publikum im Mittelpunkt - und der Förderungsanspruch: "Wir fördern nicht nur lokale Bands und Newcomer, wir tun auch etwas für die Jugend in einer Region, in der nicht so viel los ist: So haben wir ein Kontingent an Freikarten für die Feuerwehr, das THW und die Wasserwacht ausgegeben; die kamen dann nicht mit jeweils vier Mann, sondern mit der gesamten Jugendgruppe." Auch an die nächsten Nachbarn hat man gedacht: So wurden über Radio Pilsen im benachbarten Tschechien 50 Freitickets verlost.

Ursprünglich hat der BR geplant, das Bavarian Open Air jedes Jahr an einem neuen Standpunkt, in den verschiedenen bayerischen Regierungsbezirken stattfinden zu lassen. Ulrike Ebenbeck jedoch denkt darüber nach, die Location am Murner See zu einer festen Größe werden zu lassen: "Der Platz ist zu perfekt und das Bavarian Open Air kann hier Kultcharakter entwickeln. Ich habe bei der Organisation viele Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen, an einem anderen Ort müssten wir wieder bei null anfangen."


Quelle: MusikWoche

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