Bel Canto

Simone Kermes



Bel Canto Großansicht
Interpret(en) Simone Kermes
Label Sony Classical / Sony Music Classical
Vertrieb Sony Music
Format 2 LP (Longplay)
Genre Klassik
Auslieferung KW 2013/43
Bestellnummer 83 74151-1
EAN-Code
0888837415118
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Label Sony Classical / Sony Music Classical
Vertrieb Sony Music
Bestellnummer 83 74151-1
EAN-Code
0888837415118
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Genre Klassik
Format 2 LP (Longplay)
Auslieferung KW 2013/43
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Interpret(en) Simone Kermes
nach oben MusikWoche-Kritik

Dem leichten Opernrepertoire widmet die Leipziger Sängerin Simone Kermes ihre vierte Solo-CD, doch weitet sie den Zeitraum dieser Periode um zwei weitere Jahrhunderte aus. Denn in ihren Augen -umfasst "Bel Canto" nicht nur Arien von Giuseppe Verdi, Gioachino Rossini oder Gaetano Donizetti, sondern auch von Claudio Monteverdi und Wolfgang Amadeus Mozart.

Die ausgewiesene Barockspezialisten, die mit expressivem Repertoire auf "Lava" (2009), "Colori D'Amore" (2010) und "Dramma" (2012) ihre Schwerpunkte setzte, beweist nun auch auf "Bel Canto", dass es die ausdrucksstarken Werke sind, in denen sie am leichtesten überzeugt. Und wie nahe sich die Arie der Königin der Nacht, "Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen" aus Mozarts "Zauberflöte" und Donizettis "Ah! Tardai Troppo ... O Luce Di Quest Anima" aus "Linda Di Chamounix" oder das Rossini-Stück "Icilio Io L'Amo" ("Mamoetto Second") und das berühmte Madrigal "Si Dolce E Il Tormento" von Monteverdi stehen, zeigt Simone Kermes mit ihrer ausdrucksstarken, perfekt auch in improvisierten Oktavsprüngen intonierten Stimme. Sie rauscht, haucht und trällert, dass es eine wahre Freude ist.

Doch sie kann auch anders: Denn wenn sie sich in Rossinis Stück "Bel Raggio Lusinghier ... Dolce Pensioro" aus "Semiramide", das Simone Kermes als "die Vorzeige-Arie im Rossini-Repertoire" bezeichnet, unaufhaltsam nach oben schraubt, scheint sie tatsächlich - wie auf dem Cover auch - zu schweben. Dabei wirkt das fast zu brav und angepasst für die sonst so temperamentvolle Sopranistin, die sich allerdings glaubhaft auf die unterschiedlichsten Stimmungen einlassen kann.

Und mit dem Concerto Köln unter der Leitung von Christoph M. Müller hat sie Spezialisten zur Seite, die sie bei ihren Wandlungen von huldvollen Klagen bis hin zu zungenbrecherischen Koloraturen stilsicher begleiten. Birgit Schlinger

Birgit Schlinger

Quelle: musikwoche.de

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Bel Canto ist der Titel des neuen Albums von Simone Kermes. Für die Sängerin , die mit ihren Barock-CDs die deutschen Klassik-Charts eroberte, ist der Belcanto ohne den Bezug zur barocken Tradition nicht denkbar: Mit den Erfahrungen einer Barocksängerin war es mir eine Herzensangelegenheit, auf den Spuren des Belcanto weiter zu wandeln und aus der barocken Perspektive einen neuen Blick auf diese einmaligen Kunstwerke zu werfen, schreibt sie im Booklettext.

Im Zentrum der Aufnahme stehen Werke des belcantistischen Sopran-Repertoires: Casta Diva, das Gebet der Norma aus Vincenzo Bellinis gleichnamiger Oper, O luce di quest anima aus Gaetano Donizettis Linda di Chamounix oder Dolce pensiero aus Gioacchino Rossinis Semiramide, das Simone Kermes schon im Examen an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt Leipzig gesungen hat. Doch das Programm enthält auch Entdeckenswertes aus selten gespielten Werken: Saverio Mercadantes Revolutionsoper Virginia, Rossinis Opera seria Maometto Secondo, Donizettis Goethe-Adaption Betly, Bellinis Erstling Adelson e Salvini, Verdis Schiller-Vertonung I masnadieri (Die Räuber) und sein Hunnendrama Attila. Und Simone Kermes macht neugierig auf ihre Herangehensweise an diese Musik, wenn sie feststellt, dass die Cabaletta des Belcanto mit dem barocken Dacapo verwandt sei und sie sich somit herausgefordert fühlt, ihre Fähigkeit zur Improvisation in der Wiederholung unter Beweis zu stellen.

Als Bindeglied zwischen Barock und Belcanto betrachtet Simone Kermes die Königin der Nacht aus Mozarts Zauberflöte: Hier scheinen die affektgeladenen Rachearien der Barockoper noch einmal in greifbarer Nähe zu liegen, sagt sie. Gleichzeitig verweisen die Virtuosität und die kunstvoll konstruierten Extrem-Koloraturen aber auch in Richtung Belcanto.

Begleitet wird die Sängerin vom Concerto Köln auf historischem Instrumentarium unter der Leitung von Christoph M. Mueller. Nur eine Laute hingegen spielt beim letzten Stück mit, dem Madrigal Si dolce il tormento von Claudio Monteverdi. Was dieser frühbarocke Meister mit Belcanto zu tun hat? Alles ist hier schon da das Dramma, das Espressivo, schreibt Simone Kermes. Aber wie unglaublich modern erscheint diese fast 400 Jahre alte Komposition. Und erklärt damit auch den Untertitel dieser Einspielung: From Monteverdi to Verdi.

Quelle: Sony Music

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