Universal Music Domestic Rock/Urban (UDR)
Programm
Wir Kinder vom Bahnhof Soul
Jan Delay
| Interpret(en) |
Jan Delay |
|---|---|
| Label | Buback / Vertigo / UDR |
| Vertrieb | Universal |
| Format | 1 CD (Longplay) |
| Genre | Black & Soul |
| Produktionsland | Deutschland |
| Auslieferung | KW 2009/33 |
| Bestellnummer | 271 189-5 |
| EAN-Code |
0602527118956
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Edelmetall
Label Buback / Vertigo / UDR Vertrieb Universal Produktionsland Deutschland
Bestellnummer 271 189-5 EAN-Code 0602527118956Genre Black & Soul Format 1 CD (Longplay) Auslieferung KW 2009/33 - nach oben Künstler
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Interpret(en) Jan Delay
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Mit "Mercedes-Dance", seinem zweiten Soloalbum, sprach Jan Delay vor drei Jahren ganz neue Hörerschichten an. Mehr als 200.000 verkaufte Einheiten sprechen in dieser Hinsicht für sich. Seine Vorlieben für den dynamischen Funk-Sound der 70er Jahre und für schräge Wortspiele im Titel lebt er mit "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" (Vertigo/Universal) nun noch konsequenter aus.
Jan Phillip Eißfeld alias Jan Delay hat in den vergangenen zehn Jahren immer wieder neue Herausforderungen angenommen. War sein Solodebüt, "Searching For The Jan Soul Rebels" (2001), noch geprägt von der Liebe zu Reggae und Dancehall, so veränderte sich fünf Jahre später bei "Mercedes-Dance" der stilistische Bezugsrahmen deutlich in Richtung Funk. Einen ähnlich großen Sprung wie damals zwischen den ersten beiden Longplayern gibt es nun allerdings nicht zu vermelden. Jan Delay taucht auf "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" mit seiner Band Disco No 1 noch tiefer ins Funkuniversum ein und frönt ungeniert seiner Vorliebe für Chic und Johnny Guitar Watson, was er mit jeder Menge anschmiegsamer Melodien garniert. Der kommerzielle Erfolg des letzten Albums und vor allem fleißiges Touren haben Jan Delay ein finanzielles Polster verschafft, mit dem er zwei Jahre ohne jede Einnahmen durchhalten kann, sagt er. "Ich habe mir eine Fangemeinde erspielt, bei der ich mir sicher sein kann, dass sie Bock auf die geilen Konzerte hat, auch wenn alles andere floppt", erklärt der Meister. "Natürlich weiß man auch da nie mit absoluter Sicherheit, ob sich am Ende die riesigen Investitionen lohnen werden, die wir zum Beispiel in unser neues Liveprogramm gesteckt haben, um das nächste Level zu erreichen."
Doch solche Bedenken halten Delay nicht davon ab, als Künstler weiterhin so unabhängig wie möglich zu agieren. Auch das neue Werk, das in enger Zusammenarbeit mit Produzent Kaspar "Tropf" Wiens (Dynamite Deluxe) entstand, hat Delay völlig unabhängig produziert. "Wie das letzte Album haben wir auch diese Produktion an Universal lizenziert. Der Bandübernahmevertrag ist quasi die Mutter des Urvertrauens von subkulturellen HipHop-Künstlern in die Majorplattenindustrie. Diese Vertragsform war der Grund dafür, warum wir in den 90er Jahren dachten, so kann man eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe jetzt mal angehen." Trotz seiner Soloaktivitäten kann sich Jan Delay auch für ein neues Album der Beginner erwärmen, mit denen er einst zuerst für Aufsehen sorgte. "Das wird aber sicher noch mindestens zwei Jahre dauern. Ich bin schon sehr gespannt darauf, denn mit den Beginnern kann die Reise überall hingehen. Es wird, so schätze ich jedenfalls, sehr clubbig und tanzbar ausfallen."
