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San Francisco, 16.04.1998, 00:00  Blickpunkt:Film

41. San Francisco International Film Festival

Vom 23. April bis 7. Mai findet zum 41. Mal in San Francisco das älteste Filmfestival Amerikas statt. Die Organisatoren wollen erneut ein buntgefächertes Programm anbieten, das wie üblich seinen Schwerpunkt auf internationale Independent-Filme legt.

Eröffnet das Festival: Biopic "Oscar Wilde"
Eröffnet das Festival: Biopic "Oscar Wilde"  

Insgesamt 174 Produktionen (davon 103 Spielfilme) aus 43 Ländern werden 1998 gezeigt. Darunter befinden sich sechs Welturführungen, eine internationale, 21 nordamerikanische und 10 US-Premieren. Als Eröffnungsfilm wurde das Biopic "Oscar Wilde" Clip von Stephen Fry auserkoren, das dem künstlerischen Direktor Peter Scarlet zufolge der womöglich trefflichste Opener seit 40 Jahren ist. Am 26. April wird der "Peter J. Owens Award" (für Brillanz, Unabhängigkeit und Integrität) an Nicholas Cage verliehen, der vor einer Aufführung von "Birdy" auf der Bühne zum Gespräch zur Verfügung stehen wird.

Weitere Auszeichnungen sind der "Akira Kurasawa Award", der an Im Kwon-Taek ("Surrogate Mother") geht, und der "Mel Novikoff Award", den die Kuratorin des New Yorker Museum of Modern Art, Adrienne Mancia, erhält. Der berühmte Fotograf und experimentelle Filmemacher Robert Frank ("Me and My Brother") wird mit dem "Golden Gate Award" für seine "beharrliche Vision" prämiert.

Unter dem Motto "Die Unbezwingbaren" werden Filmemacher geehrt, deren Karrieren aus politischen Gründen zum Stillstand gebracht wurden - dieses Jahr geht der Preis an den 80jährigen Regisseur John Berry ("He Ran All The Way"). "Unauslöschliche Bilder" ist der Titel eines Programms, in dem Angehörige der Bay-Area-Filmgemeinschaft ihre Festivalfavoriten aus vergangenen Jahren auswählen. Sean Penn suchte sich das russische Kriegsdrama "Come and See" aus, Wayne Wang entschied sich für "WR: Mysteries of the Organism" und Joan Chen (deren Regiedebüt "Xiu-Xiu" für den Skyy-Preis nominiert ist) wählte "The Spiders Stratagem" aus.

Der Kombination Musik und Film wird in diesem Jahr mit Beiträgen wie "Black Tears" und Robert Franks "Cocksucker Blues" ein besonderer Tribut gezollt. In dieser Reihe kommt auch Katja von Garniers Musikfilm "Bandits" Clip zur Aufführung.

Der Abschlußabend wird mit Wayne Wangs neuem Film "Chinese Box" Clip mit Jeremy Irons, Gong Li und Maggie Cheung begangen. Das reguläre Programm umfaßt u. a. die respektlose Komödie "The Opposite of Sex" mit Christina Ricci und Martin Donovan, Harmony Korines umstrittenen Venedigbeitrag "Gummo", Paddy Breathnachs "I Went Down", den japanischen Serienkiller-Film "Cure", den Sundance-Beitrag "Conceiving Ada" mit Timothy Leary in einer Nebenrolle, die norwegische schwarze Komödie "Junk Mail - Wenn der Postmann gar nicht klingelt", Michael Hanekes "Funny Games", David Lelands Berlinale-Film "The Land Girls" Clip und Sammo Hungs Epos "Once Upon a Time in China & America".


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