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Nichts passiert (Standard Version)

Silbermond

Nichts passiert (Standard Version) Großansicht
Interpret(en) Silbermond
Label Columbia D. / Sony Music Domestic
Vertrieb Sony Music
Format 1 CD (Longplay)
Genre Rock & Pop
Produktionsland Deutschland
Auslieferung KW 2009/12
Bestellnummer 97 41237-2
EAN-Code
0886974123729
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Top-100 Longplay Deutschland


Woche KW 2010/38KW 2010/37KW 2010/36KW 2010/35KW 2010/34
Rang 8892676867
Höchste Position: Rang 1 in KW 2009/18
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Edelmetall 3-fach Platin3-fach Platin3-fach Platin1-fach Gold
Label Columbia D. / Sony Music Domestic
Vertrieb Sony Music
Produktionsland Deutschland Deutschland
Bestellnummer 97 41237-2
EAN-Code
0886974123729
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Genre Rock & Pop
Format 1 CD (Longplay)
Auslieferung KW 2009/12
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Interpret(en) Silbermond
nach oben MusikWoche-Kritik

Schon die außergewöhnliche Single "Irgendwas bleibt" machte neugierig auf das dritte Album von Silbermond nach "Verschwende deine Zeit" (2004) und "Laut gedacht" (2006). Und in der Tat präsentiert sich die Band auf "Nichts passiert" experimentierfreudig und stilsicher wie nie zuvor.

Sechs Monate arbeitete die Formation um Sängerin Stefanie Kloß und Gitarrist Thomas Stolle in höchster Konzentration an ihrem dritten Album. Und die Mühe hat sich gelohnt, denn Silbermond schlagen mit "Nichts passiert" ein spannendes neues Kapitel ihrer Entwicklung auf. Einprägsame Melodien waren zwar schon immer die Stärke des Quartetts, doch diesmal kombiniert es diese Tugend gekonnt mit exzellenter Rhythmusarbeit und dezent eingesetzten Soundeffekten.

Silbermond haben sich zwar nicht komplett neu erfunden, aber noch nie klangen sie spannender als in Stücken wie "Nicht mein Problem", das sie gemeinsam mit Jan Delay einspielten, oder "Tanz aus der Reihe", das mit Elektronik angereichert ist. Nach zwei Erfolgsalben konnten sich Silbermond erlauben, frei von allen kommerziellen Zwängen für "Nichts passiert" nur das zu tun, was sie für richtig hielten. Und das zahlt sich aus. Einen Höhepunkt von vielen serviert die Band am Schluss mit "Sehn wir uns wieder". Die berührende und rhythmisch anspruchsvolle Midtempo-Ballade entstand in enger Zusammenarbeit mit Xavier Naidoo, der sich hier als perfekter Duettpartner für Stefanie Kloß erweist.

Norbert Schiegl

Quelle: musikwoche.de

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Es geht um Mut. Das vermutet man zunächst nicht unbedingt, wenn man die 4 Musiker sieht, bei denen so viel zusammen gepasst hat: Jugend in der Kleinstadt Bautzen, 1998 ein Bandwettbewerb bei dem sich die Richtigen finden, unheimlich viele Konzerte, einige Nachwuchspreise und schließlich als Lohn des Fleißes der erste Plattenvertrag. Das Debutalbum "Verschwende deine Zeit" erscheint 2004. Stefanie Kloß, Johannes und Thomas Stolle und Andreas Nowak sind nicht mal 20, ziemlich überwältigt und lernen jede Menge über den Musikzirkus und sich selbst. Mit der 3. Single "Symphonie" wird einem größeren Publikum, aber auch den Kritikern, das gewaltige Talent von Silbermond klar. Die jungen Musiker selbst erleben den größten Moment der Verzückung im Angesicht der ersten eigenen Tour im Nightliner.

Auf "Laut gedacht", das 2006 veröffentlicht wird, wollen die Vollblutmusiker ihre Erfahrungen nutzen und schreiben mit Feuereifer Songs, die richtig rocken sollen. Sie wollen beweisen, dass sie keine Eintagsfliegen sind und schaffen es tatsächlich, unter anderem mit "Das Beste", nicht nur ehrlich zu bleiben - sondern ganz nebenbei eine zeitlose Hymne zu komponieren. Wenn so etwas gelingt, ist die Tatsache, dass Album und Single von 0 auf 1 in die Charts stürmen und in den folgenden Jahren der Weg von Silbermond mit Preisen zuhauf gepflastert werden wird, wunderbar - aber kein Grund abzuheben. Auch nicht, als im Dezember des gleichen Jahres Tausende von Fans nach Oberhausen kommen um mit Silbermond die bereits zweite Live-DVD aufzunehmen, die 2007 als Konsequenz des überwältigenden Live-Erfolgs der Rockband erscheint.

