Superbanner Advertisement
 
Berlin, 02.11.2017, 11:13  GamesMarkt | Märkte

BIU: Gamesförderung trägt sich selbst

- Großansicht
Während in Berlin die Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Regierungskoalition laufen, wirbt der BIU erneut für sein Anliegen, eine bundesweite Gamesförderung zu etablieren. Ein Argument des Branchenverbands: Eine solche Maßname würde sich selbst tragen, sprich: Sie würde dem Staat schlussendlich mehr Einnahmen bescheren als er an Mitteln anfangs ausgeben müsste.

Der Verband der deutschen Gamesbranche legte eine Kalkulation der Kosten und volkswirtschaftlichen Effekte einer Entwicklungsförderung auf Bundesebene vor, wie es sie beispielsweise in Frankreich, Großbritannien und Kanada bereits gibt. Danach wäre derzeit eine Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro pro Jahr notwendig, um die Wettbewerbsnachteile Deutschlands gegenüber anderen Standorten auszugleichen. Mit Blick aufs Nachbarland Frankreich und dortigen Erfahrungswerten kalkuliert der BIU die Effekte hierzulande. Eine Gesamtförderung von 50 Millionen Euro pro Jahr würde demnach in Deutschland zu zusätzlichen Steuer- und Sozialabgaben von rund 90 Millionen Euro führen. Hinzu kommen zusätzliche Investitionen seitens der Wirtschaft von rund 400 Millionen Euro.

Felix Falk (BIU): "Die Einführung einer bundesweiten Games-Förderung wäre ein gutes Geschäft für den kommenden Finanzminister" (Bild: Dirk Mathesius) Großansicht
Felix Falk (BIU): "Die Einführung einer bundesweiten Games-Förderung wäre ein gutes Geschäft für den kommenden Finanzminister" (Bild: Dirk Mathesius)
"Die Einführung einer bundesweiten Games-Förderung ist ein gutes Geschäft für den kommenden Finanzminister. Sie kostet pro Jahr nicht mehr als der Bau zweier Autobahnkilometer und bringt dem Staat ein Vielfaches an zusätzlichen Einnahmen", sagt BIU-Geschäftsführer Felix Falk. "Eine Förderung der innovativen und wachstumsstarken Gamesbranche, wie von vielen Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl gefordert und von Frau Bundeskanzlerin Merkel bei der Eröffnung der diesjährigen gamescom in Aussicht gestellt, würde zu einem deutlichen Wachstumsimpuls führen und für deutsche Games-Entwickler endlich einen fairen Wettbewerb mit anderen Ländern ermöglichen."

Grundlage für die Berechnung der benötigten Fördersumme ist die "Studie zur Computer- und Videospielindustrie in Deutschland", die von der Hamburg Media School unter der Projektleitung von Prof. Dr. Oliver Castendyk und unter Mitwirkung von Prof. Dr. Jörg Müller-Lietzkow von der Universität Paderborn durchgeführt wurde. Gefördert und finanziert wird das Studienprojekt von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft des Bundes, der Senatskanzlei Berlin und dem Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung sowie den Verbänden BIU und GAME.




Quelle: GamesMarkt.de

Mit einem Abo können Sie diesen Artikel kommentieren.


KOMMENTARE

  • Noch kein Kommentar vorhanden.

Mehr zum Thema

News und Berichte

Unser kostenloses Angebot

Programmplaner

 
Sky_right Advertisement