Sony Music Entertainment

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Doug Morris

Doug Morris Großansicht

Geboren: 23.11.1938


Biografie
Der Sohn eines Rechtsanwalts und einer Ballettlehrerin unternahm nach einem Studium an der Columbia University und dem Armeedienst in Frankreich seine ersten Schritte im Musikgeschäft in den 1960er-Jahren als Songwriter beim Musikverlag Robert Mellin. Aus seiner Feder stammten u.a. Hits von Brownsville Station ("Smokin' in the Boys Room") und The Chiffons (Sweet Talkin' Guy"). 1965 heuerte der heute 66-Jährige beim Label Laurie Records als Autor und Produzent an und stieg dort schnell zum Geschäftsführer auf. 1970 gründete Morris das Label Big Tree, das acht Jahre später vom Vertriebspartner Atlantic Records übernommen wurde. Damit begann die 17 Jahre dauernde Ära Doug Morris bei Warner Music. Zunächst erhielt er 1978 die Leitung von Atco, dem Label, das Big Tree schluckte. Drei Jahre später wurde er President von Atlantic. Unter dem damaligen Warner-Music-Chef Bob Morgado, mit dem er sich zahlreiche Machtkämpfe lieferte, stieg Morris 1989 zuerst zum CEO und ein Jahr später zum Chairman & CEO von Atlantic auf. Diese Funktion teilte er sich mit Atlantic-Gründer Ahmet Ertegun, der über Morris einmal sagte: "Von allen Leuten, mit denen ich zusammengearbeitet habe, war Doug der ehrlichste. Ihm fehlt, was die Franzosen arrière-pensées nennen, Hintergedanken. Es ist unglaublich, aber wir hatten in all den Jahren nie einen Streit, und wir verließen das Büro nie, ohne einander zu umarmen." Auch für Morris war die Zusammenarbeit mit der Branchenlegende eine wichtige Begegnung. Im Interview mit MusikWoche verriet er: "Ahmet war ein gigantisches Plus in meinem Leben." Unter Morris' Leitung kam Anfang der 90er-Jahre ein Reihe von Führungskräften zu Atlantic, die Warner Music über Jahre hinaus prägen sollten. U.a. übernahmen Val Azzoli, Danny Goldberg, Sylvia Rhone, Jimmy Iovine (inkl. Interscope Records) und Jason Flom Spitzenpositionen in der Firma. Anfang 1994 übernahm Morris als President & COO die Gesamtleitung über Warner Music U.S., bis Ende des Jahres stand Chairman & CEO auf seiner Visitenkarte. Sein Vertrag sollte bis Ende 1999 laufen, doch bereits Mitte 1995 kam es zu unüberbrückbaren Differenzen mit dem neuen Musikvorstand im Time-Warner-Konzern, Michael Fuchs. Am 21. Juni musste Morris seinen Hut nehmen, selbst eine Abfindung wollte Time Warner nicht bezahlen - man warf ihm Versäumnisse in der Unternehmensleitung vor. Wenig später tauchte Morris als Spitzenkraft bei MCA Records wieder auf, der Firma, die zum Seagram-Konzern unter der Leitung von Edgar Bronfman jr. gehörte. Bronfman hatte schon länger ein Auge auf Morris geworfen, Seagram war damals mit rund 15 Prozent an Time Warner beteiligt. Ab 1996 übernahm Morris bei MCA die Leitung von Al Teller, das Unternehmen wurde zu Universal Music. Zwei Jahre später kaufte Seagram PolyGram für 10,6 Mrd. Dollar und verschmolz den Major mit Universal - die seither größte Plattenfirma der Welt entstand. Bronfman gab im Zuge der Fusion Morris den Vorzug vor seinem PolyGram-Gegenspieler Alain Lévy und machte ihn zum Leiter des weltweiten Geschäfts. Als Chairman & CEO der Universal Music Group blieb Morris auch nach der Übernahme des Majors durch den französischen Mischkonzern Vivendi Universal in der Verantwortung. Sein aktueller Vertrag bei der UMG läuft bis 2009.
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