Los Angeles, 19.08.2005, 17:47  Blickpunkt:Film

US-Sendern drohen geringere Erlöse aus Kino-Spots

Der enttäuschende US-Kinosommer dürfte auch nachhaltige Konsequenzen für die großen, landesweiten TV-Anstalten mit sich ziehen. Nachdem eine Vielzahl von Blockbustern wie zuletzt "Stealth - Unter dem Radar Clip" oder "Die Insel Clip" an den Kinokassen floppte, erwägen die großen Hollywood-Studios, künftig weniger Geld in die Werbung auf den großen Sendern zu investieren.

"Im Streben nach immer größeren Filmpremieren haben die Studios ihre Filme in den vergangenen Jahren übervermarktet und das Publikum ermüdet", wird Marc Shmuger von Universal Pictures im Wall Street Journal (WSJ) zitiert. Werbe-Slots in Primetime-Serienhits à la "Friends" oder "Desperate Housewives Clip" oder beim Super Bowl gelten nicht mehr als das Maß der Dinge. "Wir haben festgestellt, dass die Erinnerungswerte eigentlich nicht so groß sind", erklärt Russell Schwartz, Marketingchef des Time-Warner-Studios New Line.

Der Neue Cross-Marketing-Ansatz sieht eine breitere Streuung der Werbebudgets vor. Eine Maßnahme könnte sein, dass die Gelder nicht für Spots auf einem großen Sender, sondern auf mehreren Kabelkanälen verteilt werden.

Quelle: Blickpunkt:Film

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