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München, 19.11.2017, 10:01  Blickpunkt:Film | Kino

Kinocharts USA Trend: Schrumpfende Superhelden

Hollywood diskutiert über die "Justice League" und ihre Erfolgsaussichten (Bild: Warner) Großansicht
Hollywood diskutiert über die "Justice League" und ihre Erfolgsaussichten (Bild: Warner)
Superheldenfilm "Justice League" Clip ist die klare neue Nummer eins in den amerikanischen Kinocharts. Allerdings ist der Start nicht ganz so triumphal, wie man es sich vom vermeintlichen Kronjuwel aus dem DC-Comics-Filmuniversum erwartet hatte. Nach dem jetzigen Stand der Dinge ist wohl ein Startwochenende von mindestens 93 Mio. Dollar in 4051 Kinos zu erwarten. Noch vor dem Wochenende war man von einem Start zwischen 110 und 120 Mio. Dollar ausgegangen, was selbst schon niedrig war im Vergleich zum vergangenen DC-Film von Zack Snyder, "Batman v Superman: Dawn of Justice" Clip, der trotz deutlich längerer Laufzeit noch mit 166 Mio. Dollar gestartet war - immerhin 44 Prozent mehr.

"Justice League", der von Joss Whedon fertiggestellt wurde, nachdem sich Snyder im Mai aufgrund des Selbstmords seiner Tochter von dem Projekt entschuldigt hatte, war angekündigt als DC-Version von Marvels "Avengers Clip", ein Stelldichein der versammelten Superhelden, aus dem sich wiederum weitere Spinoffs und Standalone-Filme ableiten sollten. Der erste "Avengers"-Film, inszeniert genau von Joss Whedon, hatte mit 207 Mio. Dollar einen absoluten Startrekords verzeichnet (der bis zum Start von "Star Wars: Das Erwachen der Macht" Clip Bestand hatte). Und auch "Wonder Woman" Clip war im Juni mit 103 Mio. Dollar besser gestartet - und hatte obendrein die Filmkritik auf seiner Seite, die auf "Justice League" - angeblich für ein Budget von 250 bis 300 Mio. Dollar entstanden - eher lauwarm reagiert. Nun muss man abwarten, wie sich "Justice League" in Konkurrenz mit dem zwei Wochen früher gestarteten Marvel-Superheldenfilm "Thor: Tag der Entscheidung" Clip über das Thanksgiving-Wochenende entwickelt. Allgemein heißt es, dass der Film weltweit 700 Mio. Dollar Kasse machen muss, um schwarze Zahlen zu schreiben.

Die eigentliche Sensation des Wochenendes ist das einfühlsame Drama "Wunder" Clip von Steve Chbosky mit Julia Roberts und Jacob Tremblay in den Hauptrollen. Der 20-Mio.-Dollar-Produktion hatte man maximal 14 Mio. Dollar Umsatz am Startwochenende zugetraut. Nun steuert der Film in 3096 Kinos auf einen Start von 28,3 Mio. Dollar zu. Obendrein erhielt er vom Publikum die seltene Bewertung A+, was auf ein langes Leben und den voraussichtlich größten Hit des Jahres für Lionsgate schließen lässt. "Thor: Tag der Entscheidung" folgt auf Platz drei mit weiteren 20,3 Mio. Dollar, womit das Gesamtergebnis bereits 245,9 Mio. Dollar beträgt. Aktuell ist der dritte Film der Reihe der siebterfolgreichste Film des Jahres. "Mord im Orient Express" Clip steuert auf ein zweites Wochenende von 14,2 Mio. Dollar zu, was zu einem erfreulichen Gesamtergebnis von 52 Mio. Dollar nach zehn Tagen führen würde. "Daddy's Home 2" Clip ist gut für 13,6 Mio. Dollar am zweiten Wochenende und ein Gesamteinspiel von 49,4 Mio. Dollar.

Auf Platz sechs geht "Bo und der Weihnachtsstern" Clip mit 10,6 Mio. Dollar in 2837 Kinos ins Rennen. Klar geht man bei Sony davon aus, dass der Animationsfilm mit seinem Weihnachtsthema ein längeres Leben bis in die Feiertage hat. Der neue Film mit Denzel Washington, "Roman J. Israel, Esq." Clip, der von Regisseur Dan Gilroy seit seiner Weltpremiere auf dem Toronto International Film Festival noch einmal umgeschnitten und gekürzt wurde, kam in vorerst vier Kinos auf 70.000 Dollar.


Quelle: Blickpunkt:Film

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