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FFA - Filmförderungsanstalt

Filmförderung

Berlin, 15.12.2014, 15:42  Blickpunkt:Film | Kino

UPDATE: Ausgleich für DFFF-Kürzung

Sigmar Gabriel will offenbar zehn Mio. Euro aus seinem Etat für die Filmwirtschaft zur Verfügung stellen (Bild: Dominik Butzmann) Großansicht
Sigmar Gabriel will offenbar zehn Mio. Euro aus seinem Etat für die Filmwirtschaft zur Verfügung stellen (Bild: Dominik Butzmann)
Die im Zuge der Beratungen für den Bundeshaushalt 2015 beschlossene Kürzung des jährlichen DFFF-Topfes von 60 auf 50 Mio. Euro war in der Filmwirtschaft auf Unverständnis und deutliche Kritik gestoßen. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hingegen hatte es als Erfolg gefeiert, dass die Kürzungen nicht noch empfindlicher ausfielen - und in einem Interview ihrem Amtsvorgänger, dem jetzigen FFA-Präsidenten Bernd Neumann, vorgeworfen, ihr bei Amtsübergabe eine "katastrophale Situation" hinterlassen zu haben. Ein Vorwurf, dem Neumann umgehend widersprach (wir berichteten).

Nun sieht es so aus, als würde ein anderes Ministerium in die Bresche springen. Bundesjustizminister Heiko Maas überbrachte bei einem SPD-Branchentreff die Botschaft seines Parteikollegen Sigmar Gabriel, dass das von diesem geführte Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) zehn Mio. Euro aus der Mittelstandsförderung für die deutsche Filmindustrie bereitstellen wolle - offenbar als Ausgleich für die Kürzung des DFFF-Topfes. Eine Anfrage von Blickpunkt: Film an das Bundeswirtschaftsministerium blieb zunächst noch unbeantwortet. Ein Sprecher von Kulturstaatsministerin Monika Grütters bestätigte auf Anfrage hingegen, dass der BKM dieser Vorschlag bekannt sei und er derzeit innerhalb der Bundesregierung diskutiert würde. Laut dem Handelsblatt, das Gabriels Pläne zuerst vermeldet hatte, habe ein BKM-Sprecher bestätigt, dass Grütters bereits vorab über die Pläne von Sigmar Gabriel informiert worden sei.

Völlig offen ist derzeit unter anderem noch, wie die Mittel verteilt werden sollen, ab wann sie zur Verfügung stehen und wer sie beantragen kann. Entsprechende Fragen ließ der BKM-Sprecher noch unbeantwortet - ebenso wie die Frage, ob der Vorschlag des BMWi in Absprache mit der BKM erfolgt sei.

Update:

Mittlerweile hat auch das BMWi auf die Anfrage von Blickpunkt: Film geantwortet, neue Erkentnnise ergeben sich daraus jedoch nicht. So heißt es schlicht: "Die Filmwirtschaft ist eine wichtige Teilbranche der Kultur- und Kreativwirtschaft. Wir setzen uns daher im Rahmen der Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft der Bundesregierung dafür ein, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Filmwirtschaft zu stärken und den Filmstandort Deutschland zu sichern." Darüber hinaus könne man noch nichts Genaueres mitteilen.

Update:

Unterdessen hat ein Sprecher der BKM den Bericht des "Handelsblatt" dahingehend dementiert, dass die Kulturstaatsministerin vorab über die Pläne Gabriels informiert gewesen sei. Man hätte der Zeitung ausschließlich jene Antwort zukommen lassen, die auch Blickpunkt: Film erhielt (s.o.).


Quelle: Blickpunkt:Film

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