München, 22.07.2004, 10:53  Blickpunkt:Film

Bewährungsstrafe für
Michael Kölmel

Michael Kölmel
Michael Kölmel  
Im Untreue-Prozess gegen Kinowelt-Gründer Michael Kölmel am Landgericht München verkündete der Vorsitzende Richter Hans-Günther Melchior das Urteil: wegen Untreue in vier Fällen und Insolvenzverschleppung ein Jahr und zehn Monate auf Bewährung sowie 180 Tagessätze à 700 Euro, dazu die Auflage, 200 000 Euro an gemeinnützige Institutionen zu zahlen. Damit blieb der Richter weit unter dem von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafmaß von neun Jahren Freiheitsentzug. Von der Anklage wegen Bankrottdelikten wurde Kölmel freigesprochen. Strafmildernd wertete der Richter Kölmels Geständnisbereitschaft, die das Verfahren erleichtert habe, das Fehlen von Vorstrafen und die Schuld der Untreue im unteren Bereich. Kölmel sei "kein Schwerverbrecher, wie er dargestellt wird", müsse sich aber den Vorwurf des "Abenteurertums" gefallen lassen. Im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft sah er auch keinen Eigennutz, bei der Untreue sei jedoch der hohe Gesamtschaden zu berücksichtigen. Erleichtert zeigten sich Michael Kölmel und sein Anwalt Kurt Bräckers (Kanzlei Bub, Gauweiler & Partner), der das Urteil prüfen will. Auch Staatsanwalt Markus Kammann will das Urteil im Hinblick auf eine mögliche Revision prüfen. Für Kölmel, den die Schärfe des Plädoyers der Anklage überrascht hatte, gehen "zwei harte Jahre zu Ende. Mein Ziel war immer die Prosperität der Kinowelt, in die ich weiterhin meine Energie stecke". Er empfindet es als "positiv, in wesentlichen Punkten freigesprochen und größtenteils rehabilitiert zu sein". mk


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