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London, 20.03.2017, 12:42  GamesMarkt | Märkte

Britischer Spielemarkt erzielt 2016 Rekordergebnis

Die Entwicklung im britischen Softwaremarkt laut UKIE Großansicht
Die Entwicklung im britischen Softwaremarkt laut UKIE  
Der britische Spielemarkt ist 2016 gewachsen und hat mit einem Gesamtumsatz von 4,33 Mrd. Pfund - umgesrechnet 5,00 Mrd. Euro - einen neuen Rekordwert erreicht. Das vermeldet der britische Branchenverband UKIE. Herzstück des UK-Markts ist der Bereich Software, der erstmals ein Volumen von über drei Mrd. Pfund erreichte. Laut UKIE gab es innerhalb der Software zum Teil erhebliche Verschiebungen vor allem zu Gunsten des Digitalmarkts. Der Umsatz in den Unterkategorien "Digital and Online" sowie "Mobile Games" stieg um 11,1 bzw. 16,9 Prozent, wohingegen die Segmente "Boxed Software" und "Pre-Owned" um 15,2 bzw. 3,3 Prozent zurückgingen.

Im Bereich Hardware vermeldet UKIE zum Teil deutliche Umsatzrückgänge, die jedoch zumindest teilweise durch die neue Subkategorie "VR-Hardware" wett gemacht wurden. Und bei den rund 100 Mio. Pfund umfassenden Sonstigen Umsätzen ragt vor allem der Merchandisingbereich mit fast 67 Mio. Pfund Umsatz heraus.

Die Entwicklung im Hardwarebereich laut UKIE Großansicht
Die Entwicklung im Hardwarebereich laut UKIE  


Ein Vergleich mit den Marktdaten aus Deutschland ist jedoch kaum möglich. Einerseits gibt es noch keine Daten für 2016. Im Vergleich mit den deutschen Daten aus 2015 wäre der britische Spielemarkt jedoch etwa doppelt so groß wie der deutsche Spielemarkt. Allerdings wäre ein direkter Vergleich auch deshalb unseriös, weil sich die UKIE-Daten erheblich von den BIU-Daten unterscheiden was Umfang und Methodik betrifft. So erfasst der BIU bspw. den Bereich "PC Gamer Hardware" gar nicht. Da der deutsche PC-Spielemarkt jedoch deutlich größer ist, ergibt sich hieraus eine bedeutsame Lücke.

Zudem stellt UKIE die britischen Gesamtmarktdaten aus sieben verschiedene Quellen zusammen. Während die Retail-Daten von der GfK stammen liefert Super Data die Digitalzahlen, NPD die Daten zum Merchandising und Kantar die zum Gebrauchtmarkt. Die jeweilige Methode zur Ermittlung der Daten ist unterschiedlich. Super Data rechnet seine Digitaldaten zum Beispiel auf Basis von Daten hoch, welche sie von bestimmten, aber nicht genannten Publishern, Entwicklern und Payment-Lösungsanbietern bekommen. Daraus ergibt sich eine Datenbasis von 78 Mio. zahlenden Unique Usern pro Monat. Informationen wie repräsentativ die Daten sind oder nach welcher Gewichtung die Hochrechnungen erfolgen gibt es nicht.

Der BIU wiederum lässt seine Daten nur von der GfK erstellen und geht auch dort seit Jahren einen anderen Weg. Statt bei den Anbietern und Händlern abzufragen was verkauft wird, werden die Verbraucher gefragt, was sie gekauft haben.

Unter "Sonstiges" wird unter anderem das Merchandising subsummiert Großansicht
Unter "Sonstiges" wird unter anderem das Merchandising subsummiert  



Quelle: GamesMarkt.de

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