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Yesterday

Komödie um einen erfolglosen Singer/Songwriter, der mit den Songs der Beatles zum Star wird. Hommage an die zeitlose, verbindende Musik der Liverpooler Band.

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(Bild: Universal)
Verleih Universal
Kategorie/Land/Jahr Spielfilm, Großbritannien 2019
Regie Danny Boyle
Darsteller Himesh Patel, Lily James, Sophia Di Martino
Kinostart 11.07.2019
Einspielergebnis D € 6.145.275
Bes. (EDI) 740.160
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Boxoffice USA $ 73.190.080
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nach oben Ausführliche Besprechung

Komödie um einen erfolglosen Singer/Songwriter, der mit den Songs der Beatles zum Star wird. Hommage an die zeitlose, verbindende Musik der Liverpooler Band.

Zwei der populärsten zeitgenössischen britischen Filmemacher arbeiteten bei dieser liebenswerten, auch romantischen Komödie erstmals bei einem Film zusammen. Danny Boyle ("Trainspotting") inszenierte ein Drehbuch von Richard Curtis ("Vier Hochzeiten und ein Todesfall"), das mit seiner Prämisse allein - die Beatles sind aus dem Gedächtnis der Welt gelöscht und nur ein Menschkennt ihre Hits - aufhorchen und komische Verwicklungen erwarten lässt. In den Händen dieser beiden Profis, die bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in London bereits kooperierten, und mit Tim Bevan und Eric Fellner, den Chefs einer der wohl bedeutendsten britischen Produktionsschmieden Working Title auch produzierten, wird daraus eine gelungene Komödie fürs große Publikum, die sich wie ein Independent anfühlt und nicht nur einer gut geölten Industrie entspringt, sondern auch Herz hat.

Die Underdog- Success-Story, die auf der Idee von Jack Barth basiert, erinnert auch ein wenig an "Ganz oder gar nicht" - und basiert im Gegensatz zu den Musikfilmhits "Bohemian Rhapsody" und "Rocketman" nicht auf der Biografie eines Stars, auch wenn die Geschichte von Gaststar Ed Sheeran, der nach Auftritten in Kino und TV hier eine etwas größere Rolle inne hat, Parallelen zur Filmstory aufweist, die natürlich auch von der Geschichte der Beatles erzählt. Sheeran ist wie die Hauptfigur Jack Malick ein Junge aus der Provinz, aus Suffolk, wo der Film auch spielt, ein Jedermann. Malick, konsequenterweise gespielt von einem Mann, der hierzulande kaum bekannt ist, Himesh Patel ist in der Heimat zumindest ein bekanntes Gesicht aus der langlaufenden Serie "EastEnders" ein Begriff ist, und hier seinen ersten Kinoauftritt hinlegt. "Cinderella" Lily James gibt Jacks süße, beste Freundin. Sie ist sein größter Fan und seine Managerin über mehr als zehn Jahre - und schon immer in ihn verliebt. Es ist eine Liebe, die auf Gegenseitigkeit beruht, die sich die beiden aber nie eingestanden haben. Ein Publikumsliebling wie Rhys Ifans Spike in "Notting Hill" ist Joel Fry als Jacks Freund, ein erfolgloser Roadie, der, fast immer zugedröhnt, genau weiß, was gut für Jack ist. Das absurd anmutende Musik- bzw. Star-Business repräsentiert klasse "Saturday Night Live"-Comedienne Kate McKinnon als neue taffe US-Managerin von Jack, die dem jungen Mann mit einem riesigen Marketing-Tross ein Makeover verpasst.

Natürlich ist "Yesterday" auch und vor allem eine Hommage an die zeitlose, verbindende Musik von John, Paul, George und Ringo, deren erklärte Fans Boyle und Curtis sind und die außer der Musik auch Story- und visuelle Elemente aus der Geschichte der Beatles in ihren Film einbanden. Ihre von Malick interpretierten Songs spiegeln wie bei "Mamma Mia!" natürlich die Gefühlslage des Protagonisten und bilden die Grundlage für perfekt gemachte, mitreißende Konzertszenen, die in realen Konzerten wie beim Latitude-Festival oder der Stadiontour von Sheeran eingebettet sind und für zahlreiche, wunderbar funktionierende. Gags. Komische Highlights sind etwa Jacks Anspielen von "Let It Be" im Familienkreis, Sheerans Umbenennung in "Hey, Dude" oder Google-Suchen. Vielleicht hätte man sich "Yesterday" weniger glatt und ein bisschen rauer, bissiger oder energiegeladener gewünscht, wunderbar sympathisch ist sie dennoch diese Kreuzung aus Curtis und Boyle. hai.

