München, 07.10.2005, 13:37  Blickpunkt:Film

27 Prozent minus im dritten Quartal

Läutet am 13. Oktober die Aufholjagd ein: "Wallace & Gromit" (Bild: UIP)
Läutet am 13. Oktober die Aufholjagd ein: "Wallace & Gromit" (Bild: UIP)
27 Prozent weniger Besucher gegenüber dem Vorjahreszeitraum verzeichnet die deutsche Kinobranche im dritten Quartal des Kinojahrs 2005. Nach Umsätzen hängt das dritte Quartal des laufenden Jahres 25,5 Prozent hinter dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahrs (alle Zahlen nach Nielsen EDI) zurück. Die Lichtblicke von Juli bis September waren "Madagascar Clip", "Mr. & Mrs. Smith Clip", "Krieg der Welten Clip" und "Die weiße Massai Clip". Auf das Dreivierteljahr gemünzt (Januar bis einschließlich September) liegen die Besucherzahlen des aktuellen Kinojahres etwa 20 Prozent hinter denen der ersten neun Monate von 2004.

Die Ursache sieht die Branche im schlechten Filmangebot begründet. "Wir leiden nicht an einer Kinokrise, sondern an einer Filmkrise", sagt Oliver Fock, General Manager von Greater Union Filmpalast. Auch die Verleihkollegen Thomas Peter Friedl (Constantin Film Verleih) und Martin Bachmann (Sony Pictures Releasing) machen das nicht passende Produkt für die Zahlen des Kinojahrs verantwortlich. Besonders der September schlug zu Buche: Hier ist gegenüber dem Vorjahresmonat ein Besucherminus von satten 42 Prozent zu verzeichnen. Dennoch blickt die Branche optimistisch auf die letzten anstehenden drei Monate. Das viel versprechende Line-up mit u. a. "Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen Clip", "Die Reise der Pinguine Clip", "Harry Potter und der Feuerkelch Clip", "Die Legende des Zorro Clip", "Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia Clip" und "King Kong Clip" sollte das dicke Minus erkennbar eindämmen. "Ich glaube, dass wir die gegen 2004 gemessenen minus 20 Prozent auf 14 Prozent reduzieren können. Das ist ein ehrgeiziges Vorhaben, doch angesichts der noch anstehenden Filme machbar", so Oliver Fock.

Auch in den USA fallen die Zahlen des dritten Quartals schlechter aus als die des Vorjahres - allerdings gab es hier keinen derart extremen Rückgang wie in Deutschland. 7,7 Prozent Umsatzeinbußen musste die amerikanische Kinobranche für das dritte Quartal hinnehmen, wobei der September heuer spürbar stärker war als 2004. Entsprechend setzt man auch in den USA auf die letzten drei Monate des Jahre.

Quelle: Blickpunkt:Film

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