Berlin, 11.02.2005, 12:16  Blickpunkt:Film

Gelungener Start in die 55. Berlinale

Kristin Scott Thomas war einer der Stargäste bei der gestrigen Berlinale-Eröffnung (Bild: Kurt Krieger) Großansicht
Kristin Scott Thomas war einer der Stargäste bei der gestrigen Berlinale-Eröffnung (Bild: Kurt Krieger)
Trotz weniger Filme und Stars aus Hollywood war die Stimmung gut bei der gestrigen Eröffnung der Internationalen Filmfestspiele von Berlin: Vor allem die Ausweitung des European Film Market sollte dem ersten großen A-Festival des Jahres zu noch größerer Bedeutung verhelfen. Zum vierten Mal ist Dieter Kosslick Leiter der Berlinale. Mittlerweile hat man sich an seine joviale und charmante Art gewöhnt, sodass seine Eröffnungsrede und das anschließende verbale Sparring mit Anke Engelke vielleicht ein bisschen weniger frisch wirkten, aber dennoch mit viel Applaus aufgenommen wurden. Vielleicht war die Stimmung auch deshalb etwas verhalten, weil Kosslick die traurige Nachricht überbrachte, dass am Donnerstag der französische Produzent und Vizepräsident der Unifrance, Humbert Balsan, in Paris gestorben war. Kurze Ansprachen von Bundesministerin Christina Weiss und Berlins Bürgermeister Klaus Wowereit trugen zum festlichen Charakter bei.

Stars wie Kristin Scott Thomas, Joseph Fiennes und Jerry Lewis sowie die Jury um Roland Emmerich, zu der auch die Leinwandschönheiten Bai Ling und Franka Potente zählen, sorgten für den nötigen Glamour. Gesprächsthema Nummer eins beim Empfang im Berlinale-Palast nach dem mit verhaltener Begeisterung quittierten Eröffnungsfilm "Man to Man" von Regis Wargnier war indes die Bedeutung des European Film Market für die Berlinale: Schon in diesem Jahr werden mit 17.000 Käufern wenigstens 1000 Käufer mehr als im letzten Jahr in Berlin sein. Prokino Filmverleih etwa hatte noch gestern Abend den Erwerb von "Holy Lola Clip" und "My Summer of Love Clip" angekündigt. Für die Zukunft dürfte dem Markt noch größere Bedeutung zukommen: Die internationale Filmbranche geht fest davon aus, dass der EFM den im vergangenen Jahr von März auf November verlegten American Film Market nahtlos ersetzen wird.

Quelle: Blickpunkt:Film

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