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Kino

Braunschweig, 04.01.2006, 10:26  Blickpunkt:Film

Ein Haus für alle Fälle: Cinemaxx Braunschweig

Eine intensive Kontaktpflege und die umfassende Vernetzung vor Ort sind für den Erfolg eines Kinos mindestens so wichtig wie eine intelligente Programmierung. Das beweist das Beispiel des Cinemaxx im niedersächsischen Braunschweig.

Frank Oppermann steckt sich als Theaterleiter des Cinemaxx Braunschweig hohe Ziele Großansicht
Frank Oppermann steckt sich als Theaterleiter des Cinemaxx Braunschweig hohe Ziele  
Frank Oppermann ist das, was man neudeutsch als "Netzwerker" bezeichnet. Mehrmals in der Woche telefoniert er mit den Redakteuren der örtlichen Tageszeitung, kontaktiert Vertreter der Wirtschaft und der Verbände, diskutiert mit ihnen Ideen und schmiedet Pläne. "Braunschweig ist eine Stadt, in der sehr viel über persönliche Beziehungen und Bekanntschaften läuft", sagt er. Und Oppermann ist bekannt in der Löwenstadt. Seit mehr als fünf Jahren führt er das Cinemaxx, noch viel länger prägt er die örtliche Kinoszene. Das zahlt sich aus. Das Acht-Säle-Multiplex ist vor Ort bestens verankert. Die Industrie- und Handelskammer veranstaltet hier ihren Neujahrsempfang, Unternehmen aus der Region bitten zur Mitarbeiterversammlung oder laden zu Werbeaktionen. Das Filmfest Braunschweig belegt im November regelmäßig die komplette untere Etage. Kein Wunder: Oppermann zählt zu seinen Gründervätern. "Wir können uns als Kinomacher nicht mehr darauf ausruhen, ausschließlich als Abspielstätte für mal gute und mal nicht so gute Filme zu agieren", fordert der Theaterleiter. Genauso wichtig sei es, die Säle für andere Veranstaltungen zur Verfügung zu stellen - sogar einen Gottesdienst hat es im Cinemaxx bereits gegeben. Und immer, so betont Oppermann, sei die Resonanz "äußerst positiv" gewesen. Genau wie bei den Previews und Premieren. Hier arbeitet man intensiv mit der Braunschweiger Zeitung zusammen, die neben Filmbesprechungen ihrer Redakteure auch ausführliche Kritiken der Leser abdruckt.

Die Braunschweiger "Kino-Tram" bewirbt regelmäßig die Neustarts Großansicht
Die Braunschweiger "Kino-Tram" bewirbt regelmäßig die Neustarts  
Oppermann: "Unsere Erfahrung zeigt, dass diese Texte ganz anders wahrgenommen werden und eine hohe Glaubwürdigkeit genießen." Eine weitere Kooperation besteht mit der Braunschweiger Verkehrs-AG, die bei ausgewählten Filmen ihre "Kino-Tram" auf Tour schickt. Aus der Hamburger Cinemaxx-Zentrale haben die Niedersachsen längst grünes Licht für ihre Aktionen erhalten. "Wir finden es sehr gut, wenn wir nicht alles steuern müssen, sondern Eigeninitiative entwickelt wird", versichert Sprecher Arne Schmidt. Frank Oppermann freut sich über so viel Rückendeckung. Sie bestätigt seine Sichtweise, dass Kino niemals Alltagsgeschäft sein darf. Natürlich sind spezielle Events zum Starttermin in Braunschweig ebenso obligatorisch wie die monatliche Trailershow oder die Plakatversteigerung. Aber Oppermann und sein Team suchen stets nach dem Besonderen, nach dem Extrakick.

Cinemaxx Braunschweig
Zum Start von "Episode III" wurden die Schwerter gekreuzt Großansicht
Zum Start von "Episode III" wurden die Schwerter gekreuzt  
Das Kino verfügt über acht Säle mit insgesamt 2600 Plätzen. Ein großzügiges Foyer und ein separater Gastronomiebereich laden zum Verweilen ein. Leiter des Hauses ist seit der Eröffnung am 1. August 2000 Frank Oppermann, der auch das Cinemaxx in Wolfsburg führt.



Quelle: Blickpunkt:Film

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