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FTB Paul Fläxl

Kinoinhaber

Firma erloschen
Vilsbiburg, 06.02.2012, 17:09  Blickpunkt:Film | Kino

100 Jahre Fläxl-Filmtheaterbetriebe: Stets vorn dabei

Bereits in der vierten Generation führt die Familie Fläxl ihre Kinos. Auf insgesamt 32 Leinwänden an vier Standorten zieht eine gelungene Mischung von Arthouse und Mainstream das Publikum an. In diesem Jahr feiert das Traditionsunternehmen seinen 100. Geburtstag.

Die aktuellen Fläxl-Betreibergenerationen im Camera in Freising (v.l.): Angela Lipp-Fläxl, Paul Fläxl, Veronika Fläxl Großansicht
Die aktuellen Fläxl-Betreibergenerationen im Camera in Freising (v.l.): Angela Lipp-Fläxl, Paul Fläxl, Veronika Fläxl  
"Als meine Mutter mich bat, den Betrieb zu übernehmen und weiterzuführen, gab es nicht viel Zeit zum Überlegen. Ich habe mich der Aufgabe gestellt." Paul Fläxl übernahm 1987 die Freisinger Kinos. Wie er hängte auch seine Frau Angela Lipp-Fläxl ihren Beruf an den Nagel - Studienrätin auf Lebenszeit! Sie habe das Kino "mitgeheiratet", so die begeisterte Kinogängerin. Seit 20. Januar wird das Jubiläum gefeiert, mit Klassikern wie "Nosferatu" oder "Casablanca Clip". Begonnen hat die Geschichte der Fläxl-Filmtheaterbetriebe 1912. Schneidermeister Georg Fläxl kam begeistert von einem Kinobesuch in München zurück und wusste, auch Freising braucht ein Kino. Er gründet das Stadt-Kino mit harten Klappsitzen, auf die sich heute niemand mehr trauen würde. Zu den ersten S/W-Stummfilmen, die in einer Dauerschleife über die Leinwand flimmerten, gehörten "Arme Prinzessin" oder "Der Todesring". Für 60 Pfennig durften die Freisinger Kino erleben. In den Dreißigerjahren und während des Zweiten Weltkriegs strömten die Leute ins Kino, Ablenkung war gefragt - was das Regime mit Durchhalteparolen und Propaganda in vielen Filmen dieser Zeit weidlich ausnutzte. Kurz vor Kriegsende eröffnete Georg Fläxl ein zweites Kino, das Bavaria, das die Amerikaner 1945 beschlagnahmten. Sein Sohn Paul Fläxl wandte sich sogar schriftlich an US-Präsident Eisenhower, um das Filmtheater zurückzubekommen. Letztlich musste die Familie aber bis 1955 warten, bevor ihre Bemühungen von Erfolg gekrönt wurden und sie das Haus zurückerhielten - wenn auch ohne Einrichtung und Technik. Das Einzige, was die GIs im Kino ließen, war ein bisschen Popcorn, für den gerade sechsjährigen Paul Fläxl (jun.) die erste Begegnung mit dem heutigen Verkaufsschlager. Unterdessen hatten Paul (sen.) und seine Frau Therese Fläxl bereits 1952 in einer Einkaufspassage ein neues Filmtheater errichtet - das Kino im Colosseum.


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