Aspen, 21.02.2005, 08:07  Blickpunkt:Film

Hunter S. Thompson begeht Selbstmord

Der unangepasste Schriftsteller Hunter S. Thompson, der die Vorlage für Terry Gilliams "Fear and Loathing in Las Vegas" lieferte, hat sich im Alter von 67 Jahren das Leben genommen. Er erschoss sich in seinem Haus in Aspen. Thompson war eine Legende der Gegenkultur. Mit seinem ungewöhnlichen Stil, dem so genannten "gonzo journalism", in dem er die Grenzen zwischen klassischem Journalismus und der Fiktion genialisch verwischen ließ und sich selbst und das eigene Erleben stets in den Mittelpunkt rückte, prägte er eine ganze Generation von Autoren.

Erstmals für Aufsehen sorgte er in den frühen 60er Jahren mit "Hell's Angels" und "The Great Shark Hunt"; in den 70ern folgten dann "Fear and Loathing in Las Vegas" und "Fear and Loathing: On the Campaign Trail '72". Letzterer riss den damaligen US-Präsidenten Nixon zu der Anmerkung hin, Thompson repräsentiere "die düstere und unheilbar gewalttätige Seite des amerikanischen Charakters". Bis zuletzt schrieb der unkontrollierbare Exzentriker und Waffennarr regelmäßig für das Rolling Stone Magazine.

Seine letzte Buchveröffentlichung war "Hey Rube: Blood Sport, the Bush Doctrine, and the Downward Spiral of Dumbness". Neben "Fear and Loathing in Las Vegas" stand Thompson kaum verhüllt im Mittelpunkt des Spielfilms "Blast - Wo die Büffel röhren" von 1980, in dem der Schriftsteller von Bill Murray gespielt wurde. Gegenwärtig befindet sich eine Verfilmung seines ersten Romans, "The Rum Diary", der erst 1998 erstmals veröffentlicht wurde, mit Johnny Depp in Planung.


Quelle: Blickpunkt:Film

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