Es dauert eine Weile diese Tour de Force in Sachen Traum-Erfüllung zu verarbeiten. Zum ersten Mal gönnen sich Silbermond eine Pause und reflektieren was mit ihnen passiert ist. Jetzt gilt es noch mehr als sonst ein Album für sich selbst zu machen. Eines, das höchsten Ansprüchen - nämlich vor allem den eigenen - genügt. Indem Steff, Johannes, Thomas und Nowi sich auf ihre Stärken konzentrieren, einfach Musik machen und sich soviel Zeit nehmen wie sie brauchen, befreien sie sich vom Druck der Erwartungshaltungen und Erfolgsquoten. 2008 entsteht in 6 Monaten "Nichts passiert" - ein Album, das für die Band vor allem Freiheit bedeutet. Unbeschwert experimentieren sie mit Beats und Genres; laden sich Künstler ein, die ihnen etwas bedeuten und sind am Ende richtig stolz auf 14 Songs, die sich trauen die Wahrheit auszusprechen. Das es nämlich schlicht aber wahrhaftig ist, wenn man sich wünscht, dass auf Worte Taten folgen und perfekte Momente für immer bleiben. Das es schrecklich und gleichzeitig schön ist wenn "Nichts passiert".

Schon in "Irgendwas bleibt" wird die Grundhaltung des Albums deutlich: das Ideal etwas Bleibendes, Grundsätzliches zu schaffen, manifestiert sich in der Sehnsucht die Zeit anzuhalten und in Sicherheit zu sein. Offensichtlich ein Gefühl, das Silbermond mit vielen Menschen teilen - und erneut fertig bringen in Worte und Töne zu fassen, die verstanden werden. Diese erste Single aus "Nichts passiert" ist nicht einfach ein Song - sie ist ein kühnes Statement für eine Band, die 2009 auch erst Mitte 20 ist und ebenso gut den vermeintlich coolen Rausch der Geschwindigkeit abfeiern könnte.

Den 4 Freunden wird im Proberaum und im Studio bewusster denn je, dass Freiheit den Mut voraussetzt loszulassen und aufzubrechen und so entstehen starke, persönliche Songs wie "Ich bereue nichts", "Keine Angst", "Weg für immer" und "Bist Du dabei". Lieder, die aus ganz unterschiedlichen Perspektiven davon erzählen wie das Überwinden von Angst Flügel verleihen kann. Fast zu vernünftig hätte das Album geklungen, hätten die 4 nicht auch ordentlich herumgesponnen. Auch wenn es dann am Ende nicht dazu gekommen ist, einen Besen im Hof als Shaker-Ersatz aufzunehmen, so zeugen "Alles Gute", "Tanz aus der Reihe", "Die Liebe lässt mich nicht" und "Nichts mehr" von gescheiterter Liebe und ganz normaler Wut, von rasender Euphorie und dem puren Schwelgen in allen möglichen musikalischen Ausdrucksweisen. Digitale Beats, ausgeräumte Genreschubladen und ein Buch von Paul Coelho - alles ist Inspiration, alles ist erlaubt.

"Krieger des Lichts" ist ein ganz besonderer Song für die Band. Nicht nur weil er auf einem Buch basiert, sondern weil er vielleicht am konzentriertesten auf den Punkt bringt, was Silbermond auf ihrem dritten Album ausmacht: alle Möglichkeiten stehen offen, weil man nichts zu verbergen hat. Weil die Band ihr Handwerk souverän genug beherrscht um Regeln zu brechen und ihre Schwächen gut genug kennt um ganz natürlich selbstbewusst zu sein. Eine Tatsache, die die Kollaborationen mit Xavier Naidoo und Jan Delay zu echten Herzensangelegenheiten gemacht hat. Aus gegenseitigem Respekt und Sympathie wurde "Seh'n wir uns wieder" in nächtlichen Jamsessions mit Naidoo in Berlin geboren und die Demos von "Nicht mein Problem" machten klar, dass der Hamburger Rapper perfekt für den Song wäre - und die Band hat sich wie üblich nicht mit weniger zufrieden gegeben.

Natürlich kann man Silbermond eine Schmuseband nennen, wie sie es selbst ironisch in "Schick Love" auf "Laut gedacht" getan haben. Selbstverständlich kann man es sich einfach machen und die Musiker auf ihre Herkunft aus dem Osten reduzieren und ihnen vorwerfen, dass sie stets starke Songs ausgekoppelt haben, die zufällig eher die balladesken Stücke ihrer Alben waren.

Aber vielleicht wäre das unangemessen in Anbetracht der Fähigkeit diese Songs erst einmal zu schreiben; in Anbetracht der enormen Wirkung, die sie auf nicht Wenige haben und in Anbetracht der mitreißenden Spielfreude, die die Band jeden Abend auf Tour beweist. Zumindest wäre es nicht sehr mutig. Und genau das sind Silbermond nämlich vor allem: mutig genug einfach sie selbst zu sein.

Quelle: Sony

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  • Nichts passiert (Standard Version)

    Titel der Audiodatei
    Nichts passiert (Standard Version)
    Silbermond
    Rock & Pop


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