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Berlin, 25.01.2017, 11:04  GamesMarkt | Märkte

Causa Gauselmann nötigt neuen BIU-Chef Falk zum Handeln

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BIU-Geschäftsführer Felix Falk (Bild: Dirk Mathesius)
Es war eine kleine Meldung, die große Wellen schlug. Mitte Januar kündigte der Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware den Beitritt einiger Firmen zu seinen Netzwerken BIU.Dev und BIU.Net an, darunter auch die "Game-Design-Sparte von Gauselmann", wie es in der Pressemitteilung hieß. Wenige Tage später brach auf Facebook jedoch eine öffentliche und hitzige Debatte los. Der Grund: Die Firma Gauselmann ist hauptsächlich im Glücksspielbereich tätig, betreibt über 250 "Casino Merkur-Spielotheken" und Onlinecasino-Websites. Nun wurde der Druck auf den BIU zu groß.

Ebenfalls auf Facebook erklärte der seit kürzlich im Amt befindliche Geschäftsführer Felix Falk: "Die Voraussetzung zur Aufnahme war 2016 die feste Zusage des Unternehmens, dass lediglich der Bereich bei BIU.Dev Mitglied wird, der sich fernab von Glücksspielen mit der Entwicklung von klassischen Games für Smartphones und Tablets beschäftigt. Hierfür wurde zum Austausch über klassische Dev-Themen die Mitgliedschaft in das BIU.Dev-Netzwerk angeboten. Bei der tiefergehenden Prüfung hat sich jetzt aber gezeigt, dass das Unternehmen über keinen wesentlichen Anteil der Spieleentwicklung außerhalb von Glücksspielen verfügt bzw. sich solche Themen nicht eindeutig von den sonstigen Glücksspiel-Unternehmungen trennen lassen, sodass wir uns von der adp Gauselmann GmbH als Netzwerk-Mitglied mit sofortiger Wirkung getrennt haben."

Dass zwischen Beginn der Diskussion und seiner Äußerung Tage vergingen erklärte Falk mit dem Umstand, sich erst in die Details einzuarbeiten. So sei die Entscheidung zur Aufnahme bereits 2016 gefallen, als Falk noch gar nicht im Amt war. Gleichzeitig nutzte Falk die Gelegenheit, den BIU von der Glücksspielbranche zu distanzieren: " Eines möchte ich hier in diesem Zusammenhang auch direkt klarstellen: Der BIU hat nie und wird unter meiner Leitung auch nie die Interessen von Glücksspiel-Anbietern vertreten!"


Quelle: GamesMarkt.de

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