Baden-Baden/Berlin, 28.08.2017, 09:52  MusikWoche | chartwoche.de

40 Jahre Offizielle Deutsche Charts: O-Ton Mathias Giloth & Florian Drücke: "Bundesligatabelle für die Musikindustrie"

Betonen Alleinstellungsmerkmal und Aktualitätsanspruch der Offiziellen Deutschen Charts: Florian Drücke (links) und Mathias Giloth (Bild: SINISSEY) Großansicht
Betonen Alleinstellungsmerkmal und Aktualitätsanspruch der Offiziellen Deutschen Charts: Florian Drücke (links) und Mathias Giloth (Bild: SINISSEY)
Mathias Giloth, Geschäftsführer von Chartsermittler GfK Entertainment, und Florian Drücke, Geschäftsführer des Bundesverbands Musikindustrie, dem Auftraggeber für die Offiziellen Deutschen Charts, geben Auskunft zu deren Bedeutung und Entwicklung.

Musikcharts gibt es in Deutschland ja schon seit den 50er-Jahren bei den Singles und seit 1962 bei den Longplayern. Welchen Einschnitt bedeutete die Einführung der offiziellen Hitlisten Ende August 1977?

Florian Drücke: Der 29. August 1977 ist insofern eine Zäsur gewesen, als die Charts erstmals im Auftrag des Bundesverbandes der Phonographischen Wirtschaft (heute Bundesverband Musikindustrie, kurz BVMI) erstellt wurden und seitdem einen offiziellen Charakter und damit auch eine höhere Bedeutung als zuvor hatten. Darüber hinaus fand von da an die statistische Erhebung und Verarbeitung der Daten auf einer wesentlich höheren Qualitätsstufe statt; die Datenbasis war umfassend, die Charts selbst dadurch repräsentativ und entsprechend aussagekräftig.

Seitdem folgen die Offiziellen Deutschen Charts den Marktgegebenheiten und Musiknutzungsgewohnheiten durch permanente Weiterentwicklung, sowohl, was die Technologie als auch die Systematik betrifft, setzen immer wieder zeitgemäße Impulse und zeigen neue Trends auf.

Was waren für Sie die wichtigsten Neuerungen beim Regelwerk und den Erhebungsmodalitäten seither?

Mathias Giloth: Der Musikmarkt ist extrem dynamisch und greift viele Trends auf, oft weit vor anderen Unterhaltungssegmenten. Die Charts müssen aktiv auf diese Entwicklungen reagieren und sie, sobald relevant für den Gesamtmarkt, entsprechend abbilden. Die Integration von Musik-Downloads 2004 und von Musik-Streams 2014 beziehungsweise 2016 waren daher wichtige Schritte.

Seit Mai 2015 erscheinen die Listen unter neuem Markennamen freitags direkt nach Ende des Ermittlungszeitraumes - auch dies eine nötige Anpassung, um das Alleinstellungsmerkmal sowie den Aktualitätsanspruch der Offiziellen Deutschen Charts zu gewährleisten.

Das vollständige Interview lesen Abonennten in MusikWoche Heft 35/2017, im Livepaper oder hier.


Quelle: MusikWoche

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