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Filmverleiher

Firma erloschen
Baden-Baden, 23.04.2010, 17:55  Blickpunkt:Film | Kino

Analoger 3D-Zug soll abfahren

"Shrek" wird in analogem 3D-ausgeliefert, sofern die "kritische" Menge umgerüsteter Leinwände erreicht wird. (Bild: Paramount) Großansicht
"Shrek" wird in analogem 3D-ausgeliefert, sofern die "kritische" Menge umgerüsteter Leinwände erreicht wird. (Bild: Paramount)
Die Münchner Präsentation des analogen 3D-Systems von Technicolor hatte offenbar unter keinem guten Stern gestanden: Denn während im Anschluss an diese Veranstaltung primär negative Stimmen zu vernehmen waren, schien die optische Qualität des Gebotenen in Baden-Baden die Betreiber durchaus zu überzeugen. Zudem konnte Balthasar Schramm von Technicolor konkrete Angaben zur verleihseitigen Unterstützung machen, wobei der "Durchbruch" in einigen der Verhandlungen unmittelbar vor dem HDF-Kongress erzielt worden sei.

Laut Schramm habe man sich für das klar als "Übergangslösung" konzipierte System die Unterstützung von Paramount, Warner, Universal, DreamWorks Animation, Lionsgate, Overture Films und der Weinstein Company sichern können, indem man diesen versicherte, das System nicht an Multiplexe oder Ketten zu verkaufen und somit die Digitalisierung der Kinos nicht zu behindern. Die Vereinbarungen haben nach seiner Aussage weltweit Gültigkeit. Eindeutig gegen eine Unterstützung sprach sich hingegen im Namen von Disney noch während des Kongresses Thomas Menne aus. Volker Modenbach und Tobias Riehl stellten für Warner bzw. Paramount klar, dass eine Belieferung stets nach "wirtschaftlichen Gesichtspunkten" erfolgen müsse - wer bislang keine Erstkopie erhalten hat, für den wird sich mit einer Umrüstung somit im Zweifel kaum etwas ändern. Modenbach mutmaßte zunächst sogar, Warner stehe "illegaler Weise" auf Schramms Liste der Unterstützer, erklärte auf Nachfrage aber, dass der Support in Deutschland schlicht vom Erreichen des Mindestmaßes an "wirtschaftlich sinnvollen" analogen 3D-Leinwänden abhänge.

Grundsätzlich, so Schramm, habe man sich mit den Studios auf eine Umrüstung von 50 "wirtschaftlich interessanten" deutschen Leinwänden als Mindestmarke für eine Erstellung und Auslieferung der nochmals teureren analogen 3D-Kopien geeinigt. Mit anderen Worten: Der zu "Für immer Shrek Clip" geplante Startschuss fällt erst, wenn Verträge über mindestens 50 Leinwände in Deutschland geschlossen wurden. Diese Zahl könne Cine Project auch garantiert bedienen, man habe sich 50 der für die analoge 3D-Projektion nötigen Silberleinwände reservieren können. Der Zeitrahmen indes ist eng - bis Ende kommender Woche müssen die Aufträge eingehen, um rechtzeitig bearbeitet werden zu können. Franz Kober von Cine Project ist jedoch zuversichtlich, was das Erreichen dieser Marke betrifft, zumal man bereits zahlreiche Bestellungen vorliegen habe.

Angeboten wird das Technicolor-System zum Kauf oder zur Miete, wobei erstere Variante klar bevorzugt werde. Kostenpunkt seien 23.800 Euro für den Erwerb (exklusive der Silberleinwand). Geeignet ist das System für Säle mit maximal 14 Metern Entfernung vom Projektionsfenster zur Leinwand.


Quelle: Blickpunkt:Film

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