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For Crying Out Loud

Kasabian

For Crying Out Loud Großansicht
Interpret(en) Kasabian
Label Columbia / Sony Music International
Vertrieb Sony Music
Format 1 CD (Longplay)
Genre Rock & Pop
Auslieferung KW 2017/18
Bestellnummer 85 41801-2
EAN-Code
0889854180126
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Top-100 Longplay Deutschland


Woche KW 2017/21    
Rang 27    
Höchste Position: Rang 27 in KW 2017/21
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Label Columbia / Sony Music International
Vertrieb Sony Music
Bestellnummer 85 41801-2
EAN-Code
0889854180126
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Genre Rock & Pop
Format 1 CD (Longplay)
Auslieferung KW 2017/18
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Interpret(en) Kasabian
nach oben MusikWoche-Kritik

Als swingende Schamanen subtiler Sensibilität fielen die Mannen um Sänger Tom Meighan und Gitarrist und Songschreiber Serge Pizzorno bislang eher nicht auf. Auch das sechste Album von Kasabian dürfte an dieser Rezeption nichts ändern. Doch es ist gut.

Es kommt schneller zur Sache als zum Beispiel der Vorgänger, "48:13" (2014), wo sich die Band aus Leicester, UK, ein wenig in verspielten Soundeskapaden mit Elektronik-schnörkeln verhedderte. Auf verkopftem Terrain kommen Kasabian halt nicht immer trittsicher voran. Krawall statt Krawatte, das ist schon eher ihr Ding.

Die Probe aufs Exempel liefern sie mit "For Crying Out Loud", wo sie - wie schon mit ihrem zweiten Werk, "Empire" (2006) - ohne Umschweife zur Sache kommen und gut geölt ihre Fitnessübungen an den Indierock-Hanteln durchziehen. Schon die ersten zehn Sekunden des wunderbar krawalligen Einstiegstitels "Ill Ray (The King)" signalisieren, dass sich Kasabian mit diesem Album nicht verzetteln wollen.

Anders als früher, als er schon mal ein gutes Jahr für einen Longplayer brauchte, setzte sich Serge Pizzorno fürs Songwriting diesmal einen Zeitrahmen von lediglich sechs Wochen, "um ein Album wie in den guten alten Zeiten zu schreiben", wie er sagt. "Ich habe darauf geachtet, dass kein Gramm Fett zu viel an den Liedern ist. Schließlich sollten es klassische Songs werden - ganz ohne Maßlosigkeit und ohne Unnötiges, das nicht auf die Platte gehört."

Über weite Strecken geht diese Rechnung auf, auch wenn Pizzorno & Co. zwischendurch dann doch ein wenig abdriften - beispielsweise mit der etwas in die Länge gezogenen dancelastigen Nummer "The Party Never Ends", mit der Funk-Etüde "Are You Looking For Action" (inklusive Saxophon und Soundkulisse à la Roxy Music) oder mit dem elektronischen Reggae-Groove von "Sixteen Blocks".

Doch unterm Strich liefern Kasabian einen Karton mit ein paar Stücken Konfektionsware und vielen Knallern ab, die sich bestens zum Mitgrölen bei Fußballspielen oder im Pub um die Ecke eignen. In dieser Schatulle findet der geneigte Hörer Glamrock ("Good Fight", auch hier wieder mit entfernten Anklängen an Roxy Music) und melodische Balladen wie "All Through The Night"; er kann sich mit einem bulligen Pubrock-Holzschnitt wie "Bless This Acid House" betäuben oder bei einem Lovesong wie "Put Your Life On It", der als Retro-Klopper mit Reminiszenzen an die Plastic Ono Band serviert wird, beim Chorus mit Tränen in den Augen mitsingen.

Und er darf sich über leichtgängige Popnummern wie "Wasted" oder eine galoppierende Rumpelstilzchenhymne wie "Comeback Kid" freuen, in der sogar synthetische Bläser zum Auftakt und Orgelgedöns (mittendrin) ihren Platz finden. Oder widerwillig zugestehen, dass selbst ein eher dünnes Fun(k)-Punk-Brett wie "You're In Love With A Psycho" seine Wirkung nicht verfehlt und als Single hervorragend funktioniert.

Manfred Gillig-Degrave

Quelle: musikwoche.de

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