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Berlin, 22.02.2017, 12:40  Blickpunkt:Film | Kino

Zehn Verbände fordern mehr Förderung für Film und Games

Felix Falk, Geschäftsführer des BIU, unterstützt die Forderung und sagt: "Wir müssen das überholte Fördersystem Deutschlands schnellstmöglich durch eine konsistente Förderung aller audiovisueller Medien ersetzen." (Bild: Dirk Mathesius) Großansicht
Felix Falk, Geschäftsführer des BIU, unterstützt die Forderung und sagt: "Wir müssen das überholte Fördersystem Deutschlands schnellstmöglich durch eine konsistente Förderung aller audiovisueller Medien ersetzen." (Bild: Dirk Mathesius)
Im Hinblick auf die Bundestagswahl bringen sich die Kreativbranchen in Deutschland gemeinsam in Stellung. So haben sich jetzt zahlreiche Verbände einer Forderung nach einer deutlich besseren Unterstützung der audiovisuellen Kreativbranche angeschlossen, die unter der Federführung eines Arbeitskreises der Produzentenallianz aufgestellt wurde.

"Der Arbeitskreis 'Anreizsysteme für audiovisuelle Produktionen' fordert die Parteien im Vorfeld der Bundestagswahl auf, eine deutliche Stärkung der Förderung der audiovisual creative industries auf die politische Agenda zu setzen. Es gilt, neue Anreiz-Mechanismen zu schaffen, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit gerade der audiovisuellen Industrien (Film, High-End TV-Serie, Animation und VFX, Dokumentarfilm, Games, VR) in Deutschland angesichts hochwirksamer steuerlicher Fördersysteme in einer Vielzahl anderer Länder wiederherzustellen", heißt es in der Forderung.

Und weiter: "Hierzu ist die derzeit eher punktuell ansetzende Filmförderung des Bundes zu einer in sich konsistenten Förderung der gesamten audiovisuellen Produktionswirtschaft auszubauen, um dadurch Deutschland für alle Genres des audiovisuellen Schaffens wieder als international wettbewerbsfähigen und innovationsfähigen Produktionsort zu etablieren, Arbeitsplätze in der Produktionswirtschaft zu schaffen und zu sichern und damit die Grundlage für eine wirtschaftlich tragfähige Bewegtbildindustrie zu legen."

Insgesamt zehn Verbände haben sich der Erklärung angeschlossen: Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen, Berufsverband Kinematografie - BVK, Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware - BIU, Bundesverband Schauspiel - BFFS, Interessenverband Deutscher Schauspieler - IDS, Spitzenorganisation der Filmwirtschaft - SPIO, Verband Deutscher Drehbuchautoren - VDD, Verband Deutscher Filmproduzenten - VDFP, Verband Technischer Betriebe für Film & Fernsehen - VTFF und Young Producers' Association - YPA.

Ungewöhnlich ist die Beteilung des Spieleverbands BIU. Es ist das erste Mal, dass eine derartige Erklärung von den Filmverbänden und der Spielebranche gemeinsam unterstützt wird. "International haben die wichtigsten Standorte mittlerweile hochwirksame Förderungen für Games und andere audiovisuelle Medien etabliert. Deutschland hat diese Entwicklungen verschlafen und büßt nun zunehmend seine Wettbewerbsfähigkeit als international wichtiger Produktionsstandort ein", sagt Felix Falk, Geschäftsführer des BIU. "Wir müssen das überholte Fördersystem Deutschlands schnellstmöglich durch eine konsistente Förderung aller audiovisueller Medien ersetzen. Unser Vorschlag einer steuerlichen Games-Förderung stellt hierbei eine Möglichkeit dar, wie eine transparente und verlässliche Medienförderung in Deutschland gestaltet werden kann."


Quelle: GamesMarkt.de

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