Berlin, 18.05.2017, 14:06  GamesMarkt | Märkte

BIU begrüßt SPD-Bekenntnis zur Gamesförderung

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Es ist ein 67 Seiten starkes Dokument, das die SPD erst an ihre Mitglieder verschickte und jetzt zur Vorbereitung auf den außerordentlichen Bundesparteitag am 25. Juni in Dortmund veröffentlichte. Es trägt den Titel "Entwurf des Leitantrags der Programmkommission für das Regierungsprogramm 2017" und ist nichts anderes als der Entwurf des Wahlprogramms der SPD für die diesjährige Bundestagswahl. Ob freilich alle Inhalte Ende Juni auch so beschlossen werden, steht auf einem anderen Blatt. Trotzdem macht der Entwurf Mut für die Gamesbranche. Denn unter dem Punkt Kulturpolitik hat die SPD-Programmkommission ein klares Bekenntnis zu Computerspielen als Kulturmedium formuliert.

Wie selbstverständlich heißt es da über Kulturgüter: "Die Ausdrucksformen sind vielfältig - wie unser Kulturverständnis. Klassische Orchester gehören dazu, genauso wie Laienchöre, Rock und Popmusik, die elektronische Musik, Museen, soziokulturelle Zentren, Theater, Kinos und Literatur und die Spielebranche." Doch auch auf den Punkt der Gamesförderung geht die SPD ein und zwar im Kontext mit der Filmförderung: "Im Bereich der wirtschaftlichen Filmförderung wollen wir den Filmförderfonds (DFFF) weiterentwickel. Unsere vielfältige Kinolandschaft wollen wir erhalten und die Rahmenbedingungen für künstlerisch herausragende Filme stärken. Auch die Entwicklung innovativer und kulturell wertvoller Computer und Videospiele wollen wir fördern, denn Computerspiele haben sich zu einem Kulturgut entwickelt."

Beim Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) kommt der Entwurf freilich gut an. "Wir freuen uns, dass sowohl das Kulturgut Games als auch unsere konkreten Vorschläge für eine Entwicklungsförderung in Deutschland bei den politischen Parteien als Themen immer mehr ankommen. Damit werden die besten Voraussetzungen geschaffen, damit Deutschland als Entwicklungsstandort für Games nach der Bundestagswahl im globalen Vergleich wieder den Anschluss findet", kommentiert BIU-Geschäftsführer Felix Falk den Entwurf.

Sollte der SPD-Parteitag das Wahlprogramm so beschließen und sollte die Union, wie von der Branche gehofft wird, das Thema Games ebenfalls in Ihr Wahlprogramm aufnehmen, dann kommt die Branche dem Ziel einer echten Unterstützung durch den Bund ab dem Herbst ein wesentliches Stück näher.


Quelle: GamesMarkt.de

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