Chuck

Chuck Berry

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Interpret(en) Chuck Berry
Label Dualtone / Decca / UMI
Vertrieb Universal Music
Format 1 CD (Longplay)
Genre Rock & Pop
Auslieferung KW 2017/23
Bestellnummer -

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Top-100 Longplay Deutschland


Woche KW 2017/26    
Rang 31    
Höchste Position: Rang 31 in KW 2017/26
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Label Dualtone / Decca / UMI
Vertrieb Universal Music
Bestellnummer -
Genre Rock & Pop
Format 1 CD (Longplay)
Auslieferung KW 2017/23
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Interpret(en) Chuck Berry
nach oben MusikWoche-Kritik

Vor seinem Tod hat Chuck Berry noch ein letztes Studioalbum aufgenommen, auf dem er mit unnachahmlicher Meisterschaft das vorlebt, womit er Generationen von Musikern geprägt hat: Rock'n' Roll, rasante Riffs und raffinierte Texte.

Bei Chuck Berry denkt man vor allem an den schier unglaublichen Katalog an klassischen Singles, mit denen er in den 50er- und 60er-Jahren Geschichte geschrieben hat. Dass man ihn weniger mit einzelnen Alben in Verbindung bringt, mag daran liegen, dass das Album sich erst dann zur bestimmenden Kunstform entwickelte, als Chuck Berry vor allem auf den Bühnen dieser Welt zu finden war, um live den Rock'n' Roll zu predigen.

So erschien sein bislang letztes Studioalbum, "Rock It!", 1979, erst in den Jahren vor seinem Tod am 18. März machte er sich noch einmal an die Arbeit, um sein Vermächtnis aufzunehmen. Doch von Altersmüdigkeit ist bei den zehn neuen Songs auf "Chuck" nichts zu spüren. Tracks wie das eröffnen- de "Wonderful Woman" oder "Big Boys" sind flotte Rock'n'Roll-Nummern, angetrieben von den markanten Chuck-Berry-Riffs auf der Gitarre, wie nur er sie spielen kann.

Statt eines Allstar-Albums, wie etwa der Livemitschnitt seines Geburtstagskonzerts zum 60. Ehrentag im Jahr 1987, ist "Chuck" bis auf wenige Ausnahmen ein Familienalbum geworden. Seine Tochter Ingrid ist auf einigen Tracks zu hören, sein Sohn Charles Berry Jr. spielt Gitarre und sein Enkel, Charles Berry III, ist ebenfalls an den sechs Saiten zu hören. Als Gaststar wirkt zudem der US-Gitarrist Gary Clarke Jr. mit.

Und der Erfindungsreichtum von Chuck Berry ist ungebrochen, wenn er etwa bei "Lady B. Goode" die Geschichte von "Johnny B. Goode" um eine weibliche Variante erweitert. Zu den Höhepunkten des Albums gehören aber auch das von lateinamerikanischen Rhythmen beeinflusste "Jamaica Moon" oder die beeindruckende, düstere Spoken- Word-Performance bei "Dutchman", mit der sich Chuck Berry in die Rock'n' Roll-Ewigkeit verabschiedet.

Dietmar Schwenger



Quelle: musikwoche.de

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