Los Angeles, 09.11.2017, 06:48  Blickpunkt:Film | Produktion

Spacey fliegt aus Scott-Film

Diesen Anblick werden Kinogänger nicht haben Großansicht
Diesen Anblick werden Kinogänger nicht haben  
Bis vor wenigen Wochen galt Kevin Spacey als potenzieller Oscar-Kandidat: Allein in den wenigen Momenten im Trailer von "Alles Geld der Welt", in denen man den fast nicht wieder zu erkennenden zweifachen Oscar-Gewinner in seiner Nebenrolle als J Paul Getty sieht, ist er beeindruckend. Aber das war vor dem vor zehn Tagen losgetretenen Skandal über sexuelle Übergriffe des Schauspielers gegen junge Männer - mittlerweile viele junge Männer -, der ihn seine gefeierte Hauptrolle in "House of Cards" Clip, seine Ausnahmestellung bei Netflix und nunmehr seine ganze Karriere gekostet haben.

Nachdem "Alles Geld der Welt", der Film über die Entführung von John Paul Getty III, von dem Ridley Scott bereits im April beim Interview mit Blickpunkt:Film schwärmte, erst gestern als Abschlussfilm des in wenigen Tagen startenden AFI Filmfestivals in Los Angeles zurückgezogen worden war, haben sich der Regisseur und der Produzent Dan Friedkin nun mit der Zustimmung aller Hauptdarsteller, darunter Mark Wahlberg und Michelle Williams, zu dem ungewöhnlichen und radikalen Schritt entschlossen, Kevin Spacey aus dem Film zu entfernen. Alle seine Szenen werden in den nächsten Tagen mit Christopher Plummer nachgedreht und dann in den Film eingefügt. Ob und inwiefern die anderen Schauspieler involviert sein werden, ist nicht bekannt. Spacey hatte etwa zehn Drehtage gehabt. Ridley Scott ist fest entschlossen, den avisierten US-Starttermin am 22. Dezember zu halten. Sony muss nun auch die kompletten Werbematerialien des Films, in denen der Name Kevin Spacey auftaucht, neu gestalten und produzieren.

Mit einer zumindest ansatzweise vergleichbaren Situation war Scott konfrontiert, als Oliver Reed 1999 während der Dreharbeiten von "Gladiator" Clip verstarb. Damals behalf sich der Regisseur teilweise, indem der Film umgeschrieben wurde, aber teilweise auch, indem er bereits gedrehtes Material von Reed digital bearbeitete und in neue Szenen einfügte.


Quelle: Blickpunkt:Film

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