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Berlin, 01.12.2017, 11:07  GamesMarkt | Märkte

Games-Studie: Autoren fordern politische Impulse

Prof. Dr. Oliver Castendyk und Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow (v.l.)
Prof. Dr. Oliver Castendyk und Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow (v.l.)  
In Berlin wurde heute die Studie "Die Computer- und Videospielindustrie in Deutschland. Daten - Fakten - Analysen" vorgelegt, die erste bundesweite Studie zur Gameswirtschaft in Deutschland. Erste Ergebnisse wurden bereits im Vorfeld der gamescom veröffentlicht. Unter anderem ist seit August bekannt, dass die rund 650 deutschen Gamesfirmen weltweit 2,74 Mrd. Euro Umsatz generieren. Davon werden aber gerade einmal 13,6 Prozent in Deutschland generiert. In manchen Sparten wie dem Konsolengeschäft spielen deutsche Firmen faktisch keine Rolle.

Andere Erkenntnisse sind neu, beispielsweise gibt es jetzt auch Angaben zur Umsatzrendite und zur geschäftlichen Entwicklung, detailliertere Angaben zur Beschäftigung - aktuell gibt es 14.000 Beschäftigte in der Spieleentwicklung und rund 600 Absolventen spezifischer Ausbildungs- bzw. Studiengänge pro Jahr -, zu den Quoten ausländischer Hersteller und anderen Daten zum Status quo und zu der Entwicklung des Spielemarkts in Deutschland und der deutschen Spielefirmen.

Wichtige Aspekte der Studie sind aber auch generelle Markttendenzen, der Vergleich mit anderen Standorten und welche Maßnahmen es insbesondere im Bereich der Förderung gibt. Die Autoren stellten klar, dass es wirtschaftliche und politische Herausforderungen deutschen Unternehmen zunehmend erschweren, sich international im Wettbewerb zu behaupten.

Vor allem die massive Förderung der Branche in und durch Kanada, Großbritannien und Frankreich wurde namentlich genannt. Insgesamt gelte es, Chancen und Herausforderungen der deutschen Branche realistisch zu beurteilen und politisch die richtigen Schlussforderungen zu ziehen, so die Autoren. Anders gesagt: Es liegt in der Hand der Politik Impulse für die deutsche Gamesbranche zu setzen.

Erstellt wurde die Studie unter der Projektleitung von Prof. Dr. Oliver Castendyk und unter Mitwirkung von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow von der Universität Paderborn. Gefördert und finanziert wurde sie von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, der Senatskanzlei Berlin und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie den Verbänden BIU und GAME.

Die Studie ist bei der Hamburg Media School kostenfrei abrufbar.


Quelle: GamesMarkt.de

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