New York, 29.09.2003, 08:17  Blickpunkt:Film

Elia Kazan ist tot

Elia Kazan
Elia Kazan  
Der legendäre Bühnen- und Filmregisseur Elia Kazan ist am gestrigen Sonntag im Alter von 94 Jahren in seinem Zuhause in Manhattan gestorben. Der griechischstämmige Filmemacher half als Mitgründer des Actors Studio Ende der 40er und Anfang der 50er Jahre, die Schauspielkunst zu revolutionieren: Er war ein Anhänger des damals neu entwickelten Method Acting und machte die von ihm geförderten Jungtalente Marlon Brando, James Dean und Warren Beatty mit Filmen wie "Endstation Sehnsucht" (1950), "Die Faust im Nacken" (1954), "Jenseits von Eden" (1954) und "Träume zerrinnen wie Sand" (1961) zu Stars. Weitere wichtige Filme waren "Viva Zapata", "Baby Doll", "Das Gesicht in der Menge" und "Wilder Strom".
Kazans wichtigste Phase waren die 50er Jahre, aber auch danach war er stets für spannende und sehr persönliche Filme gut: Der autobiographische "America, America" setzte sich 1963 mit griechischen Einwanderern auseinander; "Die Besucher" war 1972 einer der ersten Filme, der die Vietnam-Veteranen-Problematik aufgriff. Nach seiner letzten Regiearbeit, "Der letzte Tycoon" im Jahr 1976, wurde es ruhig um Kazan. Für die Filme "Tabu der Gerechten" (1948) und "Faust im Nacken" wurde Kazan mit Oscars gewürdigt. 1999 erhielt er - nicht unumstritten - einen Academy Award für sein Lebenswerk: Sein künstlerisch makelloser Ruf hatte bis ins Jetzt stark darunter gelitten, dass Kazan 1952 vor dem "House of Un-American Activities" nicht nur sich selbst, sondern auch Kollegen des Kommunismus bezichtigt hatte.
Elia Kazan drehte insgesamt 19 Spielfilme; er war dreimal verheiratet und hatte insgesamt vier Kinder.


Quelle: Blickpunkt:Film

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