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All One Tonight - Live At The Royal Albert Hall

Marillion

All One Tonight - Live At The Royal Albert Hall Großansicht
Interpret(en) Marillion
Label Ear Music
Vertrieb Edel
Format 1 DVD (Longplay)
Genre Rock & Pop
Auslieferung KW 2018/30
Bestellnummer 0213278EMU
EAN-Code
4029759132783
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Woche KW 2018/37KW 2018/36KW 2018/35KW 2018/34KW 2018/33
Rang 8277594721
Höchste Position: Rang 21 in KW 2018/33
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Label Ear Music
Vertrieb Edel
Bestellnummer 0213278EMU
EAN-Code
4029759132783
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Genre Rock & Pop
Format 1 DVD (Longplay)
Auslieferung KW 2018/30
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Interpret(en) Marillion
nach oben MusikWoche-Kritik

Mit einem triumphalen Auftritt in der alt-ehrwürdigen Royal Albert Hall in London setzten Marillion am 13. Oktober 2017 ein Glanzlicht in ihrer langen Karriere. Dem über zweieinhalbstündigen Mitschnitt gelingt es dabei mustergültig, das audiovisuselle Konzept der Band einzufangen.

Mit zwei Vorurteilen hatten sich Marillion immer wieder auseinanderzusetzen: Zu Beginn ihrer Karriere in der ersten Hälfte der 80er-Jahre warfen ihnen Kritiker und Progrock-Fans vor, dass sie zu sehr wie die frühen Genesis klingen würden. Und als dann 1988 Sänger Fish die Band verließ, mussten sich Marillion viele Jahre lang anhören, dass dessen Nachfolger, Steve Hogarth, nicht an den Originalsänger herankommen würde. Auch wenn ein Gegenbeweis bei beiden Vorwürfen längst nicht mehr nötig wäre, so ist der neue Konzertmitschnitt, den das Edel-Label earMusic auf DVD und als Blu-ray veröffentlicht, doch ein musikalisches Ausrufezeichen, das die Erfolge und Leistungen von Marillion seit 1989, dem Beginn der Hogarth-Ära, eindrucksvoll unterstreicht.

Denn es spricht für das Selbstbewusstsein der Band, dass sich in dem gut zweieinhalbstündigen Konzert kein einziger Song aus den Fish-Jahren findet. Mehr noch: Das erste Set bestreiten Marillion allein mit Songs aus ihrem aktuellen Studioalbum, "Fuck Everyone And Run (F E A R)" aus dem Jahr 2016. Statt auf Nummer sicher zu gehen und eine Best-Of-Werkschau aufzuführen, fordern Marillion ihre Zuhörer mit dem neuen Material heraus, das sich wiederum größtenteils auf zwei epische Suiten konzentriert - wohl wissend, dass ihre Fans genau das von der Band erwarten und schließlich auch bekommen.

Auch im zweiten Set warten Marillion mit einer Überaschung auf, als sie gemensam mit einem Streichquartett plus Flöte und Französischem Horn auftreten, wodurch Stücke wie "The Space" aus dem ersten Album mit Hogarth, "Seasons End", noch einmal an Intensität gewinnen. Ein weiterer Pluspunkt des Konzertmitschnitts liegt in der Sorgfalt der Umsetzung, der kreativen Bildregie sowie dem kongenial zur Musik passenden Schnitt. Vor allem die Bilder aus der Totalen fangen den raumgreifenden, audiovisuellen Anspruch von Marillion perfekt ein, wenn sich etwa das Innere der Royal Albert Hall in ein reines Lichtermeer verwandelt.

Und apropos Royal Albert Hall: In einem Punkt haben Marillion Genesis auf jeden Fall übertroffen. Denn die Band um Peter Gabriel und Phil Collins ist zeitlebens nie im Allerheiligsten unter den britischen Spielstätten aufgetreten.

Dietmar Schwenger



Quelle: musikwoche.de

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