Cannes-Wettbewerb erneut ohne deutsche Beiträge
Im zehnten Jahr in Folge ist kein deutscher Film im Wettbewerb von Cannes vertreten - einziger Trost: Vier Titel, darunter
Roman Polanskis "
Der Pianist " und
Alexander Sokurows "
Waterloo - Russian Ark " entstanden zumindest in deutscher Koproduktion. Stiefmütterlich behandelt wurden auch die Spanier, ansonsten ist das Festivalduo
Jacob /
Fremaux in fast allen europäischen Regionen fündig geworden. Frankreich ist mit vier Beiträgen vertreten (
Nicole Garcias "L'adversaire",
Olivier Assayas' "Demonlover",
Robert Guédiguians "Marie-Jo et ses deux amours" und
Gaspar Noes "Irréversible"), und auch die Briten sind in diesem Jahr mit drei Filmen (
Ken Loachs "
Sweet 16 ",
Michael Winterbottoms "
24 Hour Party People ",
Mike Leighs "
All or Nothing ") und der kanadisch-britischen Koproduktion "
Spider " unter der Regie von
David Cronenberg stark vertreten. Aus den USA kommen
Paul Thomas Andersons "Punch-Drunk Love",
Alexander Paynes "
About Schmidt " und
Michael Moores Dokumentation "
Bowling for Columbine ". Für Kontroversen könnten Gaspar Noes "Irreversible" wegen seiner expliziten Darstellung von Sex sein, schon im Vorfeld für Aufruhr sorgte
Marco Bellocchios "L'ora di religione". Aus Asien kommen in diesem Jahr zwei Filme: "Unknown Pleasures" (Regie:
Jia Zhang-ke ) und "Immortal Flame" (Regie:
Im Kwon-taek ). Der Nahe Osten ist mit den israelischen Produktionen "Divine Intervention" von
Elia Suleiman und
Amos Gitais "Kedma" sowie mit "10" des Iraners
Abbas Kiarostami prominent vertreten.
Zum kompletten Wettbewerbsprogramm
Quelle: Blickpunkt:Film
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