Berlin, 27.10.2004, 17:23  Blickpunkt:Film

18 Verleiher votieren gegen DocuZone

Auf Initiative der AG Verleih - Verband unabhängiger Filmverleiher haben heute 18 deutsche Filmverleiher eine Resolution gegen das im November startende europäische Digitalprojekt DocuZone/CinemaNet Europe unterzeichnet. Die Verleiher monieren darin u.a. eine mangelhafte Informationslage sowie unvorteilhafte Nutzungsgebühren bei der Inanspruchnahme des DocuZone-Servers. "Es wird eine Technologieeinführung auf Solidaritätsbasis suggeriert, die zu Kostensenkungen führen soll, welche bisher an keiner Stelle zu erkennen sind", heißt es in dem Schreiben. Ferner stelle die geplante, an den Systembetreiber zu entrichtende Servernutzungsgebühr eine "grundsätzliche" Veränderung jenes Grundsatzes dar, wonach der Verleiher die Ware liefere und der Kinobetreiber die Infrastruktur finanziere. Diese "einschneidende Änderung der Bezugsbedingungen" sei als eine den Verleiher belastende finanzielle Regelung nicht hinnehmbar.

Ferner befürchten die Unterzeichner, darunter die Verleiher Alamode, Kinowelt, Neue Visionen und timebandits, eine nachhaltige Marktverzerrung und Monopolisierung einzelner Branchensegmente, besonders im Bereich des anspruchsvollen Dokumentarfilms. Um Gesprächsbereitschaft zu signalisieren, fordern die 18 Independents alle Beteiligten unter Einschluss der Verbände Arbeitsgemeinschaft Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater und Hauptverband Deutscher Filmtheater (HDF) noch vor Jahresende zur Teilnahme an einem "Runden Tisch" auf.


Quelle: Blickpunkt:Film

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