Santana IV - Live At The House Of Blues, Las Vegas

Santana

Santana IV - Live At The House Of Blues, Las Vegas Großansicht
Interpret(en) Santana
Label Eagle Vision / Eagle Rock
Vertrieb Edel
Format 1 DVD (Longplay)
Genre Rock & Pop
Auslieferung KW 2016/41
Bestellnummer 1012447ERD
EAN-Code
5034504124479
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Top-100 Longplay Deutschland


Woche KW 2016/47KW 2016/46KW 2016/45  
Rang 865322  
Höchste Position: Rang 22 in KW 2016/45
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Label Eagle Vision / Eagle Rock
Vertrieb Edel
Bestellnummer 1012447ERD
EAN-Code
5034504124479
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Genre Rock & Pop
Format 1 DVD (Longplay)
Auslieferung KW 2016/41
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Interpret(en) Santana
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Die Zuschauer am 21. März 2016 wurden im House Of Blues in Las Vegas Zeugen eines denkwürdigen Konzerts, das tatsächlich das Attribut "historisch" verdient. Denn bis auf den verstorbenen Bassisten David Brown stand hier die Santana-Besetzung auf der Bühne, die die ersten drei Alben aufgenommen und das Woodstock-Festival gespielt hatte und einen Monat nach der Show ihr Reunion-Album "IV" veröffentlichen würde. Dass die alte Bandchemie noch intakt war, hörte man auf der Comeback-Platte, aber vor allem live war sofort wieder jene Magie zu spüren, die das frühe Line-up der Band schon immer ausgezeichnet hatte.

Auf dem Programm standen dabei natürlich nicht nur neue Songs, sondern auch die alten Klassiker der ersten drei Santana-Alben, "Santana", "Abraxas" und "III". So legten die Original-Santana-Mitglieder, die von Benny Rietveld (Bass), Karl Perazzo (Percussion) und David K. Matthews (Keyboards, allesamt von der aktuellen Santana-Besetzung) unterstützt wurden, zugleich mit ihrer Woodstock-Hymne "Soul Sacrifice" los. Aber auch unvergessene Santana-Hits wie "Jingo", "Evil Ways", "Samba Pa Ti" oder "Black Magic Woman" durften ebenfalls nicht fehlen.

Dabei begnügen sich die Musiker nicht damit, lediglich die alten Songs eins zu eins nachzuspielen, sondern füllten die bekannten Arrangements mit neuem Leben, umspielten die Themen, fügten neue Improvisationen an oder spielten sich bei Soli gegenseitig die Bälle zu. Wie Carlos Santana im sehenswerten Interviewteil erklärt, sei die Band im besten Sinne reifer geworden. Man würde nicht mehr wie damals miteinander kämpfen, sondern im Sinne der Musik konstruktiv um noch bessere Musik ringen.

Das hört man vor allem an den Gitarrenduellen zwischen Carlos Santana und Neil Schon, der 1975 die Band verließ, um zusammen mit dem ebenfalls ausgestiegenen Santana-Organisten Gregg Rollie die Band Journey zu gründen. War Neil Schon in den frühen Siebzigern noch ein (wenngleich genialischer) Teenager, so hat er nun als Künstler noch mehr Profil gewonnen und steht ebenbürtig neben seinem alten Lehrmeister.

Dass das Konzert alles andere als ein Nostalgie-Trip ist, merkt man auch an der Publikumsansprache von Carlos Santana, seit vielen Jahren ein traditioneller Bestandteil jeder Santana-Show. Denn neben den Wünschen nach Liebe und Frieden bekommt hier auch der US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump sein Fett weg, den der Künstler in einer Linie mit Richard Nixon oder Ronald Reagan sieht: "It's all the same shit", meint Carlos Santana lakonisch.

Die Stimmung des Konzerts hat die Aufrufung von Donald Trump jedenfalls nicht beeinträchtigt. Gerade durch die Verbindung von alt und neu, von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft hat dieser Mitschnitt aus dem House Of Blues seinen ganz eigenen Reiz. Und von allen offiziell erhältlichen, audiovisuellen Santana-Mitschnitten ist dieser wohl der beste.

Dietmar Schwenger

Quelle: musikwoche.de

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