Wiesbaden, 17.02.2017, 17:33  Blickpunkt:Film | TV

Zehn Krimipreis-Kandidaten

Lokalmatador: Der HR-Tatort "Es lebe der Tod" (Bild: HR) Großansicht
Lokalmatador: Der HR-Tatort "Es lebe der Tod" (Bild: HR)
Des deutschen TV-Publikums liebstes Kind steht in der zweiten Märzwoche bereits zum 13. Mal im Fokus des Deutschen Fernsehkrimi-Festivals (7. bis 10. März) in Wiesbaden. Dank des zum Festivalfinale verliehenen Deutschen Fernsehkrimi-Preises hat die Veranstaltung fast schon Kultstatus in der Branche erlangt, schließlich besteht der Hauptpreis aus 1000 Litern Wein. Seinen guten Ruf verdankt die Mischung aus Fachveranstaltung und Publikumsfestival jedoch vor allem dem Jahr für Jahr hochkarätig besetzten Wettbewerb.

In diesem Jahr ist auch nicht ausgeschlossen, dass das Wiesbadener Publikum schon frühzeitig einen oder zwei frisch gekürte Grimme-Preis-Gewinner zu Gesicht bekommt, denn die Bekanntgabe der Gewinner in Essen kollidiert mit dem zweiten Festivaltag. Kandidaten wären die NSU-Trilogie der ARD, die mit Florian Cossens drittem Teil über die Ermittler in der hessischen Landeshauptstadt vertreten ist, oder aber der Open-End-"Tatort: Die Wahrheit" vom BR. Im Übrigen einer von zwei Filmen des Regisseurs Sebastian Marka, der sich auch noch mit dem packenden Tukur-"Tatort: Es lebe der Tod" -der Lokalmatador unter den Filmen - im Rennen befindet. Eröffnet wird das Festival am 7. März mit Marco Kreuzpaintners Thriller "Sanft schläft der Tod". Ein offenes Ende zeichnet auch den sich am sog. "Isarmord" orientierenden Film "Wo bist Du, Feigling?" aus der ZDF-Reihe "München Mord" aus. Das Drehbuch stammt im Übrigen von einem der bekanntesten Deutschen Krimiautoren, Friedrich Ani (gemeinsam mit Ina Jung). Das Privatfernsehen kommt in diesem Jahr dank des Sat.1-Events "Jack, The Ripper" mit der frisch gekürten Fernsehpreisgewinnerin Sonja Gerhardt erneut zum Zug. Im vergangenen Jahr sicherte sich das Sat.1-Drama "Die Ungehorsame" den Publikumspreis.

"Jack the Ripper" verteidigt die Ehre der Privaten (Bild: Sat.1) Großansicht
"Jack the Ripper" verteidigt die Ehre der Privaten (Bild: Sat.1)
Auch die Ehrenpreisgewinnerin des Deutschen Fernsehpreises, Senta Berger, ist als interne Ermittlerin Eva Prohacek mit ihrem neuesten Film aus der Reihe "Unter Verdacht" in Wiesbaden präsent. Die Österreichischen Farben werden durch einen der ORF-Landkrimis vertreten, "Höhenstraße" stammt von "Braunschlag"-Mastermind David Schalko. Apropos Mastermind: Auch Dominik Graf hat es mit seinem "Zielfahnder" in den Wettbewerb geschafft. Zehnter Kandidat ist Sherry Hormanns "Lotte Jäger und das tote Mädchen" - auch hier mit einer starken Frauenfigur, verkörpert von Silke Bodenbender, in zentraler Rolle.

Eine Vorjury wählte die zehn Wettbewerbsfilme aus insgesamt 60 Fernsehkrimis aus. Darüber hinaus bietet sich einem Nachwuchsautor die Chance auf den Drehbuchpreis, der für einen bislang unverfilmten, abendfüllenden Krimistoff vergeben wird.


Quelle: Blickpunkt:Film

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