MPAA-Klagen gegen Filesharer vorläufig gestoppt
Elf von zwölf Klagen der Filmindustrie gegen Nutzer von Filmtauschbörsen, die in der vergangenen Woche angestrengt wurden, sind jetzt vom zuständigen Richter erst einmal auf Eis gelegt worden. Nach Informationen der Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) hat William Alsup, Richter am Bezirksgericht von Nordkalifornien, eine Bündelung der Fälle zu einer Kollektivklage abgelehnt, da die MPAA einen Zusammenhang zwischen den Fällen nicht ausreichend habe belegen können. Beim einzigen Fall, den Alsup zugelassen hat, soll die Identität des Users über den Provider Pacific Bell ermittelt werden. Bei den restlichen Personen, die die MPAA vor den Kadi ziehen will, handele es sich mehrheitlich um "John Does", deren Identität, wenn überhaupt, erst im Lauf des Verfahrens ermittelt werde. Die Verbraucherschützer begrüßten die Entscheidung des Gerichts. Eine Sammelklage hätte es für die beklagten Internetnutzer erschwert, sich gegen die Anschuldigungen rechtlich zur Wehr zu setzen, sagte Wendy Seltzer von der EFF. Die MPAA dagegen äußerte sich noch nicht zu dem Vorgang, der als herber Rückschlag für die Filmindustrie gewertet werden kann.
Quelle: VideoWoche
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