Disney verliert seinen Hitlieferanten: Pixar auf Freiersfüßen
Disney und das Animationsstudio Pixar beenden ihre zehnjährige Zusammenarbeit. Disney behält das Recht, für alle während der Zusammenarbeit produzierten Filme Fortsetzungen zu entwickeln.
Pixar zeigt Disney die Zähne: Szene aus "Findet Nemo"
2005 ist Schluss: Nach "Incredibles - Die Unglaublichen" und "Cars", der im kommenden Jahr anlaufen soll, beenden Disney und das Animationsstudio Pixar ihre Zusammenarbeit. Pixar-Chairman Steve Jobs erklärte, man habe die Verhandlungen jetzt abgebrochen und sich entschieden, eigene Wege zu gehen. Nun wolle man ein anderes Studio suchen, das es ermögliche, die Rechte an künftigen Filmen selbst zu behalten. Erste Gespräche mit den Majors habe es bereits gegeben. Disney-Chairman und CEO Michael Eisner bedauerte, dass die erfolgreiche Zusammenarbeit nicht fortgesetzt werde. Die Partnerschaft zwischen Disney und Pixar hatte 1995 mit "Toy Story" begonnen und gipfelte in "Findet Nemo", dem umsatz- und besucherstärksten Film des vergangenen Jahres in den USA. Noch im Oktober 2003 hatte es nach einer Verlängerung des Deals über 2005 hinaus ausgesehen. Nach dem Scheitern der Gespräche über eine Vertragsverlängerung zwischen Disney und dem Animationsstudio behält Disney das Recht, für alle während der Zusammenarbeit produzierten Filme Fortsetzungen zu entwickeln, wie Buena Vista Home Entertainment in Burbank mitteilte. Darunter fallen Direct-to-Video-Produktionen, Fernsehserien und Specials. Sämtliche Charaktere und Inhalte der Filme, darunter "Findet Nemo", "Die Monster AG" und "Toy Story", dürfen weiter für Consumer Products und Vergnügungsparks genutzt werden.
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