Come Out And Play

Kim Wilde

Come Out And Play Großansicht
Interpret(en) Kim Wilde
Label Columbia SevenOne / Sony Music Domestic
Vertrieb Sony Music
Format 1 CD (Longplay)
Genre Rock & Pop
Produktionsland Großbritannien
Auslieferung KW 2010/34
Bestellnummer 97 75820-2
EAN-Code
0886977582028
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Top-100 Longplay Deutschland


Woche KW 2010/44KW 2010/43KW 2010/42KW 2010/41KW 2010/40
Rang 7940342724
Höchste Position: Rang 10 in KW 2010/37
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Label Columbia SevenOne / Sony Music Domestic
Vertrieb Sony Music
Produktionsland Großbritannien Großbritannien
Bestellnummer 97 75820-2
EAN-Code
0886977582028
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Genre Rock & Pop
Format 1 CD (Longplay)
Auslieferung KW 2010/34
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Interpret(en) Kim Wilde
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Dass sie am 18. November 2010 ihren 50. Geburtstag feiert, hört und sieht man der Engländerin bei diesem bemerkenswerten Comeback wahrlich nicht an. Denn mit Sound und Wucht knüpfen die 13 neuen Tracks an ihre besten Phasen in den Achtzigern an; Kim Wilde wirkte schon lange nicht mehr so frisch und verführerisch wie auf diesem, ihrem elften Studioalbum.

Zur Strahlkraft des Projekts trugen viele inspirierte und motivierte Kollaborateure bei; als Executive Producer fungierte dabei Henrik Gümoes, A&R-Freelancer für Starwatch Music. Und so erscheint das Album auch auf SevenOne, dem gemeinsamen Label von Sony Music und der ProSieben-Abteilung Starwatch.

Die Liste der Mitwirkenden ist lang. Zunächst nimmt man erfreut zur Kenntnis, dass mit Glenn Gregory (Heaven 17) bei "Greatest Journey" und Nik Kershaw bei "Love Conquers All" zwei Kollegen aus den Achtzigern als Gäste mit von der Partie sind. Der zweite Blick offenbart, dass bei "Love Conquers All" auch Paul Humphreys von OMD als Produzent und beim Programming mitgemischt hat. Doch nicht nur Humphreys sorgte dafür, dass die Keyboards und Synthesizer jenen typischen warmen Analogklang der 80er-Jahre haben, ohne dünn und scheppernd zu klingen wie damals - auch in Person von Philip Larsen ist ein Prouzent und Programmierer am Werk, der schon für The Human League, Kylie Minogue, Britney Spears oder La Roux arbeitete und zum Beispiel "Loving You More" mit einem Sound veredelt, der beste Erinnerungen an früher wachruft, aber dennoch nicht nostalgisiert.

Damit aber gar nicht erst die Gefahr eines Retrotrips aufkommt, wirken auch einige jüngere Könner mit, und so kommen Freunde des skandinavischen Powerpop auf ihre Kosten, wenn die Produzenten Fredrik Thomander und Anders Wikström ('N Sync, No Angels) in Stücken wie "King Of The World" oder "Hey! You!" Hand anlegen. "Hey! You!" ist auch dank des Keyboarders René Munk Thalund und des Gitarristen Kristian Riis, beide von der dänischen Band Nephew, ein besonders spritziges Highlight im Programm.

Last but not least mischt natürlich, wie seit eh und je, Kim Wildes jüngerer Bruder Ricky als Produzent, Gitarrist, Bassist und Backgroundsänger mit, und auch dessen Tochter Scarlett steht mit am Mikro. So kriegt dieses Album erstaunlich elegant die Kurve vom Flair der Achtziger zum modernen Popdesign, und mit "My Wish Is Your Command" - mit schöner Soloarbeit des walisischen Gitarristen Peredur ap Gwynned - kommt auch heftiger Rock nicht zu kurz. Lediglich an manchen Stellen hätte die Produktion ein wenig schlanker ausfallen können, und ob "Lights Down Low" als einer der schwächsten Tracks der beste Kandidat für die erste Single war, muss man bezweifeln.

