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kabel eins Fernsehen

TV-Sender, privat

München, 11.01.2002, 10:34  Blickpunkt:Film

Kabel 1 ist seit zehn Jahren auf Sendung

Kabel 1 feiert ein rundes Jubiläum. Der zweite Spross der Pro-Sieben-Familie ging - als Kabelkanal - vor zehn Jahren erstmals auf Sendung. Heute ist er als Spezialist für Film- und Serienklassiker etabliert. Fünf Prozent MA verbuchte der Sender 2001, seit 1998 werden schwarze Zahlen geschrieben.

Das aktuelle Logo von Kabel 1
Das aktuelle Logo von Kabel 1  
Am 29. Februar 1992 ging "Der Kabelkanal" als erster deutscher Spartensender für Unterhaltung auf Sendung. Die ersten Stars des jungen Programms waren die Fernsehpuppe "Bino" und "Hugo", der live virtuell animierte Troll aus der gleichnamigen interaktiven Game-Show. Zehn Jahre später ist Kabel 1, wie der Sender seit 1994 heißt, Vollprogramm und vor allem dank der Wiederholung von TV-Klassikern Marktführer bei den Sendern der zweiten Generation. "Best of TV der letzten vier Jahrzehnte" nennt Kabel-1-Geschäftsführer Andreas Bartl sein Erfolgskonzept. Was Bartl im Programm haben will, braucht "Klassikerpotenzial". Schließlich verspricht Kabel 1 seinen Zuschauern selbstbewusst "Die besten Filme aller Zeiten". Reichweiten bis zu drei Mio. Zuschauern bestätigen für Bartl den Erfolg des Programmangebots.

Kabel 1-Filmhit "Flucht von Alcatraz"
Kabel 1-Filmhit "Flucht von Alcatraz"  
Im vergangenen Jahr war der Clint Eastwood-Klassiker "Flucht von Alcatraz" aus dem Jahr 1979 mit 2,95 Mio. Zuschauern der erfolgreichste Spielfilm bei Kabel 1, gefolgt vom Kriegsfilm "Tora! Tora! Tora!" (2,8 Mio.). In die Top Ten brachten es aber auch Monumental-Kultstreifen wie "Cleopatra Clip" (2,07 Mio.) oder "Die zehn Gebote" (2,03 Mio.). Zu den Top-Serien des Münchner Senders gehörten 2001 u. a. "Bezaubernde Jeannie", "Perry Mason", "High Chaperal" oder "Kobra, übernehmen Sie". Auch 2002 stehen wieder Spielfilm-Klassiker wie "Spiel mir das Lied vom Tod" oder "Die Unbestechlichen" auf dem Programm, ebenso wie "Ein unmoralisches Angebot Clip", "Brubaker" und "Thelma & Louise". Das Serienangebot wird etwa um "Raumschiff Enterprise", "Männerwirtschaft" und "Superman" erweitert. "Wiedersehen macht Freude, und die Originale und Klassiker sieht man immer wieder gern. Das werden ganz sicher eines Tages auch diejenigen sagen, die sich heute als ganz junge Menschen verständlicherweise noch nicht so sehr mit Erinnerungen beschäftigen", orakelt Bartl.

Kabelkanal-Werbung mit Troll "Hugo"
Kabelkanal-Werbung mit Troll "Hugo"  
Hugo, virtuell animierter Fernseh-Troll aus der ersten interaktiven Game-Show Deutschlands und früher Kabel-1-Star, scheint da inzwischen vergessen. Kabel 1 bleibt auch im Show-Bereich konsequent: Das gute alte "Glücksrad", mittlerweile moderiert vom ehemaligen ZDF-Star Thomas Ohrner, hat bei Kabel 1 ebenso seine Heimat gefunden wie der Zonk, der samt Jörg Draeger und dessen Show "Geh aufs Ganze" bald sogar im Kabel-1-Hauptabendprogramm zu sehen sein wird. Die Alternative zu "Wer wird Millionär?" heißt in München "Was bin ich?". Mit der Neuauflage des legendären "heiteren Beruferatens" haben Robert Lemkes "Schweinderl" in Björn Hergen Schimpf ihren neuen Meister gefunden und ziehen allwöchentlich über zwei Mio. Zuschauer vor den Bildschirm. Neben Kult und Klassik setzt Kabel 1 2002 aber auch auf einen erweiterten Info-Bereich. Bereits gestartet ist das neue Magazin "Abenteuer Ferne". Ab März kommt das Naturmagazin "Abenteuer Natur" hinzu. Zielgruppe der Kabel-1-Programmstrategen sind die 30- bis 40-Jährigen. "Wir senden die Lieblingsprogramme unserer Generation", sagt der 39-jährige Bartl. Zulauf registriert Kabel 1 damit u. a. von ARD und ZDF, wo die Zuschauer viele der Kabel-1-Programme, die früher bei den Öffentlich-Rechtlichen liefen, mittlerweile vergeblich suchen. Und die Zukunftsaussichten nach zehn Jahren: "Kabel 1 wird ein TV-Sender bleiben, der den Zuschauern Freude bereitet, weil er ihnen die Programme erhält oder zurückbringt, die ihnen im Laufe ihres Lebens ans Herz gewachsen sind", glaubt Bartl. "Das ist ein beständiges weil zeitloses Konzept, und als solches hat es auch im Fernsehmarkt der Zukunft seinen Platz."

Die Geschäftsführer

Karlheinz Jungbeck (Februar 1992 bis März 1996)
Karlheinz Jungbeck (Februar 1992 bis März 1996)  
Ludwig Bauer (April 1996 bis Mai 1999)
Ludwig Bauer (April 1996 bis Mai 1999)  
Nicolas Paalzow (Juni 1999 bis Oktober 2000
Nicolas Paalzow (Juni 1999 bis Oktober 2000  
Andreas Bartl (seit November 2000)
Andreas Bartl (seit November 2000)  



Quelle: Blickpunkt:Film

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