Berlin, 28.04.2004, 15:29  Blickpunkt:Film

Aus für Berliner Royal Palast

Der nach dem Mauerfall stattgefundene Strukturwandel im einst üppigen Kinobestand der Berliner Westcity setzt sich fort: Jetzt hat auch der Royal-Palast, in dem bislang zur Berlinale die Wettbewerbsbeiträge wiederholt wurden, seinen Betrieb eingestellt. Das Center mit fünf Kinos und der größten Leinwand Europas gehörte bis Anfang 2003 zur Ufa-Kinokette und wurde dann qua Managementvertrag bis 31. März 2003 von Kieft & Kieft betrieben. Seitdem hatte man mit einer Niedrigpreispolitik von 4,99 Euro pro Karte vergeblich versucht, Zuschauer anzuziehen. Der Insolvenzverwalter des Royal Palasts, Jens-Sören Schröder, sah keine Chance für den Fortbestand der Kinos. Übernahmeverhandlungen mit dem einzigen Interessenten, der Stuttgarter Kinostar-Gruppe, blieben erfolglos. In Berlin verbleibt nunmehr rund um die Gedächtniskirche neben einigen Theatern mit bis zu vier Sälen lediglich der UCI Zoo-Palast mit neun Sälen als einziges Großcenter. Anfang März dieses Jahres war bereits in Aachen der bis 2003 ebenfalls zur Ufa Kino-Gruppe gehörende Eden-Palast geschlossen worden. Ferner musste vor wenigen Tagen der Aachener Ufa-Palast aus bautechnischen Mängeln den Spielbetrieb einstellen.


Quelle: Blickpunkt:Film

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