Fazit: Hier ziehen alle an einem Strang; man hat sich was gedacht bei der Konzeption von Kim Wildes Comeback. Und deshalb ist auch was Vernünftiges dabei herausgekommen. Vermutlich wird die Engländerin in ihrer zweiten Karriere - sie ist preisgekrönte Landschaftsgärtnerin - eine Weile kürzer treten müssen.

Manfred Gillig-Degrave

Quelle: musikwoche.de

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Die Charakteristik der Popmusik ist vor allem die akustische Entsprechung aktueller Kunstformen. Am besten umgesetzt mit genialen, minimalistischen Short Storys, den Nimbus eines zeitgemäßen Lebensstils vertretend, und in ein orchestrales Klangbett verpackt.

Die Kunst der Popmusik ist es, Alltäglichkeiten, befreit vom akademischen Dogma, zu erspüren. Einfach gesagt: Herausragende musikalische Grooves transportieren originelle Lyrics von heute.

Nur wenigen Künstlern ist im Laufe der großen Zeit der Popmusik diese Identifikation mit Wirklichkeit und originellen Sounds so gut gelungen wie KIM WILDE. Schon ihre erste Single "Kids in America" wurde zum Welthit. 1981, gerade mal 20 Jahre alt, war sie über Nacht zum Weltstar avanciert. Es folgten bis heute zehn Alben und 30 Singles, es folgten grandiose Erfolge und gut 20 Millionen Verkäufe. Hits wie "Chequered Love", "You Keep Me Hanging On" - Nr. 1 in den USA -, "Water On Glass", "Cambodia"- mehr als eine Million davon allein in Frankreich verkauft -, die UK Top Tens "Another Step (Closer To You)", "Never Trust A Stranger", "Four Letter Word" oder "View From A Bridge" festigten den Ruf KIM WILDES als Princess of Pop. 1988 lud sie der King of Pop Michael Jackson ein, mit ihm auf Tour zu gehen. Fünf Monate lang war sie Supportstar von Jackson und trat live vor insgesamt mehr als zwei Millionen Menschen bei den Konzerten auf. Daran und an die anschließende Tour mit David Bowie erinnert sie sich: "Es waren meine musikalischen Helden. Ich erinnere mich noch an die Tour mit Michael Jackson - wir waren in diesem unglaublichen Zirkus unterwegs. Es war eine wahnsinnige Erfahrung. Und ich denke, am liebsten wäre es Michael gewesen, dieser Zirkus wäre immer so weiter gegangen. Es war wunderbar, ihn so nahe zu erleben, fantastisch diese Momente der Perfektion. Und es war unglaublich, eine Weile sogar damit assoziiert zu werden."

KIM WILDE erhielt im Laufe ihrer Karriere beinahe alle nur möglichen musikalischen Auszeichnungen, unter anderem den Brit Award als "Best British Female Singer".

Im August 2010 erscheint die neue Single von KIM "Lights Down Low" vorab zum neuen Album "Come Out And Play", von dem Kim sagt: "Es wurde ein Album, das an die 80er erinnert, aber dennoch typisch 21. Jahrhundert ist." Damit kann sie nahtlos an ihren letzten großen Erfolg von 2003 anknüpfen, das Duett "Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann (Anyplace, Anythere, Anytime)", das sie gemeinsam mit Nena interpretierte und das Wochen lang in einigen europäischen Ländern unter den Top Ten platziert war. Sehr bewusst wollte sich die britische Künstlerin weder von tickenden Uhren noch von abgerissenen Kalenderblättern bedrängen lassen. "In den vergangenen Jahren habe ich viele großartige Bühnenerfahrungen sammeln können", sagt KIM WILDE rückblickend, "ich bin heute sicherlich eine andere als in den 80er Jahren, ich bin gewachsen und habe zu mir selbst gefunden."