Quelle: Blickpunkt:Film

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nach oben Film-/Kino-Daten
Verleih Universal
O-Titel Yesterday
Alternativ-/Arbeitstitel Untitled Danny Boyle / All You Need / All You Need Is Love
Land / Jahr Großbritannien 2019
Kategorie Spielfilm
Genre Komödie / Musikfilm
Produktionsfirmen Working Title
Kinostart 11.07.2019
Laufzeit 117
FSK o.A. (ohne Altersbeschränkung)
FBW-Prädikat Besonders wertvoll
Einspielergebnis D € 6.145.275
Bes. (EDI) 740.160
Charthistory
USA-Start 28.06.2019, bei Universal
Boxoffice USA $ 73.190.080
Web-Link https://upig.de/micro/yesterday
nach oben Cast & Crew
Produzenten Bernard Bellew, Tim Bevan, Danny Boyle, Richard Curtis, Eric Fellner, Matthew James Wilkinson
Ausf. Produzenten Nick Angel, Lee Brazier
Regie Danny Boyle
Drehbuch Richard Curtis, Jack Barth
Darsteller Himesh Patel (Jack Malik), Lily James (Ellie Appleton), Sophia Di Martino (Carol), Ellise Chappell, Meera Syal, Harry Michell, Vincent Franklin, Joel Fry, Michael Kiwanuka, Karma Sood
Kamera Christopher Ross
Schnitt Jon Harris
Musik Daniel Pemberton
Produktionsdesign Patrick Rolfe
Kostüme Liza Bracey
Casting Courtney Sheinin, Nicole Daniels, Gail Stevens
nach oben Video/DVD-Fassungen des Films
Titel Vertrieb System Handelsform
Yesterday Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 112 Min. Kauf
Yesterday Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 117 Min. Kauf
Yesterday (4K Ultra HD + Blu-ray) Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 117 Min. Kauf
Yesterday Universal Pictures Germany DVD, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 112 Min. Leih
Yesterday Universal Pictures Germany Blu-ray Disc, ab 0 (ohne Altersbeschränkung), 117 Min. Leih
nach oben VideoMarkt-Inhalt/Kritik

Ein kosmischer Zufall will es, dass der liebenswerte, aber erfolglose Sänger Jack Malik nach einem Zusammenstoß mit einem Bus der einzige Mensch auf der Welt zu sein scheint, der sich an die Songs der hier nie stattgefundenen Beatles erinnern kann. Nach kurzem Zögern gibt er ihre zeitlosen Lieder als die seinen aus und fängt an, großen Erfolg zu haben. Dass er ein Superstar wird, treibt allerdings einen Keil zwischen ihn und seine große Liebe Ellie, die ihn bisher gemanagt hat. Nun muss er eine Entscheidung treffen.

Danny Boyle verfilmt Richard Curtis. Und die Beatles spielen ihre Lieder dazu. Nach einem Drehbuch des Mannes, der mit "Notting Hill" und "Tatsächlich... Liebe" Filmgeschichte geschrieben hat, erzählt der Regisseur von "Trainspotting" und "Slumdog Millionär" eine für seine Verhältnisse ungewöhnlich konventionelle Liebesgeschichte, aber er macht es mit Flair und Stil und Pepp. Und er hat neben der Entdeckung Himesh Patel auch die bezaubernde Lily James in der charmanten Was-wäre-wenn-Geschichte an seiner Seite.

Quelle: mediabiz.de

nach oben Zusammenfassung

Nach einem Unfall ist ein erfolgloser Sänger der einzige Mensch auf der Welt, der sich an die Beatles erinnern kann. Boyle verfilmt Curtis: Gemeinsam erzählen zwei der größten Namen im britischen Filmgeschäft eine Liebesgeschichte zum Sound der Fab Four.

nach oben FBW-Gutachten

Prädikat: Besonders wertvollKurztext:

Die romantische Musikkomödie von Danny Boyle und Richard Curtis erzählt von dem erfolglosen Musiker Jack, der nach einem mysteriösen weltweiten Stromausfall der einzige Mensch auf der Welt zu sein scheint, der sich noch an die Musik der Beatles erinnert.

