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Bad Magic

Motörhead

Bad Magic Großansicht
Interpret(en) Motörhead
Label UDR
Vertrieb Warner Music
Format 1 CD (Longplay)
Genre Hard & Heavy
Produktionsland Großbritannien
Auslieferung KW 2015/35
Bestellnummer 2564-60774-3
EAN-Code
0825646077434
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Rang 9197826543
Höchste Position: Rang 1 in KW 2015/38
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Label UDR
Vertrieb Warner Music
Produktionsland Großbritannien Großbritannien
Bestellnummer 2564-60774-3
EAN-Code
0825646077434
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Genre Hard & Heavy
Format 1 CD (Longplay)
Auslieferung KW 2015/35
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Interpret(en) Motörhead
nach oben MusikWoche-Kritik

Motörhead sind mittlerweile ein Thema im Feuilleton geworden, auch wenn es dort dann zumeist um ein Theoretisieren über die ewigen Werte des Rock'n' Roll geht, für die dann Lemmy Kilmister als Paradebeispiel herangezogen wird. Dabei wird oft übersehen, dass die vor 40 Jahren gegründete Band nach wie vor relevante, aktuelle Musik macht und konstant gute Alben abliefert.

Denn die Formation gehört zu jenen rar gesäten Gruppen, denen es gelungen ist, keine wirklich schlechten Longplayer zu produzieren. "Aftershock" war 2013 in der langen Liste an Studiowerken sogar ein herausragendes Album. Auch wenn "Bad Magic" diese Qualität nicht ganz erreicht, so ist der Band mit ihrer 22. Produktion doch ein überdurchschnittlich starkes Album gelungen: Das Aggressionslevel ist durchgängig hoch und gleich die ersten Songs machen unmissverständlich klar, das Motörhead keine Gefangenen machen.

Schnell, hart und laut - das sind noch immer die Adjektive, die den Motörhead-Sound am besten beschreiben. Aber wenn man genau hinhört, merkt man den Songs durchaus an, warum Lemmy stets die Beatles stets als seine Vorbilder beim Songwriting bezeichnet. Denn Stücke wie das eröffnende "Victory Or Die", "The Devil" oder "Electricity" bieten unter dem harten Gitarren- und Drums-Donner viele melodische Widerhaken, die dafür sorgen, dass sich Motörhead-Songs beim geneigten Hörer sofort festsetzen.

Man könnte "Bad Magic" als eine Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln charakterisieren, aber das Album ist alles andere als eine Retro-Platte. Motörhead haben vielmehr immer auf die Gegenwart reagiert, ohne freilich ihre Ideale und Soundästhetik zu verraten. So experimentierten Lemmy und Co. in den 80er und 90er Jahren etwa mit anderen Produktionstechniken und haben sich in den vergangenen Jahren auf "The Wörld Is Yours", "Aftershock" und nun auch "Bad Magic" auf einen kompromiss- und schnörkellosen Sound festgelegt, der perfekt zur Bandphilosophie und den härter gewordenen Zeiten auf diesem Planeten passt.

Auffällig auf "Bad Magic" ist jedoch eine gewisse Selbstreflektion. "Till The End" ist etwa eine bewegende Ballade über die eigene Vergänglichkeit geworden. Und auch "When The Sky Comes Looking For You" setzt sich mit der Frage auseinander, ob und bei wem man für das zahlen muss, was man im Leben angestellt hat. Wer nun aber denkt, dass der 69-jährige Lemmy, der in den vergangenen Jahren mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, nun zu einem weinerlichen Poeten der Innerlichkeit geworden ist, liegt natürlich völlig falsch. In "Thunder & Lightning" gibt er darauf eine klare Selbstauskunft: "You'll get more pussy when you're in a band. I always wanted the scream in the night, I always wanted the noise and the fight. Standing on stage the thrill never fades, the ultimate rage." Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Dietmar Schwenger

Quelle: musikwoche.de

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