Neben ihrer Arbeit im Aufnahmestudio oder auf der Bühne schrieb KIM WILDE Bücher, moderierte TV-Shows und Radiosendungen und etablierte sich als hoch angesehene Gartenarchitektin. "Die Arbeit an dem aktuellen Album hat mir jetzt enorm viel Spaß gemacht, und da dachte ich schon das eine oder andere Mal, ich hätte nicht solange damit warten sollen. Andererseits: ich habe inzwischen viel anderes Schönes erlebt, ich habe zwei Kinder großgezogen und konnte es mir erlauben, dazu noch unterschiedliche andere künstlerische Herausforderungen zu meistern. Jedenfalls: Besser später als gar nicht."

Kim wurde in London als Tochter des Rock'n'Roll Sängers Marty Wilde und seiner Frau Joyce ("The Vernons Girls") geboren. "Musik und Kreativität bestimmten mein ganzes Leben", sagt sie heute. "Mein Vater ist 71 und er macht immer noch seine Konzerttouren, er steht seit über 50 Jahren auf der Bühne. Meine Mutter war Mitglied einer der ersten Girlgroups. Mein Bruder Ricky ist ein fantastischer Songwriter und Produzent. Dieses Gen setzt sich in unserer Familie offenbar fort: Meine Tochter Rose spielt Klavier und singt wunderbar, und ich bin heute schon sicher, dass sie auch einmal auf der Bühne stehen und Musik machen wird."

Ricky Wilde, der Kim auch bei "Come Out and Play" musikalisch als Produzent zur Seite stand, sagt: "Klar ist da noch eine ganze Menge 80er Jahre Popmusik verpackt, aber es ist andererseits auch eine neue, gereifte Kim, die ihre Songs präsentiert und eine Menge eines fantastischen Lebensabschnitts mit eingebracht hat und ihren Horizont erweitert hat." Über die Künstlerin sagt er: "Sie ist immer gut gelaunt im Studio und voll professionell. Sie weiß genau, was sie will, nicht nur musikalisch, auch von den Texten her, und sie ist sehr fokussiert. Das bringen die Jahre: Je mehr du tust, desto mehr lernst du und du wirst damit selber besser und besser. Heute liebt Kim die Musik mehr als jemals zuvor. Und das reißt uns alle mit."

KIM WILDE: "Der Anfang meiner Karriere war so: Lippenstift...Videos...TV, die Oberflächlichkeit der 80er Jahre. Für damals herrlich, aber mein Leben ist weitergegangen und hat sich gedreht, so wie das ganze Leben weiterläuft. Es ist wunderbar im Studio zu sein, es ist wunderbar auf der Bühne zu sein, es ist wunderbar so viele unterschiedliche Erfahrungen machen zu dürfen. Das alles ist es, was mich antreibt."

KIM WILDE ZU IHREN SONGS:

"King Of The World" "Ich wollte mit dem Song meinem Freund Patrick, der an Herzversagen starb, ein Denkmal setzen. Er war ein großartiger Kerl und dieser Song wurde eine Hommage an seine Persönlichkeit."

"Lights Down Low": "Ein typischer Kim Wilde-Song, eine starke Hook und sehr sexy. Das war ein Willkommensgeschenk meiner neuen Plattenfirma Starwatch, die mir diesen Song angeboten hat. Dafür werde ich sie immer lieben. Selten habe ich noch von einem Label solch einen starken Song bekommen. Deshalb ist es auch unsere erste Single geworden."

"Real Life": "Das Leben sollte wie ein wunderbares Buch sein, voll von außergewöhnlichen Kapiteln, Charakteren, Herausforderungen und natürlich Liebe. Ehrlichkeit, Romantik und Poesie - das sind drei meiner Lieblingswörter."

