Superbanner
 
Berlin, 24.04.2017, 13:05  GamesMarkt | Märkte

Förderung: GAME schlägt Alarm

- Großansicht
Der GAME-Verband warnt vor einem Absturz der deutschen Spielebranche in die internationale Bedeutungslosigkeit. Der Branchenverband forderte daher eine umfangreiche neue Förderpolitik. Es bedarf einer substanziellen Förderung im Umfang von 100 Millionen Euro für kulturelle und innovative Spieleentwicklungen kleiner und mittlerer Unternehmen in Deutschland, so der GAME. Das Förderkonzept des GAME wurde unter Leitung von Prof. Dr. Malte Behrmann innerhalb der letzten zwei Jahre durch die Mitglieder und einen eigens dafür gebildeten Arbeitskreis erarbeitet.

Prof. Dr. Malte Behrmann leitet den GAME-Arbeitskreis für das Förderpapier Großansicht
Prof. Dr. Malte Behrmann leitet den GAME-Arbeitskreis für das Förderpapier  
"UNESCO, EU und Bundestag haben Computerspiele bereits seit geraumer Zeit als kulturell wertvoll anerkannt. Allerdings hat die deutsche Computerspielentwicklung heute immer weniger Relevanz - gerade auch im Vergleich zum deutschen Markt -  und die aktuelle Entwicklung führt weg von vielfältiger, innovativer Entwicklung. Andere Mediengattungen und Länder haben dieses Problem längst erkannt und wirken dem bereits erfolgreich mit Förderung entgegen", so Behrmann.

Prof. Dr. Breitlauch, die stellvertretende Vorstandsvorsitzende des GAME: "Deutschland hat in der letzten Dekade die kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Bedeutung von Games unterschätzt. In der Folge ist die deutsche Gamesbranche mit einem internationalen Marktanteil von unter einem Prozent auf dem Weg in die Bedeutungslosigkeit. Der kulturelle und wirtschaftliche Schaden, der dadurch droht, kann nur durch ein umfassendes und nachhaltiges Förderkonzept verhindert werden, welches in der nächsten Legislaturperiode verabschiedet werden muss."

Das vollständige Förderkonzept will der GAME innerhalb der nächsten Wochen veröffentlichen und den entsprechenden staatlichen Stellen zukommen lassen, um eine rasche und konstruktive Diskussion über die weiteren Schritte noch vor der Bundestagswahl 2017 zu gewährleisten.

Die wichtigsten Punkte des GAME-Förderpapiers im Überblick:

  • Förderung im Umfang von 100 Millionen EUR für kulturelle und innovative Spieleentwicklungen in Deutschland
  • Mittelverwendung: 20 Prozent Konzepte und Prototypen, 60% Projekte (bei 10% Eigenanteil), 10 Prozent Infrastruktur und 10 Prozent Forschung
  • Unterscheidung zwischen selektiver und automatisierter Förderung
  • Zentrale Kenngrößen: Kulturelle Relevanz, ökonomisches Potenzial, technologisch sowie nicht technologisch geprägte Innovationen, Transferpotenzial
  • Neben reinen Produktionskosten sollen auch Marketingkosten gefördert werden können


Ende 2016 hatte der BIU ebenfalls einen Vorschlag für ein steuerbasiertes Fördermodell veröffentlicht.


Quelle: GamesMarkt.de

Mit einem Abo können Sie diesen Artikel kommentieren.


Mehr News zu den Märkten

Gamesmarkt.Daily

GamesMarkt.daily

Unser kostenloser Newsletter informiert Sie täglich über die Geschehnisse der Gamesbranche.

KOMMENTARE

  • Noch kein Kommentar vorhanden.

Unser kostenloses Angebot

Programmplaner

 
Sky_right