Debatte um Jeunets Projekt hält an
Nach hitzigen Diskussionen ist das nächste Projekt von
Jean-Pierre Jeunet vom CNC als französisches Werk anerkannt worden. Das bedeutet, dass "Un long dimanche de fiancailles" Zugang zu den öffentlichen Förderungen haben wird, obwohl der Film zum großen Teil von Warner finanziert wird. Erstmals in der Geschichte der französischen Filmindustrie könnte somit eine US-Major-Tochter in den Genuss staatlicher Unterstützung kommen. Die verschiedenen Produzentenverbände haben sich in dieser Frage in zwei Lager geteilt. Die Vereinigung ARP (Auteurs - Réalisateurs - Producteurs) geht davon aus, dass die Warner-Tochter 2003 Productions genügend Garantien gebracht habe, damit die Verfilmung des Romans von Sébastien Japrisot als heimisches Werk anerkannt werden kann. Im Falle eines Erfolgs des mit 45 Mio. Euro budgetierten Mammutprojekts hat sich Warner-France-Chef Francis Boesflug verpflichtet, die Gewinne erneut in französischen Produktionen zu investieren. Der Independent-Verband API (Association des producteurs indépendants) ist anderer Meinung. Er meint, die Statuten von 2003 Productions seien nicht richtig überprüft worden, und es sei darum nicht auszuschließen, dass der Verband ein neues Verfahren einleitet.
Quelle: Blickpunkt:Film
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