"Greatest Journey": "Das Lied habe ich gemeinsam mit Ricky, meinem Bruder, geschrieben. Wir haben lange über Dinge wie das Universum, Spiritualität und den Sinn des Lebens geredet und kamen zu dem Schluss, dass diese große Reise nicht einfach ihr Ende finden kann, wenn man die Welt verlässt. Glenn Gregory von Heaven 17 hat uns hierbei musikalisch unterstützt. Ricky und ich sind große Fans, wir waren völlig aus dem Häuschen, als er ins Studio kam, um den Song mit uns aufzunehmen."

"I Want What I Want": "Sehr starke Melodie und sehr frecher Text. Ich bin ein Fan von frechen Lyrics, das macht einfach großen Spaß zu performen und war schon immer ein Markenzeichen von Kim Wilde.

"Love Conquers All": "Nik Kershaw ist auf diesem Track gefeatured. Seine Alben sammle ich seit Jahren. Es war unglaublich aufregend mit einem weiteren meiner musikalischen Helden zusammenzuarbeiten."

"Hey! You!": "Come out and play" (Dt. "komm raus und spiele") ist eine Zeile in diesem Song, aber auch das Grundgerüst für das ganze Album und somit der Titel des Albums. Ich wollte nämlich, dass jedes einzelne Lied live oder auf der Bühne funktioniert."

"Suicide": "In diesem Song geht es um die Gier. Wie oft wollen wir mehr, als wir brauchen? Und das in so vielen Phasen unseres Lebens. Immer und überall: Zu viel Zucker, zu viel Hochmut, zu viel Öl...die Liste ist endlos. Ich fürchte, die Gier wird uns Menschen immer besiegen, und es gibt wenig Hoffnung, dass sich das irgendwann ändert."

"This Paranoia": "Auf diesen Song bin ich ganz besonders stolz, denn ich konnte meinen Sohn Harry da zu einem Gitarrensolo bewegen. Er spielt seit einigen Jahren wirklich sehr gut Elektrogitarre, und ich dachte, dieses Stück könnte eine große Herausforderung für ihn sein. Er kam tatsächlich am Aufnahmetag ins Studio und spielte, und wir anderen hielten den Atem an und dachten nur 'wow!'"

"Loving You More": "Das ist ein wunderbares Lied, das mir mein Bruder vor vielen Jahren vorgespielt hat, das aber bis jetzt nicht eingespielt wurde. Es erinnert mich an eine klassische 60er Jahre Ballade mit einer wunderbaren Melodie und einer Menge Dramatik."

"Get Out": "Erfüllt eines meiner Albumkriterien, dass mindestens ein Song mit Biss zu finden sein muss. Ich hab schon immer Lieder gemocht, bei denen ich die Chance bekam, auch eine andere Seite von mir zu zeigen. Sich in Szene zu setzen kann einfach manchmal herrlich sein! Ich liebe diesen Song."

"My Wish Is Your Command": "Mein Bruder Ricky und meine Nichte Scarlett haben 'My Wish' geschrieben. Ich bin besonders stolz darauf, dass mein alter Gitarrist Perry Ap Gwynned von der Drum-'n'-Bass-Band Pendulum darauf ein göttliches Rock-Solo spielt."

"Jessica": "Das ist der Name unseres über alle Maßen geliebten Hundes. Ein Airdale Terrier, sieben Jahre alt und Familienmitglied. Ich schrieb diesen Song in Stockholm in einer einzigen Nacht. Ich konnte nicht einschlafen und plötzlich hatte ich das Lied im Kopf - und dann auf meinem iPhone."

Mit größter Differenziertheit der insgesamt dreizehn Tracks für sich schufen KIM WILDE, ihr Bruder Ricky und ein weiteres Team renommierter Produzenten ein opulentes Ganzes, außergewöhnlich in Musikalität und Sprachschöpfung. Kim: "Seit genau 30 Jahren bin ich jetzt im Musikgeschäft, im Herbst werde ich 50 Jahre alt und 'Come Out And Play' ist für mich sicherlich mein bestes Album seit 20 Jahren."

Kurz gefasst: KIM WILDE ist im Heute angekommen.

Quelle: Sony Music

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    Come Out And Play
    Kim Wilde
    Rock & Pop


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