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München, 11.04.2018, 10:01  GamesMarkt | Märkte
Thema: #DCP

DCP 2018: Politische Statements statt glamouröser Selbstinszenierung

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Die Gewinner des DCP 2018 (Bild: Getty Images/Quinke Networks/DCP)
Es war ein kurzweiliger, es war ein gelungener Abend, als am 10. April im Münchner Kesselhaus der Deutsche Computerspielpreis 2018 verliehen wurde. Einen großen Anteil daran hatte zweifelsfrei erneut Moderatorin Barbara Schöneberger, die sich selbst als "Award-Babsi" titulierend, immer den richtigen Ton mit dem richtigen Spruch traf und den überraschten Siegern Brücken baute, ob diese nun eher wortkarg auf der Bühne standen oder vor Rührung die Tränen kaum zurückhalten konnten.

Der DCP in München hat damit die gelungene Showleistung des Vorjahres bestätigt. Der Preis ist vom Bühnenprogramm wohl durchdacht, bestens strukturiert und organisiert. Ein Preis wie jeder andere Kulturpreis ist der DCP aber auch nach zehn Jahren nicht. Tatsächlich geht es dort im Vergleich zur glitzernden Musik- und Filmwelt sympathisch wenig selbstdarstellerisch zu. Das mag auch daran liegen, dass die Stars der Games-Szene, YouTuber wie PietSmiet, eben so sind, wie sie sind: der sympathische Zocker von nebenan.


Deutscher Computerspielpreis 2018 (16 Bilder)

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Der DCP unterscheidet sich aber auch deshalb von Echo & Co. weil Branche und Teile der Politik lange um ihn Kämpfen mussten und der Kampf noch nicht Jahrzehnte her ist. Wohl auch deshalb war der DCP 2018 auch ein Abend des politischen Statements. Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder machte der Branche seine Aufwartung, übrigens als erster bayerischer Ministerpräsident, obwohl der DCP zweijährlich im Wechsel mit Berlin in der bayerischen Landeshauptstadt stattfindet. Söder verkörperte auch inhaltlich eine neue Generation bayerischer Politiker, denen sehr wohl bewusst ist, dass man mit dem Laptop, das zur Lederhosen gehört, auch mal spielen kann.

Auch Dorothee Bär meldete sich per Videobotschaft zu Wort und verkündete eine Rückkehr des DCP in die Zuständigkeit des "Bundeskanzlerinnenamts". Die Fragen, wann und zu wem, sind zwar noch offen, aber das Signal ist da und es ist stark. Last not least bewies Lars Klingbeil nicht nur Humor hinsichtlich der SPD, sondern führte der Branche auch vor Augen, dass sie selbst einen erheblichen Anteil daran trägt, dass die Anerkennung des eSport als Sport im Koalitionsvertrag verankert wurde. Und zu DFB-Präsident Reinhard Grindel sagte Klingbeil: "Den kriegen wir auch noch überzeugt."

Und die Preise? Hier sah man viele verdiente Gewinner und einige schöne Überraschungen. Team des Abends ist natürlich Barrel Roll Games, die mit "Witch It" gleich drei Trophäen erhielten. Und irgendwie auch Handy Games. Die Unterfranken bekamen nach zehn Jahren erstmals einen DCP.

Die Gewinner des DCP 2018

  • Bestes Deutsches Spiel (dotiert mit 110.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 60.000 Euro): "Witch It" von Barrel Roll Games, Hamburg
  • Bestes Kinderspiel (dotiert mit 75.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 40.000 Euro):"Monkey Swag" von Tiny Crocodile Studios & kunst-stoff, Berlin
  • Bestes Jugendspiel (dotiert mit 75.000 Euro zuzüglich Medialeistungen im Gegenwert von 40.000 Euro): "Witch It" von Barrel Roll Games, Hamburg
  • Bestes Serious Game (dotiert mit 40.000 Euro): "Vocabicar" von Quantumfrog, Oldenburg
  • Bestes Mobiles Spiel (dotiert mit 40.000 Euro): "Card Thief" von Arnold Rauers, Berlin
  • Bestes Gamedesign (dotiert mit 40.000 Euro): "TownsmenVR" von Handy Games, Giebelstadt
  • Beste Innovation (dotiert mit 40.000 Euro): "HUXLEY von Exit Adventures, Berlin
  • Beste Inszenierung (dotiert mit 40.000 Euro): "The Long Journey Home", Daedalic Entertainment Studio West, Düsseldorf
  • Bestes Internationales Spiel (undotiert): "Assassin's Creed Origins" von Ubisoft
  • Beste Internationale Spielewelt (undotiert): "Horizon Zero Dawn" von Guerilla Games/Sony Interactive Deutschland
  • Bestes Internationales Multiplayer-Spiel (undotiert): "Witch It "Barrel Roll Games, Hamburg
  • Nachwuchspreis mit Konzept: "Ernas Unheil "(1.Platz und 35.000 Euro) von Aileen Auerbach, Jessica Bodamer, Lisa Forsch, Olga Trinova, Talea Sieckmann / HTW Berlin. "Sunset Devils" (2. Platz und 15.000 Euro) von Andreas Illenseer/Carl-Hofer-Schule, Karlsruhe
  • Nachwuchspreis mit Prototyp: "Fading Skies" (1.Platz und 35.000 Euro) von Marc Fleps, HAW Hamburg."Realm of the Machines" (2. Platz und 15.000 Euro) von Julian Ludwig, Sebastian Jantschke, Stefan Held, Wanuscha Nourbakhsh, Alina von Petersdorff, Sharon Schwaab, Maximilian Miesczalok, David Ernst, Pascal Marschar/Mediadesign Hochschule München
  • Publikumspreis (undotiert): "ELEX" von Piranha Bytes, Essen
  • Sonderpreis der Jury (undotiert): Friendly Fire (Charity Aktion)


Aufzeichnung des DCP 2018 in voller Länge:




Quelle: GamesMarkt.de

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