Hamburg, 06.02.2017, 14:06  GamesMarkt | Märkte

Branchenstudie: Bei den Rückläufen gibt es Luft nach oben

Prof. Oliver Castendyk, Direktor beim Forschungszentrum Audiovisuelle Kommunikation der Hamburg Media School, Großansicht
Prof. Oliver Castendyk, Direktor beim Forschungszentrum Audiovisuelle Kommunikation der Hamburg Media School,  
Es ist das vielleicht wichtigste Projekt, das GAME und BIU noch vor dem Ausscheiden der beiden ehemaligen Geschäftsführer gemeinsam angestoßen haben: Die bundesweite Branchenstudie zum Games-Standort Deutschland. Sie soll die Datenbasis liefern, mit denen die Verbände in Zukunft auch gegenüber der Politik auftreten wollen. Je besser die Daten, desto leichter lassen sich Wünsche wie der nach Förderung untermauern. Seit dem Spätherbst sammelt die Hamburg Media School Umfragebögen deutscher Spielefirmen. Mitte Februar wird diese Erhebung abgeschlossen, dann geht es ans Auswerten.

Im Interview mit GamesMarkt erklärt Prof. Oliver Castendyk, Direktor beim Forschungszentrum Audiovisuelle Kommunikation der Hamburg Media School, warum er hofft, dass doch noch einige Fragebögen eingesandt werden

Noch bis Mitte Februar läuft die Erhebung zur ersten bundesweiten Studie zur Gamesbranche in Deutschland. Wie ist das bisherige Feedback und sind Sie damit zufrieden?

Das Feedback ist gut - die Rückläufe könnten noch besser sein. Die meisten Unternehmensvertreter, mit denen wir dazu gesprochen haben, sind zwar von der Studie überzeugt, weil sie deren Notwendigkeit erkennen. Trotzdem haben noch nicht alle die knappe Stunde Zeit gefunden, den Fragebogen zu beantworten.

Wieso ist es so wichtig für die Studie, dass möglichst viele Unternehmen mitmachen und möglichst vollständige Antworten geben?

Es ist wie bei allen Marktstudien: Nur wer seine Branche kennt, kann für ihre Zukunft planen. Branchendaten sind Basis für Investoren, Banken, Politik, Förderer usw. Unsere Studie wird erstmals belastbare Daten für die gesamte deutsche Games-Industrie ermitteln. Wir wollen genau wissen, wie viele Menschen hier im Bereich Games arbeiten, welche Umsätze erzielt werden, wie die Kostenstrukturen aussehen und vieles mehr. Dabei haben wir die großen Entwickler-Studios und Publisher ebenso im Blick wie die zahlreichen kleinen Indie-Entwickler und Dienstleister. Je mehr Unternehmen sich also an der Befragung beteiligen, desto präziser wird das Bild, das wir von der Industrie zeichnen können.

Wie geht es nach der Erhebung weiter oder anders gefragt, wann wir man mit ersten Trends und wann mit der kompletten Studie rechnen können?

Nachdem die Befragung Mitte Februar abgeschlossen ist werden wir umgehend mit der Konsolidierung und Auswertung der Daten beginnen. Parallel dazu werden wir die Experteninterviews fortsetzen, die wir schon seit Beginn der Studie führen. Mit einer Vorstellung erster Trends kann Ende Juni gerechnet werden. Die Veröffentlichung der kompletten Studie ist für Ende Juli geplant.

Unternehmen der Gamesbranche, die noch nicht angesprochen wurden, können auf den Seiten der Hamburg Media School Kontakt aufnehmen und sich noch einen personalisierten Umfragelink zuschicken lassen.


Quelle: GamesMarkt.de

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