Der deutsche Film befindet sich offenkundig auf einem Höhenflug. Neben "Der Untergang" geht in diesem Jahr noch eine weitere deutsche Produktion in das Rennen um die Oscars: "Die Geschichte vom weinenden Kamel", der in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert worden ist. "Es trifft mich völlig unerwartet und überraschend. Die Oscar-Verleihung ist larger-than-life, schien so unerreichbar. Nun ist die Nominierung wie vom Mars zu uns heruntergeschwebt. Ich bin noch ganz benommen. Es ist einfach gigantisch", freut sich Luigi Falorni, der zusammen mit Byambasuren Davaa "Die Geschichte vom weinenden Kamel" gedreht hat.
Der vom BR koproduzierte Film ist Falornis Langfilmdebüt, sein Abschlussfilm an der HFF München und "absolut klein gebacken", wie der Nachwuchsregisseur betont. Trotzdem begeisterte die Geschichte um eine Hirtenfamilie in der Südmongolei bereits ein weltweites Kinopublikum. Er lief sehr gut in Frankreich und Großbritannien, in den USA startete er vergangenen Juni, hielt sich einige Wochen in den Top 50 und spielte dort bislang 1,2 Mio. Dollar ein. Dieses Frühjahr wird der mehrfach ausgezeichnete Film, der übrigens auch bei den Nominierungen der Directors Guild of America bedacht wurde, in weiteren Ländern wie Spanien und Italien anlaufen.
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