The Night Shines Like The Day

Kristin Asbjørnsen

The Night Shines Like The Day Großansicht
Interpret(en) Kristin Asbjørnsen
Label Emarcy / UMI
Vertrieb Universal Music
Format 1 CD (Longplay)
Genre Jazz & Blues
Auslieferung KW 2009/23
Bestellnummer 178 990-4
EAN-Code
0602517899049
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Label Emarcy / UMI
Vertrieb Universal Music
Bestellnummer 178 990-4
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0602517899049
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Genre Jazz & Blues
Format 1 CD (Longplay)
Auslieferung KW 2009/23
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Interpret(en) Kristin Asbjørnsen
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Mit ihrem zweiten Soloalbum erreichte die Norwegerin in ihrem Heimatland bereits Platz zwei der Longplaycharts. Nun kommt auch das deutsche Publikum in den Genuss der subtilen balladesken Songs von Kristin Asbjørnsen, die sie herzerwärmend und mit sinnlicher, erotischer Ausstrahlung vorträgt.

Ihre beeindruckende Stimme changiert dabei zwischen zartem Flüsterton und angerautem, rauchigen Timbre. Die stilistische Bandbreite reicht von kammermusikalischem Singer/Songwriter-Pop über Folk und Barjazz bis hin zu Soul, Blues, Gospel und Weltmusikangklängen, die vor allem Mitmusiker Olav Torget mit seinen Beiträgen auf der westafrikanischen Konting-Laute einbringt.

Auf ihrem ersten Sololongplayer "Wayfaring Stranger" hatte die zuvor in mehreren Bands aktive Kristin Asbjørnsen Spirituals aus einer Songbooksammlung interpretiert, die ihr die afroamerikanische Sängerin Ruth Reese kurz vor ihrem Tod übergab. "The Night Shines Like The Day" enthält dagegen ausschließlich Titel aus Asbjørnsens Feder, die laut ihren eigenen Worten "von starker Hoffnung zeugen und dem Glauben daran, dass auch etwas Zerbrochenes noch in Schönheit verwandelt werden kann." Und tatsächlich schaftt es die feinfühlige Songpoetin, dass ihre Kompositionen zwar von typisch skandinavischer Melancholie, Traurigkeit und Wehmut durchzogen sind, aber auch immer wieder Silberstreifen am Horizont und glückliche Momente beschwören und somit letztlich tröstlich und aufbauend wirken.

Das komplexe und doch eingängige Stück "Snowflake", in dem Asbjørnsens stimmliche Variationsmöglichkeiten ausgiebig zur Geltung kommen, das arabisch angehauchte "Afloat", die Gänsehautballade "And I Long To See You Again", der akkordeonverzierte Walzer "I'm Too Heavy Now" oder das fast ausgelassene, mit gospeligen Chören angereicherte "Walk Around Me" sind Paradebeispiele dafür, dass die Norwegerin das Zeug hat, um in der ersten Liga der internationalen Singer-/Songwriter-Garde mitzuspielen. Nicht weniger intensive Hörerlebnisse garantieren "Moments", ein getragenes Lied mit sublimer Trompetenuntermalung durch ihren berühmten Landsmann Nils Petter Molvær, das bluesgetränkte, geheimnisvolle und experimentierfreudige "Rain, Oh Lord" sowie das innige Finale "Lose".

Kristin Asbjørnsen macht mit ihrem bewegenden und ausgereiften Album ein Angebot, das man nicht ausschlagen sollte. Denn wer dieser ausdrucksstarken Frau sein Ohr schenkt, wird reich belohnt.

Frank Medwedeff

Quelle: musikwoche.de

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Kaum in Norwegen veröffentlicht, schoß Kristin Asbjørnsens zweites Soloalbum "The Night Shines Like The Day" dort gleich auf den zweiten Platz der Pop-Charts hoch. Es ist das erste Album der Sängerin, das ausschließlich eigene Texte und Kompositionen enthält. Ihre ausdrucksvollen und faszinierend schönen Songs, die überwiegend sehr ruhig und zugleich dennoch intensiv sind, spiegeln die vielfältigen musikalischen Erfahrungen wider, die die 37jährige im Laufe ihrer rund fünfzehnjährigen Karriere machte. Asbjørnsens Musik enthält - in immer wieder neuen Zusammensetzungen - Elemente von Jazz, Folk, Blues, Rock, Pop, Gospel, Spiritual und afrikanischer Musik. Und ihre oftmals rauh klingende Stimme steht dabei in reizvollem Kontrast zu den sanften, wunderschönen Melodien.

In den Songs, die Kristin Asbjørnsen für dieses Album schrieb, geht es vor allem um Verlust und Verlangen. Kristin schrieb die Urfassungen der Lieder zu Hause am Piano und entwickelte sie später im Studio mit den an der Aufnahme beteiligten Musikern weiter, bis sie ihre jetzige Form annahmen. So erhielten die Songs ihren eindringlichen und geradezu einzigartigen Ensembleklang. Auf unwiderstehliche Weise mischen sich hier beispielsweise die exotischen Sounds von Olav Torgets westafrikanischer Konting-Laute mit jenen von Svante Henrysons Cello, Jostein Ansnes' Lap-Steel-Gitarre und Tord Gustavsens Piano. Manchmal fühlt man sich an die unter die Haut gehenden afroamerikanischen Spirituals von Asbjørnsens gefeiertem Solodebütalbum "Wayfaring Stranger" erinnert, manchmal an ihre wunderbaren Duo-Auftritte mit Tord Gustavsen.

