Zwei Monate nachdem der CNC den neuen Film von Jean-Pierre Jeunet, "Un long dimanche à fiançailles", als französischen Film anerkannt hat, setzt sich der Streit um sein Megaprojekt fort. Die beiden größten Produzentenverbände SPI (Syndicat des Producteurs Indépendants) und API (Association des Producteurs Indépendants) haben ein Verfahren beim Pariser Amtsgericht eingeleitet, damit der Film keine Projektförderung aus öffentlichen Geldern über das so genannte Compte de soutien (Projektförderung) erhält. Die beiden Organisationen gehen davon aus, dass die Gesellschaft 2003 Productions, die mehrheitlich am Projekt beteiligt ist, eine reine Tochter des US-Majors Warner ist. Aus diesem Grund sei sie nicht ermächtigt, öffentliche Förderungen zu beanspruchen. Die Debatten werden sich voraussichtlich noch über einen längeren Zeitraum erstrecken, denn eine große Mehrheit der Produzenten hat sich gegen die Entscheidung des CNC gestellt. Außerdem wird das Gericht Monate benötigen, um das Urteil zu verkünden. Denn es handelt sich um einen Präzendenzfall, der zur Überprüfung der gesamten Förderungsrichtlinien führen könnte.
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