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Hamburg, 24.05.2017, 16:08  MusikWoche | Events
Echo Jazz 2017 Thema: Echo Jazz 2017

Acts von ACT beim Echo Jazz ganz groß

Schätzt den Echo Jazz als starke "öffentliche Plattform": Andreas Brandis (Bild: MusikWoche) Großansicht
Schätzt den Echo Jazz als starke "öffentliche Plattform": Andreas Brandis (Bild: MusikWoche)
ACT Music + Vision bleibt das dominierende Label beim Echo Jazz: Bei der diesjährigen Verleihung am 1. Juni 2017 kann das Münchner Label insgesamt sieben Trophäen für sich und seine Künstler beanspruchen: Preise gehen an das Joachim Kühn Trio (Ensemble national), Michael Wollny (Instrumentalist national Piano/Keyboards) Emile Parisien (Instrumentalist international Saxophon/Woodwinds), Lars Danielsson (Instrumentalist Bass), Akkordeonist Vincent Peirani (Instrumentalist international Besondere Instrumente) und an Marius Neset & London Sinfonietta in der Rubrik "Large Ensemble". Hinzu kommt ein Sonderpreis für das Projekt "E.S.T. Symphony".

Insgesamt gehen nun schon bereits 46 Echo-Jazz-Triumphe auf das Konto von ACT-Musikern und -produktionen.

"Wir finden es sehr wichtig, dass der Jazz mit dem Echo Jazz eine starke öffentliche Plattform gewonnen hat, bei der nicht die Verkaufszahlen entscheiden, sondern die künstlerische Qualität der Einreichungen", meint Andreas Brandis, Geschäftsführer von ACT Music & Vision. "Und natürlich freuen wir uns über jede Anerkennung unserer Künstler und ganz besonders über vier Publikums-Echos, die ACT 2010 bis 2013 als Label des Jahres erhalten hat. In diesem Jahr hat die Jury entschieden, sieben Echos an Künstler und Alben aus unserem Haus zu vergeben, und wir sind sehr glücklich über die große künstlerische Bandbreite, die dabei ausgezeichnet wird."

Dieses Spektrum reiche "von ganz unterschiedlichen Protagonisten der Generation 'jung und wild'" , zu denen Brandis Emile Parisien, Michael Wollny, Marius Neset und Vincent Peirani zählt, "zu Künstlern 'im besten Alter und immer noch wild' (Joachim Kühn), von kammermusikalisch (Lars Danielsson) bis orchestral (E.S.T. Symphony). All diese Preisträger und Aufnahmen eine "ein außergewöhnliches künstlerisches Niveau, die große Neugier, das eigene musikalische Schaffen immer wieder neu auszuloten und ein höchster Qualitätsanspruch an die Aufnahme".

Zu den Bewertungskriterien des Echo Jazz gebe es in der deutschen Jazzlandschaft "nach wie vor kontroverse Diskussionen", wie Brandis konstatiert. "Sicher ist: Gut oder schlecht ist und bleibt in der Musik eine Frage des persönlichen Geschmacks. Aber wir meinen, noch jeder, der den Echo Jazz bisher bekommen hat, hat ihn auch verdient." Und sicher ist für Brandis auch, dass sich ein ein so komplexes und vielfältiges Genre in einem TV-Format wie der Echo-Jazz-Gala "nur in Teilen vermitteln" lasse.

"Insofern darf und soll über diese Aspekte diskutiert und immer wieder reflektiert werden; aber die Chancen, die sich durch einen derart professionell präsentierten Preis für diese Musik und die Künstler eröffnen, sollte man trotzdem nicht verpassen. Und so wünschen wir dem Echo Jazz für die Zukunft noch mehr Einreichungen aus allen Richtungen dieser wunderbaren Musik", so Brandis weiter.

Die ACT-Erfolge bringen auch die Vertriebspartner Edel (physisch) und Kontor New Media (digital) an die Spitze der Auswertungen: Im physischen Bereich ist ACT-Partner Edel mit den sieben Auszeichnungen (inklusive des erwähnten Sonderpreises für "EST. Symphony") klar die Nummer eins der Vertriebsfirmen vor Universal Music (vier), Warner Music, (drei inklusive des Lebenswerk-Preises für Klaus Doldinger), Indigo und Soulfood (je zwei) sowie Sony Music, note 1, Pool Music und Naxos mit je einem Echo Jazz. Nicht mitgezählt ist der Sonderpreis an das Buchprojekt "American Jazz Heroes" von Arne Reimer.

Der mit Abstand führende Digitalvertrieb unter den Echo-Jazz-Siegern ist wie im Vorjahr Kontor New Media: Zusätzlich zu den sieben genannnten ACT-Titeln vertreibt das Hamburger Unternehmen im digitalen Sektor auch die Alben, die Lucia Cadotsch vom Label yellowbird den Sieg in der Rubrik "Sänger/Sängerin national" und Anna-Lena Schnabel (enja) den Echo Jazz in der "Newcomer"-Sparte einbrachten.

Erfreut über Echo-Jazz-Siege abseits des Mainstreams: Frank Lefflerr (Bild: Kontor New Media) Großansicht
Erfreut über Echo-Jazz-Siege abseits des Mainstreams: Frank Lefflerr (Bild: Kontor New Media)
Frank Leffler, Head of Music Kontor New Media, kommentiert: "Wir gratulieren unseren Labels zu dieser erneut herausragenden Würdigung und sind stolz, ein Teil dieses Erfolgs zu sein. Als Indie können wir eine Flexibilität und Offenheit für die 'Nische' bieten, die es uns ermöglicht, für unsere Labels jeweils maßgeschneiderte Strategien zu entwickeln, um sie optimal zu unterstützen. Dass unsere Labels und Künstler ihre Projekte nun mit so vielen Preisen beim Echo Jazz krönen können, freut mich sehr und zeigt, dass auch Genres abseits des Mainstreams von der aktuellen Marktentwicklung profitieren können, wenn man es richtig anpackt."

Sieht auch für den Jazz große Chancen im Streaming: Henning Rehbein (Bild: Kontor New Media) Großansicht
Sieht auch für den Jazz große Chancen im Streaming: Henning Rehbein (Bild: Kontor New Media)
Henning Rehbein, Label Manager bei Kontor New Media, fügt an: "Auch in diesem Jahr durften wir eine ganze Reihe herausragender Alben begleiten. Es ist eine Freude, mit diesen kreativen und erfolgreichen Künstlern und Labels zusammenarbeiten zu dürfen. Im Zeitalter des Streamings konnten wir gemeinsam mit den Jazz-Labels und -Künstlern neue zukunftsfähige Strategien erarbeiten, um dem Jazz auch auf diesen Plattformen Aufmerksamkeit zu verschaffen. Hier sehen wir die große Chance, den ohnehin etwas poppiger werdenden Jazz einer jungen Zielgruppe zu präsentieren, was bislang auch erstaunlich gut funktioniert."




Quelle: MusikWoche

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