"Ich lud einige der Musiker ein, die in den letzten Jahren für mich sehr wichtig gewesen sind", erzählt Kristin Asbjørnsen. "Die Art, wie sie an meine Songs herangingen und ihnen solche Ausdruckskraft und Schönheit gaben, hat mich zutiefst berührt. Ich fühle mich sehr geschmeichelt."

Die Arrangements zeugen von einer Menge Detailliebe und gaben den Songs ihre Gestalt, ließen den Musikern aber auch viel Raum für verspielte, spontane Interaktionen. Die Musik - oft zärtlich und melancholisch im Ausdruck - wahrte dennoch ihre Einfachheit und die warme Intimität, aus der heraus die Songs geboren wurden.

"The Night Shines Like The Day" ist sehr stark vom Thema Liebe geprägt. Von dem Verlangen zu umarmen und umarmt zu werden. "Seit diese Songs in mir heranwuchsen, haben sie eine lange Reise hinter sich gebracht. An dieser Musik zu arbeiten war sowohl beruhigend als auch eine Herausforderung. Wenn alles auseinanderfällt und es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt, erleben wir es manchmal, daß ein Hoffnungsschimmer die Dunkelheit durchbricht und Konturen eines neuen Blickwinkels und einer neuen Richtung erzeugt - genau das wollte ich im Titel des Albums zum Ausdruck bringen: 'The Night Shines Like The Day'. Diese Songs zeugen von starker Hoffnung und dem Glauben daran, daß auch etwas Zerbrochenes noch in Schönheit verwandelt werden kann."

Kristins Arbeiten begeistern Kritiker und Publikum nun schon seit fast fünfzehn Jahren. Mit ihrer unverwechselbaren Stimme, die scheinbar mühelos das gesamte Spektrum von bluesig-rauh bis balladesk-lieblich abdeckt, ihrer stets von Hoffnung geprägten Melancholie und ihrer unbändigen Energie ragt sie weit aus dem Meer der anderen songschreibenden skandinavischen Sängerinnen hervor. Bekannt für ihren ausgesprochen eigenen Stil, hat sie ihre musikalischen Wurzeln gleichermaßen in der Singer/Songwriter-Tradition als auch in der grooveorientierten Weltmusik.

Die am 12. Mai 1971 geborene Kristin Asbjørnsen begann ihre Karriere 1994 als Mitglied des weiblichen Gesangsquartetts Kvitretten, das sie zusammen mit Solveig Slettahjell, Eldbjørg Raknes und Tone Åse bildete. Alle vier Sängerinnen haben seitdem unterschiedliche musikalische Wege beschritten, doch eines verbindet sie nach wie vor: das Faible für äußerst originell gewählte Texte. 1995 stieß sie außerdem zu einer Band namens Coloured Moods, aus der fünf Jahre später Dadafon hervorgehen sollte. Nachdem sich die Kvitretten aufgelöst hatten, verfolgte Asbjørnsen ihre Karriere als Sängerin der Bands Krøyt und Dadafon weiter. Vertont wurden dabei unter anderem Texte von Walt Whitman und Charles Bukowski sowie von norwegischen Dichtern wie Anne Bøe, Ragnhild Lund Ansens und Tale Næss. Asbjørnsen wirkte als Vokalistin außerdem an der Aufnahme von Pianist Ketil Bjørnstads politisch gefärbtem Album "Seafarer's Song" (Universal, 2004) mit und schrieb die Musik für den Film "Factotum". In diesem porträtierte der norwegische Regisseur Bent Hamer das harte Leben Bukowskis. Der Soundtrack, den Asbjørnsen u.a. mit ihren Kollegen von Dadafon und dem Pianisten Tord Gustavsen einspielte, erschien 2006 bei Milan Records. Mit Tord Gustavsen kann man Kristin Asbjørnsen auch öfter im Duett erleben. Im Mai 2007 war sie außerdem Stargast des Nymark Collective (dem auch Gustavsen angehört), als das Quartett des Trompeters Kare Nymark Jr. im Osloer Cosmpolite-Club und beim Natjazz-Festival in Bergen auftrat. Dabei wurde das Material für das im letzten Jahr erschienene Live-Album "Bessie Smith Revisited" mitgeschnitten.

Kristin Asbjørnsens Solodebütalbum "Wayfaring Stranger" erschien in Norwegen im Herbst 2006 und knapp ein Jahr später auch in Deutschland (und anderen europäischen Länder). Es bestand aus Spirituals, die die aus Chicago stammende afroamerikanische Sängerin Ruth Reese in einem Songbook gesammelt hatte, das sie kurz vor ihrem Tod 1990 Asbjørnsen übergab. Und in bessere Hände, darüber waren sich Presse und Musikfans einig, hätte Reese diese Spirituals kaum legen können.

Gemeinsam mit Tord Gustavsen, Olav Torget, Svante Henryson, Knut Aalefjær, Jostein Ansnes, Sizwe Magwaza und als Gast (in dem Stück "Moment") Trompeter Nils Petter Molvær hat Kristin Asbjørnsen nun ihr zweites Soloalbum "The Night Shines Like The Day" aufgenommen, das man als ihre wahre musikalische Visitenkarte betrachten darf.

Quelle: Universal

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    The Night Shines Like The Day
    Kristin Asbjørnsen
    Jazz & Blues


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