Jack Malik ist leidenschaftlicher Sänger und Songwriter. Doch bis auf seine Freunde und seine beste Freundin Ellie, die ihn Abend für Abend mit seiner Gitarre durch die Pubs der Kleinstadt fährt, will niemand seine Musik hören. Als ein weltweiter Stromausfall dafür sorgt, dass Jack in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, ändert sich jedoch alles. Denn plötzlich stell er fest, dass sich keiner außer ihm mehr an die Musik der Beatles erinnern kann. Ein Blick ins Internet beweist: Die größte Band der Musikgeschichte hat es scheinbar nie gegeben. Was Jack zunächst wie ein schlechter Scherz vorkommt, wird bald zu seiner größten Chance: Denn Jack schreibt alle Lieder und Melodien, an die er sich erinnert, auf - und wird bald als das größte Musikgenie gehandelt, dass je gelebt hat. Was ja theoretisch auch stimmt. Gäbe es da nicht John, Paul, George und Ringo. Die romantische Musikkomödie YESTERDAY begeistert von der ersten Minute an durch ihren typisch britischen Humor und ihre liebevoll gezeichneten Figuren. Der Film stellt die erste Zusammenarbeit zwischen Regisseur Danny Boyle und Drehbuchautor Richard Curtis dar und man spürt, wie gut die beiden erfahrenen Filmemacher miteinander harmonieren. Die Idee, anhand einer solch ausgetüftelten Storyline einer der größten Rockbands der Musikgeschichte Tribut zu zollen, ist kongenial und originell. Dazu spürt man die große Liebe des Films zur Musik der Beatles. Und wenn Jacks Freunde ein Lied wie "Yesterday" zum allerersten Mal hören oder Jack nach Liverpool reist, um vor Ort den genauen Text von "Eleanor Rigby" zu recherchieren, dann spürt man die Magie, die diese Musik auch heute noch auslöst. Mit Himesh Patel hat der Film einen grundsympathischen Hauptdarsteller gefunden, der nicht nur mit gefühlvollen Songinterpretationen berührt, sondern auch glaubwürdig den Konflikt eines jungen Mannes verkörpert, der sich zwischen Karriere und Reichtum auf der einen, und Ehrlichkeit und der Liebe zu seiner besten Freundin auf der anderen Seite entscheiden muss. Lily James spielt Jacks Freundin Ellie mit entwaffnendem und ehrlichem Charme und der gesamte Cast, der von liebenswert verschrobenen Nebenfiguren erfüllt ist, zeigt die Stärke einer typischen britischen Wohlfühlkomödie: Unverkrampft unvollkommene Figuren, die das Herz auf dem rechten Fleck haben - und genau deswegen das Herz des Zuschauers im Sturm erobern.

Gutachten:

Danny Boyles neuer Film YESTERDAY fußt auf einer genialen Grundidee, aus der sich nicht nur eine äußerst spannende Geschichte entwickelt, sondern die darüber hinaus Anknüpfungspunkte zu einer Reihe aktueller gesellschaftlicher Debatten liefert. Oberflächlich betrachtet huldigt der Film jedoch zunächst auf einzigartige Weise der vermutlich erfolgreichsten und einflussreichsten Popband aller Zeiten. Nachdem zuletzt u.a. Bearbeitungen von ABBA, Queen oder Elton John in vergleichsweise konventioneller Art als Musical oder Biopic an der Kinokasse sehr erfolgreich reüssierten, ebnet Danny Boyle seinem Film durch einen kleinen magischen Twist einen äußerst innovativen Weg, um das Schaffen der Beatles auf die Bedeutungsebene der Ewigkeit zu verlagern. Seine These, dass das Beatles-Songwriting noch heute das Wirken jedes musikalischen Künstlers in den Schatten stellt, illustriert er mittels Plot und einer überaus sympathischen Hauptfigur eindrücklich. Gleichsam schlägt der Film nicht zuletzt über die großartige und angenehm selbstironische Mitwirkung Ed Sheerans auf unprätentiöse Weise Brücken zwischen den Generationen.
Der im Zentrum der Erzählung verhandelte Gegensatz von der Glamourwelt des Showbusiness und eines erfüllten Lebens in der Provinz, zwischen Ruhm und Liebe, zwischen Karriere und persönlicher Entfaltung wird filmisch einfallsreich und in Maßen moralisierend umgesetzt. Dass die größte Spannung in YESTERDAY ausgerechnet aus der Frage nach der Ehrlichkeit in Bezug auf das Urheberrecht resultiert, stellt ein amüsantes Detail in einem Film dar, der die Musikindustrie mit seinem überkandidelten Zentrum Los Angeles in keinem allzu schmeichelhaften Licht erscheinen lässt. Als große Bereicherung hat die Jury auch die Ausgestaltung der Hauptfigur empfunden, die entgegen all der Showbiz-Hysterie in ihrer Erscheinung angenehm normal bleibt und deren kulturelle Herkunft zwar über die Präsenz der Eltern implizit thematisiert, aber in keinem Moment explizit problematisiert wird.
Die Voraussetzung des Films, sein Handlungsmotor, ist ein irrealer Fantasy-Moment, auf dem alles Folgende sehr organisch aufbaut. Der real und physikalisch nicht zu erklärende magische Moment, in dem sich offenbar eine Art Dimension auftut und kleine Details unserer Wirklichkeit verschluckt, ist für die Zuschauer absolut glaubhaft erzählt (was nicht zu googeln ist, kann schließlich auch nicht existieren) und bildet die Basis für das sich entwickelnde Filmmärchen. Konsequenterweise bricht die Inszenierung dann auch visuell das Reale immer wieder durch eine krasse Farbgebung und starke Gestaltung der Szenerie, durch das Schaffen abstrakter Räume voller Projektionen und animierter Schriften, die mit der Musik in Montagesequenzen zu magischen Momenten verschmelzen. Nicht zuletzt diese Kohärenz aus Erzählung und Gestaltung macht YESTERDAY in den Augen der Jury zu stimmigem großem Kino, das Generationen auf intelligente und zuhöchst unterhaltsame Weise zu vereinen versteht.

Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)


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