Auch wenn sich Delay kaum vorstellen kann, dass er in Zukunft wieder zum klassischen HipHop zurückkehrt, prägt die Grundhaltung dieser Szene bis heute seine Soloarbeit, obwohl man die HipHop-Einflüsse auf "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" oft kaum noch bemerkt. Länger als ein Jahr feilte er zusammen mit Disko No 1 an den zwölf neuen Songs, bis jedes Detail passte. "Diesmal war meine Band viel stärker in die Komposition der einzelnen Stücke mit einbezogen als bei der letzten Platte. Ich habe diesmal das Album gemacht, das ich eigentlich schon vor drei Jahren aufnehmen wollte. Und das funktioniert nur mit einer richtigen Band." Alle Beteiligten gingen davon aus, dass die neue Methode den Produktionsprozess erheblich beschleunigen würde. "Am Ende hat es dann aber doch sehr viel länger gedauert als bei ,Mercedes-Dance'."
Norbert Schiegl
Quelle: musikwoche.de - nach oben Pressetext
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Gut zehn Jahre sind mittlerweile vergangen, seit es an der Station St. Pauli Landungsbrücken ordentlich Bambule gab. Zehn Jahre, in denen der Zug meist in gesundem Transrapidtempo Richtung Zukunft durch die Nacht rollte und dabei mehr Leute mitnahm, als man jemals zu träumen gewagt hatte. Im Sommer 2009 ist nun der nächste Halt erreicht.
Für alle zu spät Geborenen, Taubblinden und Peter-Maffay-Fans noch einmal kurz im Zeitraffer: Geboren 1976 in Hamburg-Eppendorf, gründet Jan-Philipp Eißfeldt 1991 mit unter anderem Denyo, DJ Mad und Pladin Mardin die Absoluten Beginner. Auf dem traditionellen Demo-Weg landet man bei Buback Tonträger, dem Label des ehemaligen Goldene-Zitronen-Drummers Ale Dumbsky, und veröffentlicht dort Schallplatten voll ungestüme Sozialkritik und juvenil überbordender Kreativität. 1998 erscheint schließlich in der heute klassischen Dreierbesetzung und unter klarer Rückbesinnung auf das 2-Turntables-2-Mics-ein-Flash-Prinzip das Album "Bambule", das nicht nur ein sattes Stück Deutschrap-Folklore (Eimsbush Bassment, Mongo Clikke) in ein unbedingt zwingendes Gerüst aus Beats und Rhymes kleidet, sondern auch einen Boom epochalen Zuschnitts lostritt. Es ist der Summer of '99, Hamburg der Mittelpunkt der Welt, und die Beginner die ersten Styler unter Gleichen auf dem trojanischen Ritt durch Kartoffelvivakirmestechnoland.
In der Folge wird Eißfeldt zu Jan Delay (weitere Aliase bitte ergooglen und hier einfügen, alle Einsendungen mit zwischen 33 1/3 und 45 gültigen Nennungen werden mit einem Aufklebetattoo von Curtis Icefield, einem Handylogo von Boba Fett und dem halblinken, unteren Teil des DJ Flashdance-Starschnitts belohnt) und versöhnt eine ganze Generation erst mit Nena und dann mit Reggae, um schließlich in den Mercedes Dance SLK-2006 zu steigen, zwischendurch mit den Beginnern ein waschechtes Nummer-Eins-Album abzuliefern, und überhaupt so ein, zwei Takte beizutragen zur allgemeinen Entkrampfung im Spannungsfeld zwischen Soul, Funk, Fernsehen und den ewigen Stlprflln des germanischen Konsonantenwaldes. Mit seinem dritten Soloalbum "WIR KINDER VOM BAHNHOF SOUL" zielt Jan Delay nun noch eine Etage höher, das erklärte Ziel heißt "Wetten, dass...?" aufwärts. Denn there's no business like business. Und there's sowieso no disco like Disko Nr. 1.Eineinhalb Jahre lang hat sich Jan mit seiner Band und seinem Mit-Produzenten Kaspar "Tropf" Wiens (Dynamite Deluxe, La Boom) im Boogie Park zu Ottensen, im Vox Klangstudio und im hauseigenen Verschlag eingesperrt, um in zahllosen spontanen Studioraves jeden einzelnen Takt zum veritablen Spektakel auszufuchsen. Mit Johnny Guitar Watson und Chic im iPod. Und mit der, in knapp 150 gemeinsamen Auftritten gewachsenen Gewissheit, hier demnächst ein Monster von der Leine zu lassen, das mindestens zwei Spielzeiten lang alle Fußballstadien von Vechta bis Eimsbüttel verwüsten wird.
