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Dark Matter

Randy Newman

Dark Matter Großansicht
Interpret(en) Randy Newman
Label Nonesuch
Vertrieb Warner Music
Format 1 CD (Longplay)
Genre Rock & Pop
Auslieferung KW 2017/30
Bestellnummer 7559794033
EAN-Code
0075597940336
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Top-100 Longplay Deutschland


Woche KW 2017/34    
Rang 48    
Höchste Position: Rang 48 in KW 2017/34
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Label Nonesuch
Vertrieb Warner Music
Bestellnummer 7559794033
EAN-Code
0075597940336
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Genre Rock & Pop
Format 1 CD (Longplay)
Auslieferung KW 2017/30
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Interpret(en) Randy Newman
nach oben MusikWoche-Kritik

Randy Newman will es noch einmal wissen. Auf seinem ersten Studioalbum seit neun Jahren geht er in die Vollen und legt sich mit übermächtigen Gegnern an - wie immer mithilfe raffiniert gesponnener Texte.

Seit dem 1988 erschienenen Album "Land Of Dreams" hat sich Randy Newman auf einen Zehnjahresrhythmus bei seinen Studioproduktionen eingepegelt. So ist es - wenn man von mehreren Soundtracks und den drei "Songbook"-Folgen mit reduzierten Piano-Versionen seiner Kompositionen absieht - auch schon wieder neun Jahre her, dass der archetypische Singer/Songwriter mit "Harps And Angels" einen Longplayer mit neuen Songs aufgenommen hat.

Doch nun war die Zeit offenbar reif, das hört man den Stücken auf "Dark Matter" an, die allesamt von hoher Dringlichkeit und einer kreativen Explosion zeugen. Bereits beim ersten Song des Albums spürt man, dass Randy Newman nichts von seiner Bissigkeit und seiner erzählerischen Raffinesse verloren hat. Denn beim grandiosen Eröffnungssong "The Great Debate" setzt sich der 73-Jährige auf gehabt ironische Art und Weise mit den großen gesellschaftspolitischen Fragen unserer Zeit auseinander - von Evolutionstheorie bis Klimawandel.

Genüsslich führt er dabei in einer Art Hörspiel die engstirnigen Reaktionäre vor, ohne sich selbst allzu ernst dabei zu nehmen. Denn plötzlich argumentiert die Gegenseite, dass der Vortragende des Songs, ein gewisser Randy Newman, doch wohl eine äußerst zweifelhafte Gestalt sei. Ein weiteres Meisterwerk auf dem Album ist "Putin", bei dem der Künstler höchst unterhaltsam mit dem russischen Präsidenten abrechnet, indem er die ominösen "Putin Girls" ins Spiel bringt.

Doch die Größe von Randy Newman zeigt sich auch daran, dass er die richtigen Worte für persönliche Geschichten findet. So schildert "Wandering Boy" aus der Sicht eines Vaters das Verhältnis zu seinem abwesenden Sohn, und "Sonny Boy" erzählt die wahre Geschichte des Bluesmusikers Sonny Boy Williamson, dessen Name nach seinem Tod von einem anderen Blues-Künstler übernommen wurde.

Musikalisch bleibt sich Newman treu und changiert zwischen intimen Piano-Arrangements und facettenreichen Orchestrierungen.

Dietmar Schwenger

Quelle: musikwoche.de

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