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Los Angeles, 17.11.2004, 10:10  Blickpunkt:Film

Studios starten erste Klagewelle

Wie vor zwei Wochen angekündigt, rollt in den USA nun die erste Klagewelle gegen Nutzer von Filmtauschbörsen. Nach Angaben der MPAA wurden am Dienstag Klagen wegen Verletzung des Urheberrechts in Denver, New York, San Francisco und St. Louis eingereicht. Die MPAA ließ jedoch offen, ob noch in weiteren Städten Klagen eingereicht wurden. "Es spielt keine Rolle, ob es 10 oder 500 Verfahren sind. Der Punkt ist, dass Piraten sich nirgendwo mehr sicher fühlen können", sagte John Malcolm, Senior Vice President des US-Filmindustrieverbands. Nach Informationen der AFP richten sich die Klagen mehrheitlich gegen unbekannt - mehrere IP-Adressen seien jedoch über Charter Communications, eine Kabelgesellschaft aus St. Louis identifiziert worden. Unter den Beklagten befinden sich demnach auch Personen, die lediglich einen einzigen Film auf ihrem Rechner liegen haben.

Das Urheberrechtsgesetz sieht für Internetpiraterie drastische Strafen vor. So drohen den Beschuldigten für jeden über das Internet getauschten Film bis zu 30.000 Dollar Strafe. Wurde der Film mutwillig im Netz verbreitet, kann sich dieser Betrag sogar auf 150.000 Dollar erhöhen. Verbraucherschützer kritisierten die Klagewelle der Filmindustrie scharf, vor allem weil Menschen verfolgt werden, die nur einen illegalen Film besitzen. "Wir denken, dass diese Klagewelle nicht gerade die geschickteste Strategie ist, neue Technologien zu etablieren", sagte Wendy Seltzer von der Electronic Frontier Foundation.


Quelle: VideoWoche

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