War "Mercedes Dance" noch "ein neuer Jan, ein neuer Anfang", so ist "Wir Kinder vom Bahnhof Soul" die konsequente Fortführung, Verdichtung und ultimative Ausflashung einer über drei Jahre gereiften musikalischen Vision. Natürlich ist da noch immer der PE- und Just Blaze-geschulte Beatschmied. Natürlich ist da noch immer der Vollblutemcee, dem zu jedem Thema auf Anhieb drei blöde Sprüche und dreihundert noch bessere Reime
einfallen. Aber vor allem ist da ein Musikliebhaber, der seit frühester Kindheit mit einer heilsamen Vollfettdiät aus Prince, Bob Marley, Udo, Michael Jackson, Nina, Nile Rogers, Dexy's Midnight Runners und Frank Zappa gefüttert wurde, und diesen Vibe der späteren Siebziger und frühen Achtziger nun mit einer Horde von Könnern und Kennern passgenau zu rekreieren sucht. Der jedes Detail vom Maßanzug bis zum Pressepromostörgelaber mit manischer Akribie verfolgt und dabei wundervolle Lieder schreibt, die zeitgemäß sind und doch zeitlos. Und der bei all dem die zwei Weisen aus dem Morgengrauen an seiner Seite weiß, die auch im Sommer 2009 noch den Shit tight machen: Tropf am Co-Flash, Sound und Mischer. Und ab der Mixphase Matthias Arfmann als Co-Produzent an der Erfahrung aus unzähligen Studio-Sessions mit den Kastrierten Philosophen, Patrice und den Beginnern. Plus Eiz am Stil. Plus Disko No. 1.
Entstand "Mercedes Dance" größtenteils noch nach den Spielregeln von HipHop, so war vor allem die Rhythmusgruppe dieser hanseatischen Antwort auf Ocean's 11 diesmal bereits an der allerersten Demorunde entscheidend beteiligt - Jost "J-Fresh" Nickel an den Sticks, Jonas "Love Jones" Landerschier an den Tasten, Loomis "Loomie Loo" Green an den sechs und Ali "Big Al" Busse an vier Saiten. Dazu wurde in bester HipHop-Tradition ins eigene ("Large"), gerne aber auch in alle anderen Hörner gestoßen, die die Johnny Blazers so auftreiben konnten. So blasen Lieven Las Vegas, Käptn Kacza und Johnny Johnson einmal mehr zur Jagd auf hüftsteife Babylonier, für die eine Trompete von Stefan Mross gespielt wird und ein Saxophon maximal von Joshua Redman. Einen sauberen Air Max machten schließlich die Delaydies Esther Cowens, Ngoné Thiam und Myra Maud draus, denn Background-Vocals sind bekanntlich immer noch das Ahhh und Uuuh eines jeden anständigen Welthits.
Die Themenpalette ist dabei nach wie vor die ganz große, reicht von den Kleinigkeiten des Alltags (die Liebe, die Moral, das Leben) über all jene Mechanismen, die das Universum in ihrem Innersten zusammenhalten (die nächste Clubrunde Cuba Libre, Fremdscham über Geschmacksverirrte mit Ambitionen in der nterhaltungsbranche, gute Musik). Egal ob der Delay Lama auf "Kommando Bauchladen" die globale Schreckensherrschaft von Starkie und Pimbucks geißelt oder mit "Hoffnung" ein Liebeslied von kristalliner Schönheit in die Booth haucht. Egal ob er auf "Oh Jonny" das gewissenlose Arschloch um die Ecke einem kleinen Realitätscheck unterzieht, oder mit "Abschussball" den ultimativen Soundtrack zum ganz normalen Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit morgens um halb sieben auf der Tanzfläche liefert. Egal ob er am Meckern, am Huldigen, am Sezieren, am sich Verzehren oder einfach nur am Raven ist: Er tut es mit seiner ureigenen Sensibilität für großes Kino, dem weltfettesten Grinsen im Gesicht, und dieser Fähigkeit, die augenscheinlich schroffsten Widersprüche in vollendeter Harmonie zu vereinen wie Cap und Capper auf Afterhour. Schwarzer Humor und schwarze Mucke eben, schwarzer Block und schwarze Zahlen.
Nächste Station: Bahnhof Soul. Und da gibt's dann... den derbsten Rave der Welt. Für immer und uns alle.
Quelle: Universal - nach oben Mediathek
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